Sauerstoffpflanzen - Unterwasserpflanzen

 

·         Oft geraten die Unterwasserpflanzen die Teichfische und andere Lebewesen mit dem wichtigen Sauerstoff versorgen in Vergessenheit

·         Sie verzaubern nicht mit großen Blüten, sind oft unscheinbar und daher für viele einfach nicht notwendig, obwohl sie die wichtigste Rolle spielen, das ökologische Gleichgewicht im Teich zu halten

·         Grüne Pflanzen haben die Fähigkeit aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Kohlenhydrate aufzubauen und somit Sauerstoff zu produzieren

·         Sauerstoff ist lebensnotwendig im Teich

·         Mikroorganismen, die das biologische Gleichgewicht steuern und Insektenlarven leben auf und mit den Unterwasserpflanzen, ebenso wie Frösche und Unken

 

Hier die wichtigsten Arten:

 

Callitriche palustris – Frühlingswasserstern

·         Einheimische Art

·         Bildet hellgrüne, zarte Polster auf dem Teichboden, bildet schwimmende Rosetten aus

·         Immergrün, April-Sept. unscheinbare Blüten

·         30-100cm Wassertiefe, schattige bis sonnige Plätze

 

Ceratophyllum demersum – Hornblatt

·         Hornblatt ist eine frei schwimmende heimische Unterwasserpflanze

·         ein sehr guter Sauerstoffspender und hilft durch den starken Verzehr von Nährstoffen gegen Algen

·         Für stehenden oder langsam fließenden Gewässer

·         Hornblatt hat keine Wurzeln, treibt durch das Wasser und nimmt Nährstoffe durch wurzelähnliche Gebilde auf

·         wächst an einem Ende weiter und stirbt gleichzeitig am anderen ab

·         anspruchslose Pflanze, die auch bei wenig Licht  und niedrigen Temperaturen schnell wächst

·         sie bricht leicht, wuchern sie einfach etwas herausnehmen, hervorragend für den Kompost

 

Elodea canadensis – Wasserpest

·         wuchert stark, aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt (Neophyt)

·         Einfache grüne, ungeteilte und ganzrandige Blätter sind wechselständig und quirlig am Stängel angeordnet

·         unscheinbare grünliche Blüten erscheinen von Mai bis August

·         sehr anpassungsfähig, sie ist immergrün und liefert auch im Winter den nötigen Sauerstoff im Teich

·         Vermehrung erfolgt vegetativ über Pflanzenteilung

·         wächst nahezu in allen Böden

·         vollsonnige bis halbschattige Standorte mit Wassertiefen von 30 cm bis 2m

·         ist ohne Schutz winterhart

 

Elocharis acicularis – Scharfe Nadelsimse

·         wintergrün, kriechender Wurzelstock, an Land wie unter Wasser lebensfähig

·         feine grasgrüne Halme, teppichartig, gute Verstecke für Unterwasserlebewesen

·         klassische weltweit verbreitete Sumpfpflanze

 

Fotinalis antipyretica – Gewöhnliches Quellmoos

·         wintergrüner Sauerstoffspender und Ablaichplatz

·         bevorzugt kalkhaltiges Wasser

·         verankert sich durch Haarbildung an Steinen

·         in fließenden Gewässern wedelt es mit langen Bärten in stehenden wird es buschiger

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Hottonia palustris – Wasserfeder / Wasserprimel

·         empfindlich gegen verschmutzte getrübte Gewässer

·         wenige natürliche heimische Bestände

·         bevorzugt klares, weiches Wasser, 40cm lange Stängel mit weißen bis rosa Blüten

·         als Landform in sumpfigen Böden bildet sie dichte Polster ohne Blüten

·         nach der Blüte sinkt sie wieder unter Wasser

 

Lemma trisulca – Wasserlinse / Entengrütze

·         nur zur Blütezeit an der Wasseroberfläche

·         Dreizacklinse, wegen der kettenartig zusammenhängenden, kreuzweise stehenden Blättchen

·         Wuchert nicht so sehr, daher auch für kleinere Teiche geeignet

·         oft gesellige Massenbestände in besonnten Tümpeln, besonders in Niedermoorgebieten und Flussauen, weniger stickstoffbelastete Gewässer

·         Begleitarten sind u. a. Froschbiss und Wasserfeder

·         Im Herbst speichert sie Stärke um auf den frostfreien Grund abzusinken

 

Potamogeton crispus – Krauses Laichkraut

·         ist meistens zwischen Mai bis September in oft stark belasteten oder verschmutzten stehenden oder langsam fließenden Gewässern anzutreffen

·         im Teich muss man es hin und wieder auslichten, da es sich stark vermehrt

·         schöne gewellte Blätter, blüht an sonnigen Plätzen mit ausreichend tiefem Wasser, Blüten 5cm über der Wasseroberfläche (kleine Ähren grünlicher Blüten)

 

Ranunculus aquatilis – Gemeiner Wasserhahnenfuß

·         wirken pilzfeindlich und sind gute Sauerstofflieferanten

·         auf Grund ihres Wachstums nur für größere Teiche geeignet

·         kahle Stängel und nieren- oder herzförmige Schwimmblätter, fadenförmige Unterwasserblätter

·         viele weiße Blüten über der Wasseroberfläche (Mai – Aug.)

·         bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Standorte mit Wassertiefen von 20 cm bis 100 cm

·         Böden egal, sehr anpassungsfähig, problemlos winterhart, fast weltweit heimisch

 

Stratiotes aloides – Krebsschere

·         Die Krebsschere ist eine freitreibende, trichterförmige Rosette, deren Spitzen im Sommer aus dem Wasser ragen

·         Sie blüht zart weiß im Sommer, Wasseraloe genannt

·         Blätter schwertförmig, bis 40 cm lang, dreikantig, die Ränder stachelig gesägt

·         leicht saures Wasser erwünscht

·         Im späten Herbst sinkt die Pflanze auf den Teichgrund und überwintert dort

·         Sie vermehrt sich über Brutknospen, die dann abgetrennt werden.

 

Utricularia vulgaris – Gemeiner Wasserschlauch (Insektivore)

·         Sie steht auf der roten Liste und ist streng geschützt

·         schwimmt vollkommen wurzellos knapp unter der Wasseroberfläche

·         sie mag es sonnig und hat einen durchschnittlichen Nährstoffbedarf

·         sie ist  fleischfressend: an ihren zarten Wasserblättchen sitzen viele kleine Bläschen in denen Unterdruck herrscht

·         Wenn zum Beispiel eine Mückenlarve oder eine Fischbrut so ein Bläschen berührt, dann öffnet es sich schnell, und die Mückenlarve wird durch den Unterdruck in das Bläschen hinein gesaugt und dort verdaut

·         Hebt man sie aus dem Wasser hört man leise Geräusche, der sich öffnenden Bläschen

·         Blüht im Hochsommer (Juli-Sept.) mit knallgelben veilchenartigen Blüten über der Wasseroberfläche

·         Im Herbst rollt sich die Pflanze zusammen, sinkt auf den Teichgrund (Winterknospe), daraus bildet sich im neuen Jahr eine neue Pflanze

 

 

 
 

 

 

Hornkraut neben herbstlichen Seerosenblättern... - Ende Oktober