Seerosen

Wer zerfrisst die Seerosen???

Schadbild deutlich zu erkennen - Bötzsee

Schuld daran ist der Seerosenzünsler, der im Juni und ein zweites Mal im Aug./Sept. seine Eier ablegt. Es ist ein mottenähnlicher, weißbrauner Falter, dessen Larven die charakteristischen Gänge von unten in die Blätter fressen und halbmondförmige Buchten in die Blattränder fressen. Die Raupen verpuppen sich in einem Kokon aus zwei Blattstücken, diese sollte man aus dem Teich fischen, und Raupen auf den Blattunterseiten zerdrücken. Natürliche Feinde der Seerosenzünsler sind  Fische (Elritzen, Goldorfen, Rotfedern und Moderlieschen).

Wenn Seerosen zu groß werden:

 

Eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wenn sich Seerosen gut entwickeln und stark wachsen, doch wenn es zu viel wird, dann sollte man dem Einhalt gebieten, bevor auf Grund der Blätter kein Licht mehr den Teich erreicht und sie die Blätter gegenseitig hochschieben und die Blüten verdecken. Nicht mehr als ein Drittel der Wasserfläche sollte mit Schwimmblättern bedeckt sein, damit der Gasaustausch an der Oberfläche und das Lichtverhältnis für den Teich ausgewogen bleiben.

Man kann den Seerosen ein paar Blätter entfernen, das wirkt schnell, schadet nicht, bekämpft aber nicht die Ursache.

Die Seerosenstängel muss man nicht entsorgen, was viele nicht wissen, ist, dass sie essbar sind und leicht blanchiert und süßsauer eingelegt einen leckeren Salat ergeben.

Seerosen teilen, das wäre die nächste Möglichkeit, die wieder einige Jahre Ruhe verspricht, man tut dies im Frühjahr, bis Juli allerspätestens, denn sie sollen sich vorm Winter wieder etablieren können, damit sie diesen problemlos überstehen. Beim Teilen muss man besonders vorsichtig sein, wenn die Pflanzen frei im Teich wachsen, am besten trennt man die Rhizome mit einer kleinen Säge, aber nicht die Teichfolie beschädigen. Junge Teile kann man weiterkultivieren, alte stark verknustete und kahle kommen auf den Kompost.

Welche Erde benötigen Seerosen?

Am besten mischt man stark lehmhaltige Erde mit etwas Torf und Sand und deckt sie auf dem Kübel mit groben Kies gegen das Ausschwemmen ab. Man kann Langzeitdünger mit in das Substrat geben.

 

Pflanzanleitung in Wort und Bild

Arten und verwandte Pflanzen

Nuphar advena – Amerikanische Teichrose / Biberlilie

·         Stammt aus Nordamerika, Mexiko und Kuba

·         Seerosenähnliche Schwimmblattpflanze

·         verträgt Halbschatten, stark wachsend, Wildart

·         Blütezeit  : Juli - August

·         Bei geringerer Wassertiefe vorkommend (20-100cm)

·         Entwickelt Luftblätter

·         Wird selten in Gartenteichen genutzt ist aber seit Ende des 18.Jh. in Kultur

Nuphar lutea -  gelbe Teichmummel

·         Heimische Teichmummel

·         Bringt armdicke Rhizome hervor

·         Ovale mittelgrüne, ledrige Schwimmblätter, gelbe Blüten

·         Wassertiefe 50-300cm

·         Halbschattenverträglich, steht teilweise unter Schutz, obwohl sich Wildbestände wieder ausbreiten

Nymphaea alba – Weiße Seerose

·         Die Weiße Seerose ist in Deutschland vollständig geschützt

·         Volle Sonne in stehendem, nährstoffreichem, etwa 2-3m tiefem Wasser heimisch, ebenso wie in Verlandungszonen von 50cm bis 150 cm Tiefe

·         Auf Grund ihrer starken Wuchskraft nicht für kleine Teiche geeignet

·         Einmal jährlich Düngerkegel in die Erde stecken, falls die Blühwilligkeit nachlassen sollte

·         Rundliche ledrige Blätter und große weiße wohlriechende Blüten (Juni-Sept.)

Nymphoides peltata – Seekanne (fälschlicherweise öfter als Zwergseerose gehandelt)

·         Heimische Schwimmblattpflanze

·         Seerosenähnlich aber deutlich kleinere Blätter

·         Blüten goldgelb über dem Wasser stehend, wuchernd

·         Wassertiefe: 30-60cm

·         Sonne bis Halbschatten

·         Blütezeit Juni bis August

Zur Zeit im Angebot:

Nymphea - Attraktion - rose

Nymphea - Escarboucle - leuchtend rubinrot - 50-90cm Wassertiefe

Nymphea - Aurora - gelb

Nymphea - Fire opal - pink

Nymphea - James Brydon - kirschrot, reichblütig, bewährt, 40-60cm Wassertiefe

Teichbausubstrate und Erden

 

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