Stauden - Teil 12 T - Z

Tanacetum coccineum – Bunte Stauden-Margerite

Die zarten grünen, farnartigen Blätter bilden eine grundständige Rosette aus der lange Stiele(ebenfalls mit kleinen Blättchen) mit Margeritenblüten hervorgehen. Sie wird bis zu 50 cm hoch und blüht von Mai bis Juli, am liebsten in voller Sonne auf durchschnittlichem, leicht durchlässigem Boden. “Robinsons Rosa“ blüht wie der Name vermuten lässt in rosa, “Robinsons Rot“ in rot.“Brenda“ hat kirschrosa Blüten und “Snowcloud“ weiße.

Tanacetum balsamita ist größer und hat weiße Blüten mit gelbem Auge, während Tanacetum parthenium  kleiner ist und gelbe oder weiße Blüten hat.

Tanacetum vulgare ist der heimische Rainfarn, eine alte Heil- und Bauerngartenpflanze mit gelben Knopfblüten, eine wirklich dankbare Wildstaude für naturnahe Gärten, die im Juli/Aug. blüht.

 

Telekia speciosa  - Ochsenauge

Dies ist eine anspruchslose, wuchsfreudige Staude, die wegen ihrer schönen großen hellgrünen Blätter und den gelben Strahlenblüten (Juni-August) gepflanzt wird. Sie erreicht eine Größe von 1,5m, kann sonnig bis halbschattig stehen und benötigt einen feuchten, humosen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden.

 

Tellima grandiflora – Falsche Alraunenwurzel

Diese Staude ist ein äußerst robuster Flächenbegrüner, der auch dem Wurzeldruck von Gehölzen standhält und schattige lagen bevorzugt. Der Boden sollte feucht aber durchlässig sein. Sie sät sich stark selbst aus und hat grüngelbliche Blüten im Mai/Juni. Die Pflanze wird bis 40 cm hoch. “Purpurteppich“ hat Blüten mit rosa Rand und Blätter mit violett rotem Hauch.

 

Teucrium x lucidrys – Gamander

Der Gamander ist ein aufrechter immergrüner Halbstrauch mit aromatischem Laub und purpurfarbenen Blüten. Er wird gern von Hummeln besucht.  Er lässt sich gut schneiden und eignet sich deshalb sehr gut als kleine Hecke, die man wie Buchsbaum verwenden kann, um Kräuterbeete und Ähnliches zu umrahmen. Er wird bis zu 30 cm hoch und blüht von Juli bis August.

Der Standort sollte sonnig gewählt werden, auf durchlässigem Boden, der nicht besonders feucht oder nährstoffreich sein muss.

 

Thalictrum – Wiesenraute

Hier gibt es eine Reihe schöner und vor allem trotz ihrer Größe zart und grazil anmutender Stauden, die sich besonders für lebhafte Bauerngartengestaltung eignen. Sie wollen humosen nahrhaften und feuchten Boden, der durchlässig sein sollte und gedeihen in voller Sonne, aber fast noch besser im Halbschatten.

Thalictrum aquilegifolium – Akeleiblättrige Wiesenraute

Sie wächst aufrecht, buschig und hat Blüten in Pastelltönen in flockigen Doldenrispen (von violett über altrosa bis weiß). Sie blüht im Mai/Juli, wird 1m hoch und zieht früh ein.“Thundercloud“ blüht dunkelviolett, um auch im Spätsommer noch ein filigranes Netz aus zarten Blättern und Blüten zu erhalten, nach dem T. aquilegifolium bereits eingezogen ist lässt sie sich mit der T. delavayi (Chinesische Wiesenraute) “Hewitts Doubble“ kombinieren, die mit langlebigen malvenfarbenen Blüten aufwarten kann und sogar eine Höhe von 1,5m erreicht. “Album“ hat weiß überschäumende Blütenstände.

Thalictrum dipterocarpum ist ein sehr zartes und hohes Riesenschleierkraut, bis 2m, welches Halt benötigt. Es blüht in den Farben violettrosa und blaurosa.

Thalictrum flavum ssp. glaucum – Gelbe Wiesenraute

Sie hat bläulich-grünes zartes Blattwerk und Dolden winziger gelber Blüten, alles in allem wirkt sie ähnlich der T. aquilegifolium , und sollte ihre Luftigkeit und Zartheit gut zur Geltung kommen lassen. Sie wird etwa 2m hoch, “Album“ etwas höher und hat weiße Blüten. T.flavum hat duftende weiße und gelbe Blüten.

Thalictrum minus “Adiantifolium“ wird nur 40cm hoch, hat Blätter, die denen des Frauenhaarfarns ähneln und gelblichgrüne Blüten (Juni/Juli).

Thalictrum rochebruneanum hat weiße oder lavendelrosa Blüten.

 

Thymus – Thymian (siehe Kräuter)

 

Tiarella cordifolia – Schaumblüte

Die zu den Steinbrechgewächsen zählende Staude wird 20 cm hoch, bevorzugt Halbschatten bis Schatten und feuchten, nahrhaften aber durchlässigen Boden. Sie bildet Ausläufer und dadurch Blütenteppiche in Weiß über hellgrünem Laub. Der Boden muss dazu locker humos sein. Blütezeit ist Mai/Juni. Ihre Blätter erinnern an Heuchera.“Martha Oliver“ hat weiße Blüten mit kastanienbrauner Zeichnung. Tiarella wherryi wächst horstartig, ist etwas kompakter und blüht weißlichrosa. “Bronze Beauty“ hat den Kontrast zwischen weißen Blüten und tief bronzeroten Blättern.

 

Tradescantia – Dreimasterblume

Hier gibt’s zahlreiche Sorten unter den Andersoniana – Hybriden. “Gisela“ bildet schilfblättrige Horste und blüht weiß( Juli-Sept.). Wie die anderen auch wird sie um 50 cm hoch und kann sonnig oder halbschattig gepflanzt werden. Der Boden sollte feucht und durchlässig sein, ist er zu nährstoffreich werden mehr Blätter als Blüten gebildet. Typisch ist, dass die Einzelblüten je nur drei Kronblätter haben.“I.C. Weguelin“ blüht himmelblau, “Karminglut“ leuchtend karminrot, “Zwanenburg Blue“ hat große dunkelblaue Blüten. “Osprey“ ist blass violettrosa, “Isis“ dunkelblau, “Iris Pritchard“ blassblau, “Purewell Giant“ hat große violette bis rosenrote Blüten und ist vom Wuchs her gedrungener.

 

Tricyrtis formosa – Krötenlilie

Diese Pflanze gehört zu den Besonderheiten und daher gebührt ihr ein Platz in der ersten Reihe. Die Blüten wirken wie die einer Orchidee, sechs offene Kronblätter (violette Punkte auf weißem Grund) umschließen eine aufrechte fleischige Mitte. Trotz des exotisch anmutenden Auftretens sind sie pflegeleicht, humoser, feuchter und nährstoffreicher, kalkarmer Boden lässt sie zu schönen Gruppen heranwachsen. Sie möchten im Voll- bis Teilschatten stehen und vor Schneckenfraß geschützt werden. Sie blühen im Spätsommer.

Tricyrtis hirta wird nur 50 cm hoch, die Blüte jedoch scheint zum Verwechseln ähnlich.“Alba“ hat grün behauchte weiße Blüten mit rosa Mitte, “Miyazaki“ weiße Blüten mit fliedervioletten Flecken und Tricyrtis marcrantha hat tief gelbe Blüten mit rotbraunen Flecken.

http://commons.wikimedia.org/wiki/Tricyrtis_hirta?uselang=de

Ihren etwas abstoßend wirkenden deutschen Namen hat die Pflanze wirklich nicht verdient. Exotisch und eigenwillig wirkt sie, mit einer farbenprächtigen Blütenmusterung und dekorativem Laub, aber keinesfalls plump und schwerfällig wie eine Kröte. Allenfalls die Vorliebe für feuchte Standorte könnte es sein, die diese Pflanze mit ihrem 'tierischen Namensgeber' verbindet. Besonders im Sommer sollte der Boden nicht austrocknen.

 

Trillium – Dreiblatt / Waldlilie (siehe Frühblüher)

 

Trollius chinensis “Golden Queen“ – Trollblume

Sie hat große goldorangegelbe Blüten an langen dünnen Sprossen und wird bis 90 cm hoch. Sonne bis Teilschatten sind ihr angenehm und sie bevorzugt feuchten bis nassen nahrhaften Boden, sie eignen sich für Teichränder und Bachläufe.

Trollius x cultorum beginnt den gelben Reigen im zeitigen Frühjahr mit der “Earliest of All“, ihr folgen “Feuertroll“ in orangegelb, “Alabaster“ in primelgelb und “Lemon Queen“ mit zitronengelben Blüten.

Trollius europaeus “Superbus“ blüht hellgelb(Mai/Juni) und wird 60 cm hoch. “Goldquelle“(gelb) und “Orange Globe“( kräftiges Orange)sind schöne Hybriden.

 

Uvularia grandiflora – Hängeglocke / Trauerglocke

Eine weitere Schattenstaude für waldige Gartenbereiche, die dem Salomonsiegel ähnelt, aber zitronengelbe schlanke hängende Glöckchen trägt. Sie wird  um 50 cm hoch und blüht im Mai/Juni, der Boden sollte feucht humos und durchlässig sein, sowie fruchtbar. Der Neuaustrieb im Frühjahr wird oft von den Schecken heimgesucht.

 

Valeriana – Baldrian (siehe Kräuter)

 

Vancouveria hexandra (Zwergelfenblume) ist eine dem Epimedium ähnliche Schattenstaude, die sich für Waldgärten eignet, aber etwas empfindlich ist. Sie hat hellgrünes, feingliedriges Laub und weiße Blüten. Sie braucht feuchten, nährstoffreichen, aber durchlässigen Boden. Sie wird bis 40 cm hoch und blüht im Juni/Juli. V. chrysantha ist kleiner und neigt zum Wuchern, sie hat glänzende, ledrige, dunkelgrüne Blätter und gelbe Blüten.

 

Veranum nigrum – Schwarzer Germer

Er wird zwischen 60cm und gut 1,2m hoch, hat eine dichte Rosette von langen Blättern aus denen sich eine hohe Blütenrispe mit kleinen dunkelrotbraunen Blüten erhebt. Die Blüten riechen sehr unangenehm. Veratum album hat grünweiße Blüten. Sie benötigen einen geschützten Platz im Halbschatten auf nährstoffreichem, feuchtem, humosem aber durchlässigem Boden. Sie sind hochgiftig und blühen das erste Mal nach 5-6Jahren, wenn man sie durch Aussaat zieht. Veratum viride hat gelblichgrüne Blüten und wird noch höher.

 

Verbascum – Königskerze

Alle Königskerzen kommen mit durchschnittlichem magerem und relativ trockenem Boden aus, vertragen keine Staunässe und lieben Sonne.

Verbascum bombyciferum hat wollige Blätter, die silber-weiß erscheinen. Die Kerzen (Blüten) sind schwefelgelb, sie will volle Sonne und wird bis 1,6m hoch. Sie ist zweijährig, sät sich selbst aus. Blütezeit: Juni – August.

Die Hybride “Pink Domino“ hat rosa Blüten, “Album“ hat weiße(V. chaixii). Bei Verbascum nigrum sind die Blattoberseiten kräftig grün, die Blüten gelb, sie ist ausdauernd und wird rund 1m hoch und blüht von Juni – August.

Verbascum  olympicum – Kandelaber-Königskerze

Sie hat graugrüne Blattrosetten und riesige verzweigte Blütenrispen in Gelb. Sie wird bis 2m hoch.


 

Vernonia crinta

Eine hoch aufrecht wachsende Staude, die dem Wasserdost ähnlich ist und violette Blüten in lockeren Dolden trägt. Sie bevorzugt Sonne und wird bis 1,8m hoch, ihre Blüten erscheinen im Sept./Okt. Die Veronie möchte fruchtbaren und feuchten humosen Boden, gern auch in Wassernähe.

Vernonia noveboracensis – Uferscheinaster

Sie erreicht eine imposante Höhe von rund 2m und ist daher ideal als Hintergrundbepflanzung. Sie hat lange schmale olivgrüne Blätter und flaumige Blütenköpfe aus kräftig rotvioletten oder weißen Röhrenblüten. An ungeschützten windigen Standorten ist eine Stütze für die zwar kräftigen, aber dennoch zart anmutenden Triebe von Vorteil. Sie sät sich leicht selbst aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinastern

 

Veronica – Ehrenpreis

Alle Veronika –Arten bevorzugen einen sonnigen Standort, der Boden sollte durchschnittlich sein, nicht allzu trocken und humos und durchlässig. Die Vielfalt ist enorm.

Veronica austriaca ssp. teucrium “Knallblau“ wächst buschig aufrecht und wird bis zu 25 cm hoch und blüht im Mai/Juni in  leuchtendem Dunkelblau

Veronica austriaca ssp. teucrium “ Shirley Blue“ hat himmelblaue Blüten.

Veronica gentianoides wächst locker aufrecht bis zu 30 hoch und hat rein hellblaue Blüten, die ebenfalls im Mai/Juni erscheinen.

Veronica longifolia (= Pseudolysimachion longifolium) “Blauriesin“ wird als langblättriger Ehrenpreis bezeichnet und wächst buschig bis in eine Höhe von 70 cm, er hat sehr schlanke Blütenkerzen in leuchtendem Blau. Er blüht von Juli bis Aug.

Veronica longifolia “Schneeriesin“ blüht weiß und wird sogar 80 cm hoch.

Veronica prostrata heißt der niederligende Ehrenpreis und er wird nur 10cm hoch und bildet von blauen Blüten übersäte Polster im Mai/Juni.

Veronica spicata “Blaufuchs“ wächst horstartig und hat aufrechte schlanke blaue Blütenkerzen, er wird rund 30 cm hoch und blüht im Juli/Aug.

Veronica spicata “Heidekind“ blüht weinrot.

Veronica spicata “Rotfuchs“ blüht blaurosa.

Veronica spicata ssp. incana verbreitet sich durch Ausläufer und hat silbriggraue Blätter, die schöne Teppiche bilden auf mageren und durchlässigen Böden. Sie werden 30 cm hoch und blühen im Juni/Juli in dunkelblau.

Veronica virginica (=Veronicastrum virginicum) – Riesenehrenpreis

Er macht mit einer Höhe von bis 1,6m seinem Namen alle Ehre und ragt mit seinen schlanken blauen Blütenkerzen über die Rabatte. Seine Blüten erscheinen im Juli/Aug. Seine Sorten “Alba“ (weiß) und “Rosea“ (rosa) bleiben im Wuchs etwas kleiner, etwa bei 1,2m, stehen ihm aber sonst in nichts nach.

 

Viola – Veilchen (siehe Frühblüher)

 

Waldsteinia geoides ist die Golderdbeere ein sommergrüner Bodendecker mit gelben Blüten(im April/Mai) und ideal für jeden durchschnittlichen, durchlässigen Boden in Sonne wie Schatten. Sie ähnelt etwas dem Fingerkraut und wird 25 cm hoch.

Waldsteinia ternata – Teppichgolderdbeere / Ungarwurz

Sie wächst nur 10 cm hoch, blüht gelb im April Mai und ist ein wertvoller Bodendecker, der waldähnliche Bedingungen mag, dazu gehört mäßig fruchtbarer und gut drainierter Boden. Staunasse schwere Ton- und Lehmböden sollten gemieden werden. Wenn die Pflanze sich wohl fühlt neigt sie zum Wuchern.

 

Yucca filamentosa – Palmlilie

Sie hat graugrüne steife Blattrosetten, aus denen im Juli/Aug. große Rispen mit weißen Glockenblüten treiben. Sie ist eine strukturstarke Solitärpflanze und wird bis 1,5m hoch, bevorzugt volle Sonne und gut drainierten humosen Boden mit durchschnittlichem Nährstoffangebot.