Stauden - Teil 3 D / E

Darmera peltata – Schildblatt

Diese staude gehört zu den Steinbrechgewächsen und wird bis zu 1m hoch, mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt feuchten  nahrhaften Boden. Sie breitet sich nur langsam aus und bildet einen Horst aus bis zu 45cm großen Blättern (dunkelgrün), die sich im Herbst rot verfärben. Die Blätter sind schildförmig. Sie eignet sich für die Pflanzung im Uferbereich, da sie feuchten Boden bevorzugt und mit ihren flachen Wurzeln vor Erosion schützt. Bevor das neue Laub treibt erscheinen ihre zartrosa Blütenstände, die denen der Schafgarbe ähneln.

 

Delphinium – Rittersporn

Aus keinem bauerngarten wegzudenken sind diese schönen großen Stauden, deren Vielfalt noch von Jahr zu Jahr wächst. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Gruppen. Die Belladonna –Hybriden, Elatum – Hybriden und die Pacific – Hybriden. Sie alle blühen den Sommer über, frühe schon ab Juni und späte Sorten bis in den Oktober hinein, da sie nach Rückschnitt auch remontieren. Der Standort sollte sonnig sein und der Boden nicht zu trocken, humos, nährstoffreich und durchlässig. Beim Austrieb sollte man auf Schneckenbefall achten und sie sollten frei stehen ohne starke Konkurrenz, so entwickeln sie sich am besten. Die Farben, der meist hohen Blütenstände variieren in allen Blau-Violett-Tönen, weiß und rosa. Die kleineren Sorten sind etwa um einen Meter hoch, während große gut das Doppelte erreichen. In der Wikipedia hat man sich größte Mühe gegeben all die Arten und Sorten aufzulisten und auch zahlreiche Fotos eingefügt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rittersporne

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Delphinium?uselang=de

 

Dendranthema – Margerite/ Chrysantheme

Diesem Thema wenden wir uns aufgrund der riesigen Vielfalt später gesondert zu. Pflegetipps für Margeriten finden sie unter Züchtungen, bei unserer Sorte “Goldrausch“.

 

Dianthus – Nelken

Auch sie gehören in jeden Bauerngarten und sind aufgrund ihrer Vielfalt und der Farben und dem Duft besonders beliebt. Es gibt zwei- und mehrjährige Arten und sie alle bevorzugen Sonne und einen durchlässigen, auf keinen Fall staunassen Boden. Ihre Blütezeit erstreckt sich über den kompletten Sommer.

 

Dianthus arenarius (Sandnelke) ist typisch für Steingärten, hat feingeschlitztes Laub und weiße Blüten und bildet lockere Polster, die nicht höher als 15 cm werden, ein Heidebewohner für magere Böden.

Dianthus  carthusianorum (Karthäuser-Nelke) bildet lockere rasenartige Flächen, duftet und hat purpurne Blüten. Sie ist auf Trockenrasenflächen heimisch. Auf dem Naturschutzgebiet Pimpinellenberg in Oderberg kann man sich ein genaues Bild über Trockenrasenflächen machen und zudem einen schönen Ausblick genießen.

 http://www.nabu-barnim.de/pages/posts/erwerb-des-pimpinellenberges13.php

 

Dianthus deltoides –Heidenelke

Sie wächst in lockeren Polstern auf mageren Böden in sonniger Lage. Bekannte Sorten sind “Alba“(weiß), “Brilliant“(dunkelrot), “Leuchtfunk“(dunkellaubig und scharlachrot blühend).

Dianthus gratianopolitanus –syn. Dianthus caesius –Pfingstnelke

Sie wächst in voller Sonne, rasenartig und hat blaugrünes Laub und rosa Blüten. Von ihr sind zahlreiche Hybriden erhältlich, die auch mit etwas feuchteren und schwereren Böden zurechtkommen, als die Art. Sie blühen in verschiedenen Rosa- und Rot-Nuancen und werden bis max. 20cm hoch.

 

Dianthus petraeus ssp. noeanus – Igelnelke

Dichte feste Polster bildend wächst sie auf selbst auf trockensten und ärmsten Böden in sonnigster Lage. Ihre Blätter sind grün, steif und stechend, ihre Blüten weiß, duftend und fein eingeschnitten. Sie wird bis 20 cm hoch und eignet sich für alpine Gartengestaltung.

http://www.alpine-peters.de/

 

Dianthus plumarius – Federnelke

Eine uralte und beliebte Art, die rasenartige Polster bildet aus blaugrünem Laub übersät mit federartid geschlitzten, stark duftenden Blüten. Es gibt von ihr zahlreiche Hybriden. Sie variieren zwische gefüllt und ungefüllt, ein- und zweifarbig und sind meist rot, rosa oder weiß.

Dianthus chinensis (Chinanelke)wird als zweijährige Topfpflanze angeboten, ebenso wie Dianthus barbarthus (Bartnelke). Beide vertragen normalen humosen Gartenboden mit mittlerer Düngung, er sollte nicht zu nass sein, aber auch nicht völlig austrocknen. Dianthus caryophyllus wird vorwiegend als Schnittblume gehandelt und ist in unseren Breiten oft nicht ausreichend frosthart.

 

Dicentra  - Herzblume

Am bekanntesten ist Dicentra spectabilis, das Tränende Herz. Es wird etwa  80 cm hoch, kann sonnig bis schattig stehen und bevorzugt normal feuchten Gartenboden, nahrhaft, humos und durchlässig. Sie ist eine uralte Bauerngartenstaude und trägt an bogig hängenden Trieben rosarote Herzchen-Blüten mit weißer “Träne“. Die reinweiße Form (“Alba“) ist empfindlicher, braucht reifen Boden und einen Schattenplatz sowie in rauen Lagen Winterschutz. Nach der Blüte im Hochsommer zieht die Pflanze bereits ein.

Dicentra eximia (Zwergherzblume)und Dicentra formosa haben farnartiges Laub und sind dichte Flächen bildende Dauerblüher für Schattenlagen, allerdings selten im Handel, aber in vielen alten Gärten zuhause, also fragen Sie ihren Nachbarn, denn sie lassen sich fast das ganze Jahr über problemlos verpflanzen und ziehen erst zum Winter hin ein.

 

Dictamus albus (Dictamus fraxinella) – Diptam / Brennender Busch

Er gehört zu den geschützten einheimischen Pflanzen, er duftet zitronig, mag lockere und fruchtbare  Böden und Sonne. Er blüht in weiß oder rosa. Seine Blätter sind eschenartig gefiedert und er wächst buschig aufrecht. Man sollte ihn nur mit Handschuhen anfassen, denn die enthaltenen Furanocumarine verursachen zusammen mit dem Sonnenlicht “Brandblasen“, die schwer abheilen.

 

Digitalis purpurea – Fingerhut

Die meisten Fingerhüte sind zweijährig, einige jedoch auch staudig. Sie gedeihen an schattigen Plätzen und in waldartigen Bereichen auf humosem, feuchtem fruchtbarem Boden. Sie blühen ab dem späten Frühjahr und sind giftig.

Die Blüten sind bläulich rosa mit dunklen Flecken, bei der Sorte “Alba“weiß. Digitalis ferruginea  hat rostfarbige-gelblich braune schlanke Blütenstände, während Digitalis grandiflora (D. ambigua) als Wildstaude ausdauernd wächst und mit größen blassgelben Blüten überzeugt, die braun gezeichnet sind. Digitalis lutea –der Gelbe Fingerhut ist eine langlebige Wildstaude.

 

Dodecantheon media – Götterblume

Sie ähnelt in der Blüte den Alpenveilchen, trägt aber mehrere Blüten an einem Stiel, der sich über die blassgrüne Blattrosette erhebt. Sie blüht in dunklem oder hellem Rosa oder in weiß im Juni/Juli. Sie bevorzugt lichten Schatten. Sie benötigt nährstoffreichen, feuchten, aber gut drainierten Boden und wird etwa 30 cm hoch.

 

Doronicum orientale – Gemswurz

Eine klassische Frühlingsstaude, die margeritenähnliche gelbe Blüten trägt. Sie benötigt feuchten, aber durchlässigen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. “Gerhard“(zitronengelb), “Frühlingspracht“ (gefüllt), “Little Leo“(kompakt, halbgefüllt). Sie blüht von April bis Juni.

Echinacea purpurea  -Roter Sonnenhut

Die Echinacea locken wie kaum eine andere Staude Schmetterlinge und Insekten in den Garten. Da sie allerdings sehr spät austreiben, sollte man sie im Beet markieren oder ihre Samenstände über Winter stehen lassen. Sie bevorzugen Sonne und werden bis zu 1m hoch. Ihre meist rosaviolettfarbenen Blüten wirken besonders auch durch die orange bis goldbraunen Kegel in der Mitte. Sie blühen von Juli bis September und sind charakteristisch für den Spätsommer im Bauerngarten. Sie benötigt gut drainierten Boden, der etwas feucht und nahrhaft sein sollte.“Alba“blüht weiß, “Magnus“hat besonders große rosa Blüten, “Doppeldecker“ blüht gefüllt rosa, “White Lustre“ hat cremeweiße Blüten. Ziemlich neu und seltener sind hellgelbe und orangefarbene Blüten.

 

Echinops bannaticus – Kugeldistel

Eine sehr bekannte und dem Bauerngarten Struktur verleihende anspruchslose Großstaude. Die Blüten sind kugelförmig und leuchtend blau, bis zu 5cm im Durchmesser. Sie erscheinen ab Juli. Die Blüten sitzen hoch über den behaarten, gezähnten graugrünen Blättern. Sie bevorzugt Sonne und trockenen durchlässigen Boden, wenn sie sich wohl fühlt bildet sie beachtliche Gruppen und wird bis 1,5m hoch.“Taplow Blue“ (violettblau), “Blue Globe“(stahlblau).

Echinops ritro ist etwas kleiner und sie remontiert sehr gut bei Schnitt. “Veitch´s Blue“ ist intensiv stahlblau. Echinops sparerocephalus “Arctic Glow“ blüht weiß und ist wie alle anderen Kugeldisteln auch ein Insektenmagnet.

 

Epilobium angustifolium – Weidenröschen

Sehr schöne einheimische Staude, die sehr zum Wuchern neigt und sich auch durch Aussaat schnell verbreitet, für Wildgärten und Bachläufe. Sie hat weidenähnliche Blätter und pupurrosa Blüten in aufrechten Ähren. “Album“hat graues Laubmit schneeweißen Blüten und breitet sich nicht so stark aus.

 

Epimedium – Elfenblume

Eine Artenreiche Gruppe teils bodendeckender oder horstig wachsender Stauden mit herzförmigen Blättern und orchideenähnlichen kleinen Blüten.

Sie bevorzugen nährstoffreiche waldige Böden und lichten Schatten bis Schatten am Gehölzrand. Der Boden sollte gut feucht aber durchlässig sein und das fast immergrüne Laub sollte man im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.

http://www.herrenkampergaerten.de/Stauden/epimedium.html

 

Eremurus robustus – Steppenkerze

Den meisten sind die hohen Trauben mit ihren zahlreichen kleinen blass-rosa Einzelblüten aus dem Schnittblumenangebot bekannt, zunehmend jedoch erobern sie unsere Gärten. Sie sind recht anspruchsvoll, benötigen nährstoffreichen durchlässigen Boden und einen geschützten, warmen Platz, am besten in Nähe einer Hauswand (Südseite), volle Sonne und keine starke Wurzelkonkurrenz sind ihnen wichtig. Sie kann bis 2m hoch werden. Niedrigere Formen sind Eremurus stenophyllus syn. Eremurus bungei (gelb, grasartiges bläuliches Laub-häufigste Art), Eremurus himalaicus (weiß).

 

Erigeron –Hybriden – Feinstrahlaster

Asterähnliche Staude, bis 60cm hoch, blüht ab Juni bis in den Herbst, hat sehr feinstrahlige Blütenblätter(lila, rosa, violettblau und weiß). Sie bevorzugen leicht feuchten Boden, durchlässig und nahrhaft, sowie Halbschatten. Bei sonnigem Standort sind zusätzliche Wassergaben nötig. Um die Wüchsigkeit der Pflanze zu erhalten sollte man sie alle drei Jahre etwa teilen.

 

Eriophyllum lanatum – Wüstengoldaster

Eine Staude für trockene Sand- und Schotterböden, gefiederte, locker behaarte graugrüne Blätter und gelbe ,margeritenähnliche Blüten. Blüht von Juni-Aug. und wird 30cm hoch und polsterförmig.

 

Eryngium – Edeldistel

Es gibt sie in zahlreichen Blau- und Silbertönen. Sie bevorzugen volle Sonne und in kühleren Regionen einen warmen, geschützten Platz, eventuell Winterschutz. Der Boden sollte mager und vorallem durchlässig sein. Eryngium alpinum hat filigrane blausilberne Blüten, Eryginum burgatii hat silbriggraue, Eryginum gigantheum ist zweijährig sät sich aber selbst aus und blüht bläulichweiß. Eryginum planum ist hoch (90cm) und blüht stahlblau, “Blauer Zwerg“ wird nur 60cm hoch und E. x tripartitum hat dunkelstahlblaue kleine Blüten. Sie finden vielfach als Schnittblumen Verwendung.

 

Erysimum – Schöterich / Goldlack

Zweijährige Staude oft mit schönem Duft. Er benötigt leichten durchlässigen Boden und Sonne. Es gibt zahlreiche Sorten von weiß über gelb-orange, rot, violett und malvenfarben. Die Blätter sind schmal, grün, manchmal leicht grau behaart.

 

Euphorbia - Wolfsmilch

Eine arten- und sorteneiche Staudengruppe, die Sonne bis Schatten bevölkert je nach Sorte.

Die meisten Arten sind stark giftig.

E. amygdaloides “Purpurea“-braunpurpurnes Laub, Sommer grünoliv, Winter rötlich werdend, gelbgrüne Blüten ab April, bis 40cm hoch

E. amygdaloides var. robbiae – Blätter glänzend grün, Blüten grünlich(April), Ausläufer, Selbstaussaat

E. characias “Black Pearl“ – dicht beblättert, bis 1m hoch, grünlichgelbe Blüten mit schwarzem Mittelfleck, Winterschutz!

E. characias ssp. wulfenii –Mittelmeerwolfsmilch, Höhe bis 1,2m, Blätter weidenähnlich, graugrün, Blüten gelbgrün, Winterschutz!

E. cyparissias-Zypressenwolfsmilch, nadelartiges Laub, Ausläufer bildend, gelbgrüne Blüten ab Mai, 25cm hoch,“ Rubra“ist braunrotlaubig im Herbst orangerot

E. dulcis “Chameleon“-Austrieb weinrot leuchtend, Sommer kupfergrün, Herbst scharlach bis orangegelb, 50cm

E. griffithii “Fireglow“(80cm, Ausläufer bildend, weidenähnliche mattgrüne Blätter im Herbst braunorange werdend, Blüten ab Mai-orangerot)“Fireglow Dark Form“( halbschattig, 80cm, insgesamt dunkler, auch stark Ausläufer bildend)

E. myrsinites – Walzenwolfsmilch-niederliegende, graugrüne fleischige walzenförmige beblätterte Ranken, grüngelbe Blüten

E. polychroma – Goldwolfsmilch-buschig, viel verzweigt, blütenähnliche Hochblätter in leuchtendem Gelb, bis 40 cm, “Purpurea“-Stiele und Laub rötlich

… es gibt weit mehr Arten und Sorten von denen wir die ein oder andere je nach Angebot für Sie vor Ort haben werden.

 http://www.gartendatenbank.de/wiki/euphorbia-1_infos_wolfsmilch_Euphorbien

 

 

Echium pininana –Riesen-Natternkopf

Heimische Wildpflanze auf den Kanaren, aufrecht, steif borstig behaart, azurblaue Blüten, zweijährig. Sie kann bis 4m hoch werden und stirbt ab nachdem sie geblüht hat. Sie bevorzugt durchlässigen fruchtbaren Boden und Sonne, ist bei starken Frösten gefärdet. Sie hat einen pyramidalen Blütenstand. Bei uns heimisch: Echium vulgare.

 

Wikipediabeitrag