Schwarze Punkte im Ahorn-Herbstlaub

Ahorn Runzelschorf, Teerflecken (Rhytisma punctatum/Rhytisma acerinum)
Kleine schwarze Punkte in rundlicher Anordnung auf dem Blatt. Behandlung nicht notwendig. Kommt selten und nur beim Bergahorn vor, bei der zweiten Form schützt ebenfalls eine Laubentsorgung vor Neubefall, hier sind die Flecken größer)

2010 - dieses Jahr wieder besonders schlimm - der Schneeballblattkäfer

Durchlöcherter Schneeball

 

Als Verursacher kann hier der Schneeballblattkäfer genannt werden, dessen Larven im Frühjahr Schaden anrichten und die Käfer im August Löcher in die Blätter fressen, anschließend im Sept./Okt. Legt das Weibchen Eier in die Triebspitzen ab (mehrere Eier pro Loch verschmiert mit klebriger Masse). Mechanisch bekämpft man sie indem Man Triebspitzen entfernt und verbrennt, man kann auch mit Calypso von Bayer im Frühjahr gegen den Schädling vorgehen.

Schädlinge und Krankheiten im Garten:

 

Apfelblattlaus, Grüne: an Apfel, Birne und Quitte auftretend, siehe Blattläuse

Apfelblattlaus, Mehlige: Apfelbäume, siehe Blattläuse

Apfelblütenstecher: angefressene Blütenknospen trocknen ein, bis 6mm langer Käfer, Vorbeugen durch Pflege der Rinde und entfernen trockener Knospen (Apfel, Birne, Quitte, Mispel)

Apfelwickler: vom braunen Kot der Larven verstopfte Bohrlöcher an den Früchten, vorzeitiger Fruchtfall, meist nur an Apfel-, selten an Birnen- und Aprikosenbäumen auftretend. Nützlingen Unterschlupf gewähren: Fledermäuse fressen diesen Nachtfalter, Meisen und Spechte seine Larven, Ohrwürmer die Eier, Fallobst sammeln, Baumrinde pflegen

Asseln: ernähren sich vorwiegend von totem Getier und Pflanzenresten und sind keine Gefahr für den Garten

Asternwelke: schwarze Stiele, welken, rötlich-gelbe Sporenlager, besteht aus Fusarium-Welke und Fusarium-Fuß-Stengelkrankheit, befallene Pflanzen sofort verbrennen.

Bakterienbrand: Flecken mit durchscheinenden Rändern, werden braun, fallen aus, ganze Blätter und Triebe sterben so ab, eingesunkene Flecken auf Früchten, Blüten vertrocknen, rinde platzt: Gummifluß-Harz, Pseudonomas-Bakterien sind Auslöser, besonders für Jungpflanzen gefährlich, Steinobst (Kirsche, Pfirsich, Pflaumen). Zurückhaltend schneiden, nicht zuviel N (Stickstoff) düngen, Werkzeuge desinfizieren, betroffene Pflanzenteile entfernen-verbrennen, Wunden verschließen.

Birnengitterrost: Blattoberseite gelbrote Flecken mit klebrigen Tropfen, unterseits höckerartige braune Zäpfchen, Flecken werden großflächiger über Sommer, ein wirtswechselnder Rostpilz ist verantwortlich, je näher die Wirte einander sind desto stärker der Befall. Birne(Sommer) und Wacholder (Winter) sind betroffen, die Sporen legen große Entfernungen im Wind zurück. Möglichst Verbindung der Wirte unterbrechen, weniger anfällige Sorten pflanzen, ab Ende April Birnen mehrmals mit Fungizid (z. Bsp. Neudo-vital) spritzen.

Blattälchen: siehe Nematoden

Blattfallkrankheit: braune Punkte auf den Blätter, Einrollen und Abfallen derselben, Pilzerkrankung vor allem in regenreichen Jahren, an Johannisbeeren und Stachelbeeren. Im Sommer schon kahle Pflanzen, Laub einsammeln, da darauf der Pilz überwintert. Kupfermittel spritzen.

Blattfleckenkrankheit an Sellerie: gelbe Punkte auf den Blättern, die größer oder grau / braun werden, später welken ganze Blätter, begünstigt durch Pflanzenengstand und regenreiche Sommer, Pilzkrankheit – kleine Knollen, (ähnliche Krankheiten gibt es bei: Tomaten, Petersilie, Margeriten, Chrysanthemen), befallene Blätter sofort entfernen, zur Not mit Kupferspritzmittel spritzen

Blattfleckenkrankheit, Eckige: wäßrige durchscheinende durch die Blattadern begrenzte Flecken, bald graubraun werdend und vertrocknend, bei Feuchtigkeit Schleimtröpfen an der Blattunterseite, sie wird durch Bakterien verursacht, schnelle Ausbreitung bei um 25°C und hoher Luftfeuchte – tritt bei Gurken auf, oft durch schlechtes Saatgut oder weil im Boden überdauert, kranke Pflanzen vernichten, bei älteren Kupferspritzungen

Blattläuse: Das Schadbild zeigt sich durch eingerollte, deformierte verkrüppelte Blätter und Triebe und die Absonderung von Honigtau(Blattoberseite), die Ameisen anlockt, oft sind auch Blüten und Früchte verkrüppelt ausgebildet. Die Blattläuse verstecken sich oft auf den Blattunterseiten. Auf dem Honigtau siedeln sich Rußtau-Pilze an, es können Virosen übertragen werden, Blattläuse schädigen durch das Anstechen der Pflanzenteile und das Saugen der Zellsäfte. Ihr leicht giftiger Speichel stört den Kreislauf innerhalb des Blattes und es kommt zum Vergilben und Absterben. Blattläuse kommen fast überall vor. Blattläuse sind Schwächeparasiten und greifen immer dort zuerst an, wo eine Pflanze nicht optimal versorgt ist. Ein Stammanstrich im Herbst hindert Läuse ihre Verstecke aufzusuchen, verschiedene Spritzbrühen aus Kräutern helfen, Abschneiden und vernichten stark befallener Triebe, regelmäßige Kontrollen, unterstützen sie natürliche Feinde wie: Florfliegen und ihre Larven, Laufkäfer, Marienkäfer, Ohrwürmer, Spinnen, Vögel und viele mehr.

Wenn gar nichts mehr hilft greifen sie zu BI58, Pirimor und anderen handelsüblichen Mitteln.

Blattsauger/Blattflöhe: an Apfel- und Birnbäumen, Blütenblätter werden braun und fallen ab, Blätter und Früchte können Schaden nehmen, sie (Apfelblattsauger/Birnblattsauger) legen im zeitigen Frühjahr ihre Eier und die Larven stechen die Knospen an, Honigtauausscheidungen locken Ameisen an. Winterspritzung mit ölhaltigen Brühen, Herbstanstrich der Stämme.

Blutlaus/Schmierlaus: dicker flockiger Belag auf Ästen enthält viele Läuse, beim Zerdrücken Rotfärbung, besonders an Jungtrieben und  Wunden, an den Saugstellen entstehen Wucherungen-sogenannter Krebs. Besonders bei Apfelbäumen, Weißdorn, Rotdorn, Cotoneaster, Zierquitten und Feuerdorn. Vorbeugen durch Stammanstrich, Krebswunden ausschneiden, mit Wachs verschließen, zur Not handelsübliche nützlingsschonende  Mittel  verwenden.

Brennfleckenkrankheit an Bohnen: dunkle Flecken mit rötlichen Rändern auf den Früchten, Pilz, durch feuchtes Wetter begünstigt, Befall beginnt an den Stengeln und geht auf Früchte und Samen über. Besonders bei Buschbohnen, Pilz kann im Boden überwintern. Resistente Sorten anbauen, mit Schachtelhalmbrühe vorbeugend spritzen, Kranke Pflanzen verbrennen - nicht auf den Kompost!

Brennfleckenkrankheit an Erbsen: rundliche Flecken mit hellbraunem Zentrum auf Blätter und Schoten, kann durch Saatgut übertragen werden, Sämlinge gehen ein, größere Pflanzen Befall – Blatt – Schote – Samen. Bekämpfung siehe vorheriger Beitrag.

Brennfleckenkrankheit an Gurken: gelblich wässrige Flecken auf den Blättern, die schnell größer und schwarz-braun werden. Gewebe trocknet und bricht heraus, rosa Pilzsporen, wird durch Pilzsporen im Boden oder infiziertes Saatgut übertragen, Sporen überwintern an Pflanzenresten. Erst sind  Stengel und Blätter dann sind Früchte betroffen. Gurken und Melonen.  Bekämpfung siehe Bohnen.

Brombeermilbe: Gefleckte Früchte in rot-grün-schwarz, bleiben hart und reifen nicht aus, die Milben überwintern an den Knospen, ernähren sich von Blättchen und Blüten und sondern beim Saugen ein Gift ab, was den Reifeprozess behindert, feucht halten, keine Früchte an den Trieben lassen, Rückschnitt nach der Ernte

Dickmaulrüßler, Gefurchter: Käfer hinterlassen Fraßstellen am Blattrand (buchtenförmig), die Larven gehen an junge wie alte Wurzeln und den Wurzelhals, was zum Absterben der Pflanze führen kann. Verschiedene Arten mit Spezialisierung auf bestimmte Pflanzen. Larven sind knapp 1cm lang, weißlich-gelb oder braun und liegen C-förmig im Boden. Besonders gefährdet: Taxus, Rosen, Efeu, Rhododendron, Cotoneaster, Koniferen und Beerenobst, sowie Topfpflanzen. Igel, Spitzmaus und räuberische Nematoden sind die einzigen Feinde. Schwer zu bekämpfen (z. Bsp. Schädlingsfrei Careo). Sie lieben torfhaltigen lockeren Boden, achten Sie daher beim Kauf und dem Setzen von Pflanzen auf Larven und schleppen Sie sie nicht aus Versehen ein.

Drahtwürmer: sie fressen Löcher in Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln und in Wurzeln verschiedenster Pflanzen. Die Pflanzen welken und sterben ab. Sie kommen als Larven von Schnellkäfern besonders auf Wiesen vor, werden diese zu Gartenland umfunktioniert muss man mit dem Auftreten diese Schädlinge rechnen. Sie ähneln Mehlkäferlarven, haben aber drei Parr kurze Beine und sind hellbraun. Halbierte Kartoffeln als Falle eingraben, auf ehemaligem Wiesenland kein Wurzelgemüse im ersten Jahr anbauen, natürliche Feinde: Maulwurf, Igel, Spitzmaus, Laufkäfer, Hühner.

Engerlinge / Maikäfer: angefressene Wurzeln und Blätter, Welke, die Engerlinge werden bis 7cm groß, fressen als Larven die Wurzeln in ihrer Umgebung. Gefährdet sind Jungpflanzen, Salat, Kartoffeln, Rüben, die Maikäfer ernähren sich vom Laub von Roßkastanien, Hainbuchen, Buchen, Ahorn und Eichen. Gemüseflies verhindert die Eiablage im Boden, Absammeln, natürliche Feinde wie bei den Drahtwürmern, Fledermäuse fressen die Käfer.

Erbsenblattlaus, Grüne: Virusübertragung, Krüppelwuchs, betroffen: Leguminosen, siehe Blattläuse

Erbsenblattrandkäfer: Käfer(kl. Rüsselkäfer – etwa einen halben cm groß) fressen bogenförmige Löcher in die Blattränder, die Larven greifen die Wurzeln an, Leguminosen, Erdbeeren und andere Obstarten, Schaden hält sich in Grenzen, Igel, Spitzmaus und Laufkäfer sind nat. Feinde, Pflanzen optimal versorgen, Erbsen und Erdbeeren nicht nah beieinander anbauen.

Erbsenwickler: Erbsen angefressen in der Schote, dazwischen Gespinst und Kot, wenns feucht ist Schimmelbildung, Nachtfalter legt Eier in die Schote Larven fressen Erbsen an, auch bei Bohnen möglich, vorbeugen durch Gemüsevlies, Pyrethrummittel einsetzen

Erdbeer-Ählchen: Blätter sind gekräuselt und verformt, Nematodenart, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist und im Herz der Pflanze lebt, siehe Nematoden

Erdbeerblütenstecher: angenagte, abgekippte Blütenstiele, verdorrende Knospen, Rüssel-Käfer legt Eier in der Blüte ab, Blüte fällt später zu Boden und ernährt die in ihr befindlichen Larven. (Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren), welkende Knospen entfernen, Mulchen, direkte Bekämpfung ist nicht nötig.

Erdbeermilben: gekräuselte, krüppelige Blätter, gehemmtes Wachstum, Erdbeeren werden braun, reifen nicht aus, winzige Milben sitzen im Herz der Pflanze, beim Saugen abgegebene Giftstoffe verursachen die Schäden, Mischkultur mit Zwiebeln und Knoblauch empfohlen, Pflanzenstärkungsmittel verwenden, keine Ableger befallener Pflanzen, im Herbst Laub vernichten, Pyrethrum-mittel spritzen, wenn unbedingt nötig.

Erdbeerstengelstecher: schlimmer als der Blütenstecher, ihm fallen ganze Blütenbüschel und Blätter zum Opfer, Eier werden in den Stengeln abgelegt, blaugrüner Rüsselkäfer, Erd-, Brom- und Himbeeren, Bekämpfung siehe Blütenstecher

Erdbeerwurzelrüßler: Käfer frisst Löcher in die Blätter, Larven greifen die Wurzeln an, Pflanze welkt und stirbt, hacken, nach Larven suchen, welkende Pflanzen entfernen, chemische Mittel anwenden kaum möglich- Karenzzeit. Igel, Spitzmaus und Laufkäfer sind nat. Feinde

Erdflöhe: Runde Löcher in Keimblättern, durchlöcherte Jungblätter, kleine Blattkäfer bis 3mm groß und blaugrün glänzend, Kohl und Radieschen sind besonders betroffen, hacken, gießen und mulchen, feuchte Erde vertreiben die Käfer, Stäuben mit  Algenkalk, Gesteinsmehl, notfalls Pyrethrummittel spritzen. Nat. Feinde wie oben.

Eulenraupen/Eulenfalter:  Zerfressene Triebe, abgefressene Wurzeln und Stengel, Pflanzen fallen um und sterben ab, Raupen fressen sich bis ins Innere der Kohlköpfe vor, sie fressen nur nachts und sind die wohl gefährlichsten Raupen im Garten, werden bis 5cm lang, rollen sich bei Gefahr zusammen und sind grün, grau oder braun und träge. Die Nachtfalter (verschiedene Arten – z.Bsp. Saateule werden bis zu 10cm Spannweite erreichen) sie sind spezialisiert auf Feldfrüchte (Möhren, Zwiebeln, Kohl, Salat, Erdbeeren, Kartoffeln, Gurken … ) empfohlen Mischkultur mit Tomaten, Sellerie (Geruch), alles absammeln und entfernen, Bacillus-Thuringiensis-Präparate spritzen, notfalls auch Pyrethrum einsetzen.

Fadenwürmer: siehe Nematoden

Feldmaus: Nageschäden an jungen Gehölzen, Gemüse, Kartoffeln, Erdbeeren, Zwiebeln, Höhlen und Gänge im Rasen und in Wegen, Fraßschäden an Saatgutvorräten. Sie gehört zu den Wühlmäusen und gilt als gefürchtetster Schädling im Ackerbau (1Weibchen kann alle 14Tage 4-12 Junge bekommen). Fallen benutzen, kein Gift! Näheres im Kapitel Wühlmäuse. Als natürliche Feinde gelten Greifvögel, Eulen, Katzen, Füchse, Hunde.

Fettfleckenkrankheit: wässrige Flecken mit gelben Höfen auf den Blättern-Welke-Absterben. Bei Feuchtigkeit bildet sich Bakterienschleim auf den Flecken, wird von Bakterien verursacht, die mit dem Saftfluss der Pflanze in alle Teile transportiert werden, Busch- und Feuerbohnen sind gefährdet, kranke Pflanzen vernichten, früh Kupfermittel spritzen – ein bis 2 Jahre eine befallene Fläche nicht mit Bohnen bepflanzen.

Feuerbrand:     --meldepflichtige Krankheit!!! –

Welke und trockene Triebspitzen, werden braun bis schwarz und bleiben aber am Trieb hängen, verbräunende Triebspitzen neigen sich hakenförmig nach unten, schwarze Blüten und Fruchtschmuck bleiben über winter an den Bäumen hängen, die Bäume sterben ab, bei Weißdorn werden die Blätter gelb und fallen, auf den Zweigen entstehen schleimige Geschwüre. Ursache ist das Bakterium Erwinia amylovora, Übertragung durch Regen, Wind, Insekten und Pollen. Breitet sich schnell aus, den Namen erhielt die Krankheit wegen der verbrannt und verkohlt wirkenden Triebe. Anfällig sind: Birne, Apfel, Quitte, Weißdorn, Rotdorn, Eberesche, Feuerdorn, Zwergmispel und Cotoneaster. Eine Bekämpfung ist nicht möglich. Ein Befall muss unverzüglich dem Pflanzenschutzamt gemeldet werden, meist muss gerodet und vernichtet werden.

Frostspanner, Großer und Kleiner: Blätter und Blüten sind zusammengesponnen oder abgefressen, an Äpfeln, Birnen und seltener Kirschen finden sich flache Aushöhlungen. Sie sind im Gegensatz zu anderen Schmetterlingen von Oktober bis Januar aktiv. Die Eier werden in der Baumrinde abgelegt und im Frühjahr schlüpfen die grünen Raupen, alle Obstbäume, außer Pfirsich und viele Zier- und Laubbäume werden befallen. Vorbeugend sollte man ab Sept. Leimringe an den Stämmen anbringen, bei Befall Bacillus thuringensis – Präparate bei schönem Wetter spritzen. Natürliche Feinde sind Vögel, Raubkäfer, Schlupfwespen und Spinnen.

Fusarium-Welke: Schwarze Flecken auf Trieben und Blättern, weißes oder rosa Pilzgeflecht, Wurzeln werden dunkel und sterben ab, weil Wurzeln und Stengelgrund betroffen sind spricht man auch von der Schwarzfußkrankheit, Pilz kann im Boden oder durch Saatgut übertragen werden. Gefährdet sind Stauden, Einjährige, Gemüse, Obst und besonders häufig tritt diese Welke bei Astern, Gartenwicken, Bohnen und Erbsen auf. Mischkultur und Fruchtfolge können vorbeugen, erkrankte Pflanzen müssen vernichtet werden, der Boden um sie herum bis in 20 cm Tiefe entfernt und entsorgt werden, kein erneuter Anbau gefährdeter Pflanzen auf solchen Flächen.

Fusarium-Fäule bei Knoblauch: plötzlich welkendes Laub, braun bis rosa verfärbte Zehen, Zwiebel geht kaputt, befallene Pflanzen verbrennen, keine Bekämpfung möglich

Gallmilben: Pockenartige Gallen an Blättern oder Knospen, -diese Wucherungen sind keine ernsthafte Bedrohung für die Pflanzen, befallen werden: Birne, Pflaume, Haselnuss, Weinreben, Walnuss, Johannisbeeren. Keine Vorbeugung möglich, kranke Pflanzenteile entfernen und entsorgen, mehr ist nicht nötig.

Gallmücken: eingerollte Blätter, die schwarz werden und abfallen, Gallen an Trieben, die Larven enthalten, es entstehen dadurch Wachstumsstörungen, betroffen sind: Apfel, Birne, Johannisbeere, Him- und Brombeere, Erbse. Vorbeugung/Bekämpfung siehe Gallmilben.

Gespinnstmotten: helle Gespinste, die ganze Äste überziehen können, darunter fressen Raupen Knospen und Blätter-kann bis zu Kahlfraß führen, befallen werden: Apfel, Pflaume, seltener Weißdorn, Schlehe, Kirche, Birne und Quitte. Baumanstrich und Kontrolle helfen, Gespinste herausschneiden und verbrennen, Bacillus thuringiensis-Pärparate sprühen, wenn die Raupen durch die Gespinste noch zu erreichen sind. Vögel und Schlupfwespen helfen.

Wer Schmetterlinge liebt, wird Raupen mögen müssen....

Grauschimmel – Botrytis cinerea: grauer flächiger Schimmelbelag, auf befallenen Stellen, absterbendes Gewebe, rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten, Stiele und Blütenknospen werden bräunlich-schwarz, hängen runter. Der Botrytispilz ist ein Schwächeparasit, der nur verletzte oder nicht optimal entwickelte Pflanzen befällt. Er wird durch Wind und Regen verbreitet und befällt auch Früchte (z. Bsp. Erdbeeren). Krustenartige Pilzdauerkörper (Sklerotien) bilden sich auf abgestorbenen Pflanzenteilen und überdauern den Winter so. Begünstigt wird er durch feuchtwarmes Wetter und Kulturfehler (zuviel Stickstoff, geringe Pflanzabstände, Licht- und Luftmangel). Anfällig sind fast alle Pflanzen, vor allem Weichblättrige. Pflanzenstärkungsmittel helfen vorbeugen, ebenso wie optiale Düngerversorgung und Standortwahl. Befallene Pflanzenteile sofort entfernen, verbrennen, Spritzung mit: Teldor, Rovral, Botrysan, u.a.

Haselnussbohrer:  kleines rundes Loch in der Nuss – Nuss ist leer, knapp einen cm große graugelbliche Rüsselkäfer sind die Ursache, sie legen im Juni in die noch weichen Nüsse ihre Eier, Larven ernähren sich von der Nuss. Schaden hält sich normalerweise in Grenzen, vorbeugen geht nicht, da der Schaden erst erkennbar wird wenn es zu spät ist. Spitzmäuse, Igel, Vögel und Schlupfwespen zählen zu den natürlichen Feinden.

Himbeerkäfer: abgefressene Blüten und Knospen, Beeren auch, diese werden braun und kümmern. Ab Juni sammeln sich die einen halben cm großen braungrauen Käfer auf den Pflanzen und legen die Eier in die Blüten. Tritt an Himbeeren und Brombeeren auf, Käfer sammeln, vor der blüte mit Pyrethrum spritzen. Spitzmäuse, Igel, Vögel und Schlupfwespen zählen zu den natürlichen Feinden.

Himbeerrutenkrankheit: grauweiße, später braunviolette Flecken an den Trieben, silbrig verfärbte Rinde, die aufplatzt, es ist ein Pilzbefall, Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe lassen die Rinde platzen und den Pilz eindringen, Ruten sterben nach einem Jahr ab. Pflanzen im Halbschatten auf sauren Böden anbauen, Stärkung mit Schachtelhalmbrühe, gleichmäßige Feuchtigkeit gewährleisten, kranke Triebe entfernen und vernichten, Kupfermittel spritzen.

Johannisbeerblasenlaus: Blasen an den Blättern (rot, purpur, gelb), Honigtau und später eventuell Rußtaupilze, Läuse sind gelbgrün und sitzen an den Blattunterseiten, Bekämpfung nicht nötig, da nur nicht schön, aber kaum schädlich, ansonsten siehe Blattläuse.

Johannisbeergallmilbe: knospen scheinen sich zu öffnen, tun es nicht und fallen ab, abgelegte Eier in den Knospen führen zur Gallenbildung, Gefahr von Virusübertragungen! Johannis- und mitunter Stachelbeeren sind betroffen, befallene Knospen vernichten, mit Netz-Schwefel-Mitteln spritzen.

Johannisbeer-Glasflügler: plötzlich welkende Blätter, kleine Löcher in der Rinde, brüchiges Holz. Der zierliche Falter legt seine Eier in der Rinde ab, die Larven fressen sich durchs Holz, überwintern darin und die Falter verlassen im Frühjahr durch ein kleines Loch die Rinde. Johannisbeeren und Stachelbeeren sind betroffen, erkrankte Zweige tief abschneiden und verbrennen, Bekämpfung schwer, da Larven im Holz geschützt.

Johannisbeerrost / Säulenrost: rostbrauner Sporenbelag an der Unterseite der Blätter, diese fallen ab, ganze Triebe können absterben, im Herbst den Wirt wechselnder Pilz ist dafür verantwortlich. Über Winter wechselt der Pilz auf fünfnadelige Kiefernarten (Weymouthskiefer) und kehrt nach 2 Wintern zurück. Sporen können über hundert Meter weit durch den Wind transportiert werden. Schwarze Johannisbeeren werden befallen, nicht zu dicht pflanzen, nicht in die Nähe von Kiefern, mit Schnitt für Durchlüftung sorgen, Blattstärkungsmittel spritzen, im Notfall Kupferpräparate anwenden. Befallenes Laub entfernen und verbrennen nicht auf den Kompost geben.

Johannisbeertrieblaus: zusammengerollte Triebspitzen und gestauchte Triebe, blattunterseits grüne wachsbepuderte Läuse, honigtau und eventuell Rußtau, übermäßige Stickstoffgaben meiden, befallene Teile entfernen, wenn nötig Pyrethrumlösung spritzen.

Kartoffelkäfer: Blattfraß durch Käfer und Larven, bei starkem Befall Kahlfraß. Gelblich mit schwarzen Streifen, der Käfer gilt als verheerendster Schädling unter den Blattkäfern. 1877 aus Amerika eingeschleppt. Überwintert im Boden, frisst sich an jungen Kartoffeln Kraft an und legt bis zu 400 Eier, ab Mai orangerote madenförmige Larven, fressen Kartoffellaub (manchmal auch das von Tomaten). Vorbeugung im Kleingarten-Ablesen von Hand, Larven mit Pyrethrumpuder überstäuben. Laufkäfer und Kröten sind natürliche Feinde.

Kartoffelnematoden: siehe Nematoden

Kartoffelschorf, Gewöhnlicher: braune und rissige Stellen auf der Schale, Fleisch nicht betroffen, Kartoffel kann verformt sein, kommt meist in trockenen und heißen Sommern vor, Ursache ist ein bakterienähnlicher Erreger, der wie ein Pilz ein Geflecht ausbildet und auf sandigen kalkhatigen Böden zuhause ist. Eine Bekämpfung ist nicht nötig, Kartoffeln sollten nicht nach Kohl angebaut werden.

Kirschenblattlaus, Schwarze: Süßkirsche: eingerollte Blätter, sterbende Triebspitzen an Jungbäumen, Läuse an der Blattunterseite, Honigtau, Rußtau, Ameisen. Sauerkirsche: Wachstumshemmung an den Früchten, keine eingerollten Blätter, Läuse sitzen an Blatt- und Fruchtstielen, Honigtau, Rußtau, Ameisen. Bekämpfung siehe Blattläuse.

Kirschfruchtfliege: bräunliche eingesunkene Stellen in der Nähe des Stiels, sieht der Stubenfliege ähnlich ist ca. 5mm groß, sie ist bei mildem Klima von Mai bis Juli unterwegs und legt ihre Eier in unreife Kirschen. Maden verlassen die Kirsche erst, wenn sie abgefallen ist. Gefährdet sind Süßkirschen in warmen Gegenden, man sollte bevorzugt frühe Sorten pflanzen, weils noch kühler ist, wenn sie fruchten, ansonsten Gelbtafeln aufhängen. Natürliche Feinde sind Spinnen, Hühner, Lauf- und Raubkäfer und Schlupfwespen.

Kohlblattlaus, Mehlige: Beulen und Wülste an den Blättern, beschädigte Herzblätter, verfärbte Stellen, blaugrüne Läuse ab April, anfangs oberseits dann auf der Unterseite der Blätter, hauptsächlich auf Rotkohl und Wirsing. Bekämpfung: Absammeln, Entfernen befallener Blätter, Vernichten! Sonst: siehe Blattläuse

Kohldrehherzmücke: unregelmäßiges Wachstum, gedrehte und gekrümmte Blattstiele, Pflanze bildet Seitentriebe statt eines Kopfes, Gallmücken legen ab Mai Eier in die Herzblätter junger Pflanzen, betroffen sind alle Kohlsorten, windige Plätze für den Anbau wählen, Gemüsefliegennetze verwenden, Mischkultur mit Sellerie und Tomaten, Pyrethrummittel spritzen

Kohlerdfloh: siehe Erdfloh

Kohleule: siehe Erdraupen

Kohlfliegen: Welke, blaugraue Blattverfärbungen, Pflanzen lassen sich aus dem Boden ziehen, Maden an den Wurzeln, Fressgänge an den Wurzeln (Radieschen und Rettich), junge Pflanzen können absterben. Kleine und Große Kohlfliege legen die Eier am Wurzelhals ab, ähneln der Stubenfliege, Maden ernähren sich von den Wurzeln, dringen in die Hauptwurzel und bis in den Stengelhals vor, 3 Generationen pro Jahr können sich entwickeln. Betroffen sind: Kohl, Kohlrübe, Senf, Blumenkohl, Rettich u. ä. Es sollte eine Mischkultur mit Tomaten gemacht werden, auf Mist und Kompost verzichten-lockt die Fliegen an, Gemüsefliegennetze nutzen. Erkrankte Pflanzen vernichten, Pyrethrummittel sprühen, natürlichen Feinden wie Ohrwürmern und Laufkäfern Verstecke bieten.

Kohlgallenrüssler: Verdickungen am Wurzelhals, kleiner Käfer (3mm), der seine Eier an den Wurzelhals legt, in den Gallen wachsen die Larven heran, schwächen die Pflanze, alle Kohlsorten sind betroffen, Spitzmäuse und Schlupfwespen sind natürliche Feinde, kleine Gallen sollte man öffnen, Kohl relativ tief setzen.

Kohlhernie: Planzen kümmern, Blaufärbung der Blätter, Welke bei heißem Wetter, nur kleine Köpfe, Pflanzen sterben ab. Sie wird durch einen Schleimpilz der bis zu 20 Jahre in der Erde überleben kann ausgelöst, er löst Wurzelwucherungen aus und den Zerfall der Wurzel. Alle Kohlarten sind betroffen, besonders Kohlrabi, Blumenkohl, Radieschen, Rettich und Rüben, Zierpflanzen wie Levkoje, Schleifenblume und Goldlack, helfen können häufige Fruchtwechsel, Bodenkalkung (pH-Wert über 7), gründliches Lockern nasser Böden, Vorkultur mit Lauchgewächsen, Angießen mit Algenpräparaten. Erkrankte Pflanzen entfernen und verbrennen, Geräte desinfizieren.

Kohlmotte/Kohlschabe: Gänge in den Blättern, abgeschabte silberne Stellen, Nachtfalter legt Eier auf die Blattunterseiten, blassgrüne Raupen fressen sich nach wenigen Tagen in die Blätter. Gemüsefliegennetze helfen. Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse und Schlupfwespen gelten als natürliche Feinde.

Kohlweißling, Großer und Kleiner: durchlöcherte Blätter, kahle Blattrippen, gelblich weiße flaumig behaarte Raupen mit schwarzen Sprenkeln (Großer Kohlweißling), die des kleinen Kohlweißlings sind kleiner und hellgrün, auch sie fressen alles, was sie erreichen können, alle Kohlarten sind betroffen, auch Kohlrabi und Kapuzinerkresse, Grünkohl wird verschont. Gemüsefliegennetze beugen vor, Mischkultur mit Sellerie und Tomaten ebenfalls, Bacillus-thuringiensis-mittel spritzen.

Kragenfäule: betroffen sind Apfelbäume besonders zwischen dem 8.-10.Jahr, rötliche Blattverfärbung, Abfallen der Blätter, am Stammgrund violettbraune Stellen, die sich zu einem Ring um den Stamm schließen, Fäulnis und unangenehmer Geruch an der Basis, absterben der Pflanze. Pilz infiziert die Pflanze vom Boden aus, dringt ins Holz und zerstört die Leitungsbahnen. Wenn man die Symptome erkennt ist es meist zu spät. Verletzungen der Rinde vermeiden, kaum Bekämpfung möglich.

Kräuselkrankheit des Pfirsichs: blasig aufgetriebene Blätter mit hellgrünen oder und rötlichen Kräuselungen, erst vertrocknen Blätter und fallen ab, dann sind auch die Früchte betroffen. Der Pilz überwintert in der Rinde oder in Knospenschuppen und ist auf den Pfirsich spezialisiert, er dringt im Frühjahr in die frischen Triebe, kühles nasses Wetter begünstigt die Infektion. Die Bäume werden geschwächt. Auch Mandelbäume und Aprikosen können betroffen sein. Rinde gut pflegen. Spritzen mit Kupfermittel oder Kupferkalk-Brühe, vorm Aufbrechen der Knospen.

Kraut- und Braunfäule an Tomaten: Grauschwarze Flecken an Stengeln und Blättern, Braunfärbung von den Blattspitzen her, auf den Unterseiten bei feuchtem Wetter weißer Schimmelbelag, später faulen oder vertrocknen die Blätter, harte tief ins Fleisch gehende Flecken auf den Früchten, braun. Ursache ist der Phytophthora-Pilz, ist auf Nachtschattengewächse spezialisiert. Verbreitung durch den Wind, schnelle Ausbreitung bei feuchtem Wetter, wenn dann noch die Temperatur ansteigt, der Pilz überwintert in Laubresten und Kartoffelknollen. Vorbeugen: Tomaten und Kartoffeln nicht nahe pflanzen, Tomaten von unten gießen, unterste Blätter entfernen, ausgeizen, damit das Blattwerk nicht zu dicht wird, nach der Ernte Rückstände vernichten, Tomaten unterm Dach anbauen, im Notfall mit Kupferpräparaten spritzen.

Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln: gelb-braune Flecken vom Blattrand her, Einrollen der Blätter, weißer Pilzrasen auf der Unterseite, Blätter vertrocknen oder faulen, je nach Wetter, eingesunkene Flecken an den Knollen, rötliche Verfärbung im Fleisch. Infektion beginnt durch selben Pilz wie bei den Tomaten ebenfalls übers Blatt, bei Regen gelangen die Sporen in die Erde an die Knollen. Bei ungünstigem Wetter kann das komplette Laub vernichtet werden, dadurch entwickeln sich die Knollen nicht gut, an betroffenen Stellen faulen sie. Große Pflanzabstände, damit Pflanzen schneller abtrocknen, unempfindlichere Sorten wählen. Kupferpräparate helfen.

Lauchmotte: Larven fressen Miniergänge in die Blätter, Blätter knicken ab, Bohrgänge und Kotansammlungen in den Blättern, graubraune nur 18mm große Motten legen im Mai ihre Eier in den Lauch, Larven fressen das Blatt und verpuppen sich außen. Sie greifen Lauch, Knoblauch und Zwiebeln an, Mischkulturen mit Erdbeeren und Sellerie können helfen, Gemüsefliegennetze nutzen, befallenes Laub vernichten, Pyrethrummittel spritzen.

Lederfäule: Erdbeeren verblassen, reifen nicht, werden braun und leder- bzw. gummiartig, reife Beeren sind milchig und unangenehm bitter, eine Pilzerkrankung vom Boden her, daher besser mit Stroh mulchen, tritt besonders bei starken Witterungswechseln auf, befallene Früchte und oder Pflanzen entfernen und vernichten, keine Erdbeeren erneut dort anbauen.  

Lilienhähnchen: runde Löcher in den Blättern, später Pflanze skelettiert, angefressene Blütenknospen, Blätter unten schleimig vom Kot der Larven, leuchtend rote bis 8mm große Käfer. Greifen auch Maiglöckchen und Kaiserkronen an, 3 Generationen während eines Sommers, Absammeln ist die einfachste Bekämpfung, man kann Pyrethrummittel spritzen. Spitzmäuse, Igel, Vögel und Schlupfwespen sind natürliche Feinde.

Maulwurfsgrille: Sämlinge, Jungpflanzen, Knollen werden hoch geschoben und vertrocknen, Fraßstellen an Wurzeln und Stengeln. Sie ist ein großes Insekt bis 5cm groß und samtig braun, Vorderbeine sind Grabschaufeln, sie können nur kurze Zeit fliegen, leben  sonst in unterirdischen Gängen. Sie ernähren sich von Wurzeln, Insektenlarven und Würmern. Man kann lediglich Gänge aufgraben und die Tiere vernichten, oder Gläser eingraben in die sie fallen.  Spitzmäuse, Amseln, Stare und Maulwürfe gelten als natürliche Feinde.

Mehltau, Echter: Blätter sind beidseitig von weißem Pilzgeflecht bedeckt, rollen sich ein und verkümmern, mehliger weißer Belag auf Knospen, Blättern, Blüten und Trieben. Es gibt mehr als 100 echte Mehltaupilze weltweit, die etwa 7000 Pflanzenarten befallen können. Er bevorzugt niederschlagsarmes, warmes, schwüles Wetter und gedeiht besonders im Sommer. Er überwintert in Pflanzenresten oder auf Obstgehölzen. Er wächst auf der Blattoberseite und zerstört die Zellen, dann durchbricht er das Blatt und erscheint so auch auf der Unterseite. Als besonders gefährdet gelten: Apfel, Erbsen, Gurken, Erd- und Stachelbeeren, Rittersporn und Rosen. Sparsame Düngung, die Auswahl resistenter Sorten und ein genügender Pflanzabstand beugen vor, Pflanzenstärkungsmittel ebenfalls. Netzschwefelpräparate spritzen, nach Erkennen des Befalls, besonders stark Befallenes entfernen und vernichten.

Mehltau, Falscher: weißgrauer Filz auf der Unterseite der Blätter, oberseits gelbe, braune oder rötliche Flecken, gehemmtes Wachstum, ältere Blätter sind betroffen. Im Gegensatz zum Echten Mehltau dringt der Pilz durch die natürlichen Spaltöffnungen ein. Er wächst in den Zellzwischenräumen und tritt auch durch die Spaltöffnungen wieder zutage. Er richtet schwere Schäden an, vorwiegend an krautigen Pflanzen wiegemüsepflanzen, Stauden und Sommerblumen vor und ist schwer zu erreichen. Er befällt auch allzu gern Weinreben. Er ist an Feuchtigkeit gebunden und breitet sich besonders in feuchtwarmen Klima schnell aus. Vorbeugend wirken ein regelmäßiger Fruchtwechsel und das wählen resistenter Sorten, Bodenlockerung, nicht zu enge Pflanzabstände,  nicht zuviel Stickstoff düngen und  vorbeugend Stärkungsmittel spritzen. Kupfermittel spritzen.

Miniermotte: Obstbäume: unregelmäßige Schlangenlinien in den Blättern, diese welken und sterben ab. Koniferen: Nadeln werden im Mai von der Spitze her gelb, dann braun und sterben ab, hält man sie gegen das Licht so scheinen auch hier Miniergänge durch. Die Miniermotte ist ein kleiner (9mm) Schmetterling deren grüne Larven im Inneren der Pflanze leben. Die Larven unterbrechen den Saftstrom dadurch, dass sie das Blattgewebe (mit reichlich Chlorophyll) fressen. Befallen werden hauptsächlich Apfelbäume, Kirschen, Birken und Weißdorn sowie Thuja und Scheinzypresse. Bei den Obstbäumen sind die Schäden gering und eine Bekämpfung meist nicht notwendig, Thuja und so schneidet man zurück und spritzt mit einem Pyrethrummittel. Zur traurigen Berühmtheit hat sich die Kastanienminiermotte entwickelt, die große Schäden verursacht. http://de.wikipedia.org/wiki/Rosskastanienminiermotte Natürliche Feinde sind Schlupfwespen und Vögel. Kastanienlaub sollte verbrannt werden.

Möhrenfäule: siehe Weichfäule

Möhrenfliege: Rostbraune Fressgänge von den Maden in den Möhren, Möhren riechen unangenehm und das Laub kann sich gelb oder rot verfärben. Möhrenfliegen tauchen im Mai auf sind 5mm groß und haben gelbe Beine. Die Eier werden an den Wurzelhals oder in den umgebenden Boden gelegt, ab Mitte August schlüpft die zweite Generation, die Wintermöhren schädigt. Betroffene Pflanzen sind: Möhren, Pastinaken, Sellerie, Petersilie, Dill und Kümmel. Mit Gemüsefliegennetzen Beete schützen, Mischkultur mit Zwiebeln, Knoblauch, Porree oder Schnittlauch. Frühe (März/April) oder späte(Juli) Saat beugt man ebenfalls vor. Befallene Möhren vernichten, nicht auf den Kompost, kein Gift verwenden.

Möhrenminierfliege: geschlossene Fressgänge im oberen Teil der Möhre, Wurzeln können aufplatzen. Eier werden in den Blättern abgelegt, Larven wandern zum Kopf der Möhren.  Vorbeugen und Bekämpfen: siehe Möhrenfliege.

Monilia Fruchtfäule und Monilia Spitzendürre: tritt besonders an Kernobst auf, auch Steinobst ist betroffen.

1.       Fruchtfäule: braune Faulflecken mit gelben Schimmelrändern auf den Früchten, Früchte fallen ab, oder bleiben als Mumien am Baum, Ursache ist ein Pilz, der in verletztes Gewebe eindringt und die Fäulnis verursacht, er überwintert im Boden oder den Fruchtmumien. Betroffen sind: Birne, Apfel, Kirsche, Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Mandel und Zierkirsche. Wichtig ist es Verletzungen gut zu versorgen, die Rinde zu pflegen und Stärkungsmittel zu spritzen, befallene Früchte einsammeln und vernichten, Kupfermittel spritzen.

2.       Spitzendürre: Blüten und junge Blätter welken plötzlich und verdorren, sehen verbrannt aus, bleiben am Baum. Der Pilz dringt über die offenen Blüten in die Äste ein, besonders schnell breitet er sich in regenreichen Jahren aus. Besonders an  Sauerkirschen entstehen schwere Schäden. Betroffen sind zudem auch: Süßkirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, seltener auch Äpfel und Birnen.  Zur Stärkung der Pflanzen vorm Befall beispielsweise Neudovital spritzen. Kranke Triebe bis tief ins gesunde Holz zurückschneiden und vernichten, Kupfermittel spritzen.

Mosaik-Krankheiten: zahlreiche Flecken, Marmorierungen (hell/dunkel) auf den Blättern, manchmal Verformung und Kräuselung bis hin zum Vergilben und Absterben, Zwergwuchs. Die Ursache sind Viren, die von Blattläusen und anderen Insekten übertragen werden. Diese Viren verursachen in den Zellen in denen sie leben Stoffwechselstörungen, die zu den unterschiedlichen Abnormitäten führen. Gefährdet sind Bohnen, Gurken, Salat, Paprika, Tomaten, Tulpen, Gladiolen, Rosen, Dahlien und Lilien. Blattläuse bekämpfen, virusfreies Saatgut verwenden und Geräte wie Messer u. a. desinfizieren. Keine direkte Bekämpfung möglich, kranke Pflanzen vernichten. Die Buntstreifigkeit bei Tulpen ist ebenfalls auf einen Virus zurückzuführen, er ist gewollt als Zuchtmittel eingesetzt.

Narren- oder Taschenkrankheit bei Zwetschgen: Früchte wachsen übermäßig, lang, flach, leicht gekrümmt mit dichtem weißem mehligem Belag, später werden sie braun und trocken. Ein Pilzbefall wie dieser kann die ganze Ernte zerstören. Er überwintert in kranken Früchten und bevorzugt kühles regnerisches Wetter. Man sollte widerstandsfähige Sorten wählen, nur Zwetschgen sind betroffen. Kupfermittel spritzen, kranke Früchte vernichten.

Narzissenfliege: verkrüppelter Blattaustrieb, zerfressene Zwiebeln, sich nicht öffnende Knospen, sie sieht aus wie eine sehr kleine Hummel, legt ihre Eier an die Zwiebel, den Boden daneben oder in die Blätter. Larven gehen in die Zwiebel und überwintern dort auch, Zwiebeln vorm Setzen überprüfen, müssen fest sein. Befallene Pflanzen vernichten, keine Bekämpfung möglich. Schlupfwespen, Lauf- und Raubkäfer gelten als Feinde.

Nematoden, Fadenwürmer, Ählchen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fadenw%C3%BCrmer

Nematoden sind als Parasiten der Pflanzen innerhalb der Mikrofauna des Bodens von großer Bedeutung. Sie leben frei im Boden, in Wurzeln, Stengeln oder Blättern. 1l Gartenboden mittlerer Qualität enthält 50 000 Nematoden. Man unterscheidet nach ihrem Aufenthaltsort in der Pflanze 5 Arten.

1.       Blattählchen: (Dahlien, Chrysanthemen, Pfingstrosen, Erdbeeren, Astern, Begonien, Farne, Veilchen, Lilien, Primeln, Zinien), Blätter verfärben sich bräunlich schwarz, streifig, fleckig, Absterben der Blätter später der gesamten Pflanze. Stark gekräuselte Blätter und überlange Stiele zeigen bei Erdbeeren den Befall an. Stirbt die Pflanze überwintern die Ählchen im Boden. Mischkultur, Fruchtwechsel, Anbau von Tagetes und Ölrettich auf von Nematoden befallenen Böden, diese werden auch angegriffen, schwächen aber die Nematoden so, dass sie die Vermehrung verhindern. Kranke Pflanzen vernichten – nicht auf den Kompost, keine natürlichen Feinde.

2.       Stengel- oder Stockählchen: (Gurken, Narzissen, Zwiebeln, Erdbeeren, Hyazinthen, und vor allem Phlox) Wachstumsstörungen, Stengel und Blätter welken, absterben…, vorwiegend junge Triebe betroffen, kranke Triebe tief abschneiden und vernichten.

3.       Wurzelgallenählchen: (Gurke, Kartoffel, Tomate, Möhren, Salat, Erbsen), Wachstumsstörungen, Welke, Ählchen bohren sich in die Wurzeln und saugen Zellsaft, lösen dadurch eine Gallenbildung aus, Wasserzirkulation wird gestört, später unterbunden, Mischkultur, weite Fruchtfolge. Befallene Pflanzen vernichten.

4.       Wandernde Wurzelählchen: schädigen zwar die Wurzeln, dringen aber nicht in die Pflanze ein. Wachstumshemmungen, Schäden an der Außenrinde, Wurzelmißbildungen, Fäulnis. Sie leben an und neben den Wurzeln, wechseln ihren Standort. (Rosen, Chrysanthemen, Christrosen, Primeln, Himbeeren, Erdbeeren, Obstbäume, vor allem aber Kartoffeln und Möhren) Mischkultur, häufiger Fruchtwechsel, kranke Pflanzen möglichst verbrennen. Tagetes verdrängen Nematodenvorkommen, sonst gibt es keine natürlichen Feinde.

5.       Wurzelzystenählchen: Blätter vergilben, Pflanzen sterben ab, Verdickungen zwischen den Wurzeln, bewegen sich erst frei im Boden, dann setzen sie sich in den Wurzeln fest, bilden Zysten in denen die Larven wachsen, diese saugen an den Wurzeln, dadurch werden auch Giftstoffe übertragen. (Kartoffeln, Getreide, Rüben, besonders bei Monokultur auf großen Flächen, der Befall mit Kartoffelnematoden ist meldepflichtig, da sie den Acker für Jahre verseuchen können (sie können sich im Boden einkapseln und jahrelang überdauern). Konsequente Mischkultur!

Obstbaumkrebs: krebsartige Wucherungen an Stamm und Zweigen, Pflanzenteile oberhalb sterben oft ab, manchmal ganze Pflanzen. Die Ursache bildet ein Pilz der durch Schnittwunden oder Risse eindringt. Die Sporen werden durch Wind, Regen und Insekten verbreitet, besonders im Frühjahr und Herbst, der Pilz behindert Nährstoffversorgung und Wassertransport. Apfel und Birne, seltener auch Steinobst sind betroffen. Ungünstige Lagen meiden (kalte schwere Böden, nass) und Überdüngung, Stickstoffüberschuß. Befallene Triebe entfernen, Krebs weit ins Gesunde herausschneiden, Wunde verschließen (Wundmittel) und Werkzeug desinfizieren, Grünkupferspritzungen.

Obstbaumminiermotte: siehe Miniermotte

Papierfleckenkrankheit: weißliche Papierartige Flecken, Blätter können absterben. Verursacher ist ein Pilz, der an den Blattspitzen sein Werk beginnt. Die Sporen sind Dauersporen und können jahrelang im Boden überdauern. Gefährdet ist Lauch (Porree), blattstärkende Spritzungen, kranke Pflanzen vernichten.

Pfirsichblattlaus, Grüne: siehe Blattläuse, Blätter kräuseln stark (Pfirsich, Pflaume, Kartoffeln und Rüben)

Pflaumensägewespe, Gelbe: Kelchblätter werden braun, Loch in madigen Früchten, Kot, Gummifluß, viele Früchte fallen ab. 5mm große Wespen leben etwa nur 2 Wochen, legen Eier in Kelchblätter ab, Larven fressen sich durch die Früchte, sehr früh und spät blühende Sorten pflanzen, da die Flugzeit sehr begrenzt ist, madige Früchte vernichten, Pyrethrummittel spritzen. Natürliche Feinde sind Vögel, Spinnen, Schlupfwespen uns Laufkäfer und Raubwanzen.  Apfelbäume werden ähnlich durch die Apfelsägewespe befallen.

Pflaumenwickler, Pflaumenmade: deutliche Einbohröffnungen in den Früchten, mit harzigem Tropfen verschlossen, Kot in der Frucht, Früchte verfärben sich violett und fallen halbreif ab, der 15mm kleine graubraune Falter legt seine Eier an die Früchte, die Larven bohren sich ins Innere, im Juli/August fliegt die zweite Generation. Die ausgewachsenen Larven verpuppen sich in Ritzen der Rinde oder am Boden. Befallen werden auch Schlehen. Frühe Sorten sind weniger befallen, Lockfallen können die Bäume gehängt werden – Männchen werden angelockt und bleiben kleben. Befallenes Obst vernichten. Gegen die zweite Generation, die größeren Schaden anrichtet können Pyrethrummittel gespritzt werden. Ohrwürmer, Käfer, Schlupfwespen und Spinnen sind natürliche Feinde.

Purpurfleckenkrankheit: auch sie wird durch einen Pilz verursacht. Auf den Blättern erscheinen ovale graue Flecken mit purpurnem Rand, die Blätter verdrehen sich, reißen und können absterben. Auf den Flecken erscheinen schwarze Pilzsporen. Der Pilz lebt im Boden und tritt besonders bei feucht warmem Wetter auf. Sporen überwintern in Pflanzenresten am Boden, besonders Lauch und Zwiebeln sind betroffen. Blattstärkende Mittel spritzen, kranke Pflanzen verbrennen, andere Bekämpfung ist nicht möglich.

Rhizomfäule: tritt bei Iris auf, die Basis der äußeren Blätterfault, dann das Rhizom, ekelhafter Geruch entsteht, faulende von Bakterien befallene Wurzeln sorgen dafür, zu viel Nässe, Stickstoff oder verdichteter Boden begünstigen den Befall, Stellen von Schneckenfraß gewähren dem Bakterium Einlass. Fäulnis beseitigen, Schnittflächen mit Holzkohlestaub bepudern, Werkzeug desinfizieren.

Rosenblattlaus, Große: siehe Blattläuse, grün oder bräunlich rot in Kolonien an den Triebspitzen im Frühjahr, auch Erdbeeren und Apfelbäume sind betroffen.

Rosenblattrollwespe: Blätter wie Röhren bis zur Mittelrippe eingerollt, nach unten hängend, drinnen helle Larven, Vergilben der Blätter. Zweite Wespengeneration überwintert im Boden. Betroffen sind vorwiegend Kletterrosen und andere. Eingerollte Blätter vernichten, Schlupfwespen und Vögel sind natürliche Feinde.

Rosenblattwespe: Fensterfraß an den Blättern, Rahmen bleiben stehen, im extremen Fall kahl bis auf die Blattrippen. Die 4,5mm große Wespe legt ihre Eier unter die Blätter, Larven fressen die Löcher, befallen werden nur Rosen, Absammeln und Pyrethrummittel spritzen, Schlupfwespen und Vögel sind natürliche Feinde.

Rosenblütenstecher: siehe Erdbeer-Blütenstecher

Rosengallwespe: bemooste runde Ausbuchtungen – Gallen, sie enthalten die Larven. Ameisenähnliche Wespen legen ihre Eier in die Triebe, Rosengewebe beginnt zu wuchern in den bis 5cm großen Gebilden verpuppen sich die Larven und überwintern. Besonders an Wildrosen, Gallen entfernen  und vernichten, richten aber keinen größeren Schaden an.

Rosentriebbohrer: welkende absterbende Triebe, sind Wespenlarven, die sich durch das Mark fressen, sind sie ausgewachsen verspinnen sie sich und überdauern den Winter am Boden. Einzige Methode, befallene Triebe abschneiden und vernichten.

Rosenwickler: Knospen, Blätter und Triebe sind angefressen und kümmern, ein brauner Falter (24mm) legt seine Eier in die Äste im Herbst, die grünen im Frühjahr schlüpfenden Larven fressen die Knospen, spinnen sich dann ein, in eingerollte Blätter, verpuppen sich und im Juli gibt’s die nächste Generation. Rosen und Apfel, Birne, Pflaume, Schwarze Johannisbeere und Himbeere. Kräftiger Rückschnitt, Absammeln und Insektizid spritzen. Natürliche Feinde sind Vögel, Fledermäuse, Ohrwürmer, Lauf- und Raubkäfer und Schlupfwespen.

Rosenzikade: unterseits hell gesprenkelte Blätter, Blätter vertrocknen, Knospen kümmern, saugen wie Blattläuse und sehen ähnlich aus (4mm), gelblichgrün. Überwinterung als Ei in Rindenritzen, sie treten von Mai bis September auf, dazwischen an Obstgehölzen. Zu viel Stickstoff macht die Rosen anfälliger, etwas windiger Standort, Pyrethrummittel spritzen. Spinnen, Lauf- und Raubkäfer und Wanzen sind natürliche Feinde.

Rostkrankheiten: unterseits rostrote Pusteln an den Blättern, später oben kleine gelbrote Flecken, dann entwickeln sich unterseits  stecknadelkopfgroße gelb-orange Sporenlager(zum Herbst schwarz), befallene Blätter fallen vorzeitig, ganze Pflanze kann absterben. Rostpilze sind weit verbreitet, wechseln den Wirt oder haben sich spezialisiert. Gefährdet sind: Bohnen, Malven, Rosen und andere. Man sollte von unten gießen, das Laub trocken halten und stärkende Pflanzenbrühen spritzen, nicht zu dicht pflanzen. Kranke Blätter vernichten, nichts auf den Beeten lassen im Herbst.

Rotfleckenkrankheit: siehe Weißfleckenkrankheit

Rußtau: Honigtau auf den Blättern, klebrig, mit der Zeit schwarz werdend, Honigtau wird von Blattläusen ausgeschieden, darauf siedelt sich ein Pilz an – Störung der Assimilation – Stoffwechsel und Wachstum werden gestört. Gefährdet sind alle von saugenden Insekten befallenen Pflanzen, Blattläuse und Co bekämpfen, Abwaschen der Pflanzenteile.

Salatfäule: siehe Grauschimmel, Schwarzfäule und Sklerotinakrankheit

Schwarzfäule: beginnt von innen, Salatkopf kann außen noch gut aussehen, Blätter in Bodennähe werden Braun und trocken, dünn wie Papier, dieser Pilz greift die Blätter, nicht den Strunk an, Pflanze geht nicht ein. Zu hoher Humusgehalt, niedriger pH-Wert und feuchtwarme Witterung fördern die Ausbreitung. Kranke Pflanzen vernichten, Erde im Beet austauschen. Kopfsalat und Endivien.

Sklerotinia – Krankheit:  Salatköpfe welken von außen nach innen, Blätter liegen schlapp auf dem Boden, kriegen braune Flecke und weiße watteartige Pilzrasen, fallen zusammen. Der Erreger  ein langlebiger Becherpilz kann Jahre im Boden bleiben. Sie keimen in der oberen Bodenschicht und befallen erst den Wurzelhals, schwarze Punkte in dem wattigen Schimmelrasen sind die Dauerkörper. Kopfsalat und Endivien. pH-Wert des Bodens und Fruchtfolge beachten, kranke Pflanzen entfernen und vernichten, eventuell Erde austauschen.

Salatwurzellaus: sitzen im Wurzelbereich, saugen dort undschädigen die Pflanze, ähnlich der Blasenlaus, besonders bei Salat, Endivien, Möhren und Artischocken. Sie haben wollige Haare und Wachsdrüsen um sich zu schützen. Man sollte den Boden feucht halten, weil Läuse Trockenheit bevorzugen, Gifte können wegen der Eigengefährdung beim Verzehr bei Salat nicht angewandt werden, Neudosan über die Wurzeln gießen kann helfen. Spinnen, Lauf- und Raubkäfer und Wanzen sind natürliche Feinde.

Scharkakrankheit: tiefe Risse an Pflaumen, Fleisch wird braun, Früchte fallen früh unreif ab, Ursache ist eine Virusinfektion, die von wirtswechselnden Blattläusen übertragen wird. Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche, Schlehen, Mandeln und Ziermandeln sind zu den gefährdeten Pflanzen. Blattläuse zu bekämpfen und getestetes Obst anbauen. Erkrankte Bäume müssen gefällt und verbrannt werden, diese Krankheit ist meldepflichtig!!!, informieren Sie das zuständige Pflanzenschutzamt.

Schildläuse: Krüppelwuchs, Wachstumshemmungen, Blattfall, Honigtau, später Rußtau, flache bis gewölbte gelbliche oder braune unbewegliche Schilde an Blättern und Trieben. Ein einziges Weibchen kann 1000 Eier legen, sie können sich dadurch rasant vermehren (6 Generationen in einem Sommer), sind mit den Blattläusen verwandte Sauger. Am schädlichsten sind die Speichelabsonderungen der Läuse beim Saugen für die Pflanze. Eine besonders gefürchtete Art ist die San Jose´-Schildlaus (ihr Auftreten ist meldepflichtig!!! – seit die Zehrwespe eingeführt wurde ist ein natürlicher Feind da und hält die Vorkommen in Grenzen!), die vor Jahrzehnten aus Kalifornien eingeschleppt wurde und Obstgehölze befällt. Am häufigsten ist die Kommaschildlaus (nach der Körperform benannt), gefährdet sind vor allem Obstbäume und Sträucher, aber auch Zimmer- und Kübelpflanzen. Vorbeugen kann man durch gute Pflege der Rinde und Abbürsten und einölen der befallenen Stellen. Spritzungen mit Paraffinölmitteln oder Alaunmitteln im Winter und zur Austriebszeit. Schlupfwespen und Marienkäfer helfen als natürliche Feinde.

Schnecken: Schleimspuren, Fraßschäden, Stellen an denen geschabt wurde. Am häufigsten geht es um die gehäuselosen Wegschnecken, auch Nacktschnecken genannt. Sie können schwarz, rot, braun oder grau und bis zu 20cm lang sein und fressen alles was ihnen in den Weg kommt, verwesendes pflanzliches und tierisches Material und vor allem junge zarte Triebe. Da Nacktschnecken keinen Verdunstungsschutz haben bevorzugen sie trübes feuchtes Wetter sowie die Nachtstunden. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen. Man sollte die Ansiedlung von Nützlingen fördern und morgens gießen um ihnen nicht die Bedingungen zu optimieren. Die Bekämpfung ist mit vielen Mitteln möglich. 1. Absammeln (die Schnecken findet man unter Brettern, am Kompost und an schattigen Plätzen am Tage), 2. Schneckenfallen mit Bier (eingegrabene Gläser, Biergeruch lockt schnecken an, sie fallen rein und ertrinken), 3. Schneckenzäune oder Barrieren aus Tannennadeln oder Gerstengrannen, 4. Abwehr durch stark riechende Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Senf, Tomaten, Oregano, Liebstöckel und Majoran, 5. Wenn sonst nichts hilft auf Schneckenkorn zurückgreifen! (verschiedene Wirkstoffe und Präparate sind erhältlich).

Wichtig ist natürlichen Schneckenfeinden ein Wohnrecht im Garten zu gewähren, das kann einem übermäßigem Auftreten entgegen wirken. Dazu gehören: Vögel, Igel, Frösche, Laufkäfer, Ameisen, Kröten, Eidechsen, Blindschleichen sowie Spitzmäuse.

Schorf: ist eine der schwersten Pilzerkrankungen von Kernobst und wird durch kleinerunde Flecken an Blättern und Früchten angezeigt. Die Früchte bekommen eine raue und rissige Schale, die Flecken auf den Blättern werden dunkler und größer, es kommt zu Blattfall. Überwintern tut der Pilz auf abgefallenen Pflanzenteilen am Boden. Bei dauerhaft regnerischem Wetter mit mehr als 9 Std feuchtem Laub ist die Gefahr einer Infektion sehr hoch. Der Schorf tritt vorwiegend bei Äpfeln und Birnen, seltener Kirschen und Pfirsichen auf. Es ist wichtig die Baumkronen durch Winterschnitt auszulichten, damit sie schneller abtrocknen können. Erkranktes Laub absammeln/-harken und vernichten, kann aber sogar kompostiert werden. Es helfen Kupferkalkspritzungen.

Schrotschußkrankheit: hierbei findet man eine große Menge rötlichbrauner Flecke auf den Blättern, die ausfallen und ein wie mit Schrot durchschossenes Blatt hinterlassen. Es kommt zu vorzeitigem Blattfall. Ursache ist ein Pilz, der an erkrankten Früchten am Baum oder auf dem Boden im Laub überwintert. Die Sporen werden durch Regen und Wind übertragen und eine Ausbreitung durch feuchtes Wetter begünstigt. Betroffen sind vor allem: Mirabellen, Pfirsiche, Kirschen und Pflaumen. Für optimale Düngung und Wasserversorgung der Bäume sorgen, Schnitt für Durchlüftung der Kronen, befallene Pflanzenreste vernichten, Kupfermittel spritzen.

Schwarzbeinigkeit:  durch Pilze und Bakterien verursacht, stört das Wachstum von Jungpflanzen und kann sie sogar vernichten. Keimblätter vergilben, Jungpflanzen fallen um, der Stengel ist schwarz und eingeschnürt. Bei feucht kühler Witterung ist die Gefahr am höchsten, betroffen sind Gewürzpfl., Gurken, Salat, Kohl und Blumen. Aussaterde mager und locker wählen, Gefäße desinfizieren, gute Lüftung, nicht zu dicht säen, Algenpräparate zur Kräftigung spritzen.

Schwarzfäule: siehe Salatfäule

Schwarzfleckenkrankheit am Rittersporn: tief schwarze nach oben gewölbte Flecken, begrenzt von den Blattadern, Verkrüppelungen. Bakterienerkrankung, die durch feuchtes Wetter begünstigt wird. Blattstärkende Mittel spritzen, gute Sorten wählen, kranke Pflanzenteile vernichten, Kupfermittel spritzen.

Sellerieblattminierfliege: weiße Flecken auf den Blättern, später braun, auch bei Pastinaken. Mischkultur mit Tomaten, Gemüsefliegennetze. Spinnen und Laufkäfer sind natürliche Feinde.

Sellerieschorf: braune Flecken auf den Knollen, Aufreißen und während der Lagerung Faulen der Knollen. Der Verursacher ist ein Pilz, der durch das Saatgut übertragen werden kann, in feuchter Erde rasche Ausbreitung, kranke Pflanzen entfernen.

Sitka-Fichtenlaus: gelbliche Flecke auf den alten Nadeln in Stammnähe, Blattfall, Läuse sitzen unter den Nadeln, treten die Läuse mehrere Jahre hintereinander an älteren Bäumen auf, können diese sogar absterben, Jungbäume erholen sich eher. Betroffen sind Blaufichten, Sitkafichten und Omorikafichten. Rechtzeitiges Erkennen des Befalls ist wichtig. Ab März lassen sich die Läuse finden (helles Tuch unter den Baum legen und klopfen, bzw. schütteln. Winterspritzung mit Paraffinöl,schwerst befallene Bäume sollten vernichtet werden. Als natürliche Feinde gelten: Raubwanzen, Marienkäfer, Vögel, Spinnen, Laufkäfer und Florfliegen.

Spinnmilben: sie zählen zu den saugenden Schädlingen und richten im Garten und in der Wohnung Schaden an.  Die Gemeine Spinnmilbe und die Obstbaum-Spinnmilbe teilen sich unter dem Namen Rote Spinne (wegen ihrer Farbe) die Pflanzen auf.

Weißlich gelbe Flecken auf den Blattoberseiten, dann kupferfarben und größer werden, Blatt welkt und fällt ab, auf der Unterseite entwickeln sich die Tiere und es gibt feine Gespinste. 7 Generationen in einem Sommer, ein Weibchen legt 100 Eier. Die Obstbaumspinnmilbe sucht Apfel und Pflaume heim, Kartoffeln, Bohnen, Gurken und Tomaten, Wein und Beerenobst, insgesamt rund 200 Pflanzen gelten als gefährdet. Um einem Befall vorzubeugen sollte man heiße trockene Standorte meiden, für genügend Feuchtigkeit und ausreichend Luftfeuchte sorgen, nicht zu viel Stickstoff düngen, Pflanzen durch Algenmittel kräftigen. Spritzungen mit Neudosan, befallene Teile entfernen und vernichten, Pyrethrummittel spritzen.

Spitzendürre: siehe Monilia

Sprühfleckenkrankheit: auf den Blättern rötlich-violette Flecke unten weißer Schimmel, vergilben und fallen ab. Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht und befällt nur Kirschbäume. Feuchtes Wetter begünstigt die Ausbreitung, besonders anfällig sind Schattenmorellen. Schnitt –lockerer Kronenaufbau, damit der Baum leicht abtrocknet. Diese Krankheit richtet keinen großen Schaden an, befallene Teile vernichten, bei sehr starkem befall Kupfermittel spritzen.

Stachelbeerblattwespe: Löcher in den Blättern, nach kurzer Zeit Kahlfraß. 7mm große Wespen legen Eier in die Hauptader des Blattes, die grünen Larven sind sehr gefräßig. Die Gefahr besteht von Mai-Juli und im August/September erneut. Schmierseifenbrühe oder Pyrethrummittel spritzen, Befall möglichst früh erkennen, beginnt im inneren der Sträucher. Stachelbeeren und rote und weiße Johannisbeeren sind betroffen.

Stengelählchen/Stockkrankheit: siehe Nematoden

Sternrußtau: verschieden große, leicht sternförmige Flecken in Braun bis Schwarz, Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab. Pilzkrankheit, weit verbreitet, tritt häufig an Rosen auf, regnerisches und trübes Wetter begünstigt die Ausbreitung. Befall beginnt im Mai und steigert sich zum Spätsommer. Vorbeugend nicht übers Laub wässern, gesunde Sorten wählen, sonniger luftiger Standort, bedarfsgerechte Düngung. Befallenes Laub vernichten, nichts im Herbst liegen lassen, Kupfermittel spritzen.

Thripse: silbrigweiße  Blattflecken, Unterseite schmierig, Blätter werden weiß gescheckt, später vertrocknen sie und sterben ab. Blütenknospen kümmern und stagnieren in der Entwicklung, Thripse sind nur 1-3mm groß, werden auch als Blasenfüße bezeichnet, sie saugen den Pflanzensaft aus dem Gewebe, Luft in den Hohlräumen führt zu dem silbrigen Glanz. Gefährdet sind vor allem Erbsen, Lauch, Zwiebeln, Gurken, Tomaten  und Gladiolen, sie treten aber auch an Zimmerpflanzen auf. Trockenheit und Wärme fördert einen Befall. Gladiolenzwiebeln im Herbst gründlich reinigen. Eventuell mit Pyrethrumpräperaten spritzen. Marienkäfer, Spinnen und Florfliegen sind natürliche Feinde.

Tomaten Faden- oder Farnblättrigkeit: geringe Fruchtansätze, Blattdeformationen. Verantwortlich ist ein Mosaikvirus der durch Blattläuse übertragen wird, von Gurken oder dem Saatgut. Gurken und Tomaten nicht zusammen pflanzen. Kranke Pflanzen entfernen und Werkzeug desinfizieren.

Tomatenstengelfäule: dunkle eingesunkene Flecken am Stammgrund, plötzliche Welke, auch Früchte werden dunkel. Ein Pilz sorgt dafür mitten im Sommer, überwinterte in Pflanzenresten und an Stützpfählen. Feuchtes Wetter und reichliche Düngung verstärken die Ausbreitung. Tomaten nur noch im weiten Fruchtwechsel anbauen, Krankes vernichten, keine Reste liegen lassen und Stützpfähle und Werkzeug desinfizieren.

Tomatenwelke: Blätter welken und rollen sich ein, später ganze Triebe, Pflanze bricht zusammen und stirbt ab, Stengelgrund bleibt gesund, Leitbahnen in den Zweigen sind zerstört und braun. Das Bakterium, welches die Ursache ist, dringt über verletzte Wurzeln ein. Bakterien überleben jahrelang im Boden und in Resten von Pflanzen. Werkzeug desinfizieren und Hände waschen, da der Erreger beim ausgeizen von Pflanze zu Pflanze übertragen werden kann. Kupferpräparate können helfen, erkrankte Pflanzen restlos vernichten.

Trauermücken: kleine schwarze Fliegen werden beim Gießen aufgescheucht. Kleine weiße Larven in Anzuchtsgefäßen in der Erde, Wachstumsstörungen. Insekten werden bis 4mm groß, Larven bis 5mm lang, sie fressen zersetztes Material aber auch junge Wurzeln, bei Stecklingen höhlen sie den Stiel aus und verhindern die Wurzelbildung. Auch oberirdische Fraßstellen, Kümmerwuchs oder Infektion mit Pilzen und Bakterien möglich. Jungpflanzen bei der Anzucht sind besonders gefährdet. Zu viel Nässe und Wärme meiden, Gelbsticker oder – Tafeln, Larven mit Pyrethrummittel bekämpfen. Natürliche Feinde sind parasitäre Nematoden und Spinnen.

Valsa - Krankheit: Warzenartige Wucherungen auf der Rinde, krebsartig, Harzbildung, Absterben einzelner Äste und später des ganzen Baumes. Pilz, der durch Verletzungen in der Rinde eindringt, ständige Sporenproduktion, andauernde Ausbreitung. Kirschen und Pflaumen und Aprikosen sind betroffen. Rechtzeitiges Erkennen und kranke Äste weit ins Gesunde zurückschneiden, Wunden ordentlich verschließen, Werkzeug desinfizieren.

Verticillium-Welke: Einzelne Blätter oder Triebe welken, verstopfte braune Gefäße in Stengel und Wurzel. Erreger ist ein Bodenpilz. Es muss nicht zum Absterben der Pflanze kommen, Sporen werden durch Wind und Regen verbreitet, Erreger ist relativ kurzlebig. Viele Gewächshauskulturen gelten als gefährdet, Erdbeeren, Paprika, Tomaten, Astern, aber auch Phlox, Flieder und Forsythien. Pflanzenstärkungsmittel nutzen, anfällige Sorten meiden, weite Fruchtwechsel. Befallenes Pflanzenmaterial und umgebenden Boden entsorgen, Schnittwerkzeuge gründlich reinigen, keine andere Bekämpfung möglich.

Weichfäule: Braunfärbung und breiartige Zersetzung, Bakterien sind Auslöser, vor allem Möhren sind betroffen, sollten daher nicht auf schwerem nassem Boden angebaut werden, bei der Gartenarbeit Möhren nicht verletzen, beschädigte nicht einlagern.

Weiße Fliege, Mottenschildlaus: Saugendes Insekt, fleckige, vergilbende Blätter, Honigtau, später Rußtau, Absterben der Blätter. Weiße Fliegen, etwa 2mm groß, fliegen bei Berührung der Pflanze auf. Sie sind mit Schildläusen verwandt, legen Eier auf die Blattunterseite, weißlich grüne Larven saugen Pflanzensaft. Befallen werden: Kohl, Tomaten, Bohnen, Gurken, Fuchsien, Geranien, Pantoffelblumen und Wandelröschen sowie viele andere. Man sollte Pflanzen nicht zu eng setzen, Gelbtafeln verwenden und mehrmalige Spritzungen mit nützlingsverträglichen Mitteln. Schlupfwespen und Spinnen sind natürliche Feinde.

Weiß- und Rotfleckenkrankheit: weiße oder rote Flecken auf den Blättern, Blätter sterben ab, Ursache ist ein Pilz de r bei feuchtem Wetter vermehrt auftritt, aber normalerweise keine größeren Schäden anrichtet. Tritt bei Erdbeeren auf, stärkende Pflanzenbrühen und genügend Abstand beugen vor, befallenes Laub einfach nach der Ernte entfernen und vernichten reicht als Bekämpfung völlig aus.

Woll- und Schmierläuse: Blutläuse=Wollläuse an Obstbäumen, siehe dort

Wollläuse an Tannen und Kiefern: Wachstum ist gestört, Nadeln werden gelb und fallen ab, Honigtau und Rußtau, ganze Triebspitzen können absterben, Tannentrieblaus, Douglasienwolllaus, Rote und Grüne Fichtengallenlaus richten durch den Honigtau auf dem sich Rußtau-Pilze niederlassen Schaden an. Die meisten Arten wechseln den Wirt, Hauptwirt bleibt die Fichte. Der Befall betrifft häufig junge Bäume, naturgemäßer Standort und eine artspezifische Versorgung beugen vor, weil sie die Pflanzen stärken. Vor dem Austrieb Paraffinölmittel spritzen, natürliche Feinde siehe Blattläuse.

Wühlmaus: Hügelbildung, kümmernde Pflanzen, weggefressene Tulpenzwiebeln, abgefressene Wurzeln, die Wühlmaus lebt in weit verzweigten Gängen als Einzelgänger, bringt 3-4mal im Jahr bis zu 7 Junge zur Welt und wird auch als Schermaus oder Wollmaus bezeichnet. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen gern an Wurzelgemüse, Kartoffeln, Blumenzwiebeln, Kohl, Salat, Stauden und junge Sträucher und Obstgehölze, schräge Riefen sind Zeichen ihrer Nagezähne. Wühlmäuse mögen den Duft einiger Pflanzen nicht, kreuzblättrige Wolfsmilch, Kaiserkrone, Hundszunge und Knoblauch. Holunderjauche und Wacholderzweige sollen auch dagegen wirken. Wühlmäuse machen seltener und kleinere Haufen als Maulwürfe, Wühlmäuse  sind lichtscheu und mögen keine Zugluft in ihren Gängen, verschließen daher Öffnungen innerhalb von 24 Std. wieder, ein Maulwurf nicht. Man behauptet weiterhin, dass Terpentinlappen, Menschenhaar, oder Fischköpfe in die Gänge gelegt die Plagegeister vertreiben, sicherer sind jedoch fertige Präparate aus dem Handel. Da dies alles nicht lange hilft kann man zu Fallen greifen. Man sollte mit Handschuhen arbeiten um keinen menschlichen Geruch an den Fallen zu hinterlassen, oder man verwendet Johannisbrot- Köder mit Cumarin – sie lassen die Wühlmäuse an inneren Blutungen sterben. Die Köder verdeckt ausbringen (wegen der Haustiere) und im Spätwinter, wenn das Nahrungsangebot noch karg ist. Übrigens steht der Maulwurf seit 1980 unter Naturschutz und rührt keine Pflanzenwurzeln an, sondern ernährt sich ausschließlich von Insekten und Würmern, auch die Spitzmaus rührt Ihre Pflanzen nicht an, vernichtet hingegen sogar Larven von Schadinsekten und ähnliches.  Als natürliche Feinde der Wühlmäuse gelten: Greifvögel, Eulen, Wiesel und Iltis und die Hauskatzen.

Zwiebelfäule: siehe Grauschimmel

Zwiebelfliege: gelbe zerfressene Herzblätter oder bei älteren Pflanzen, weich werdende Zwiebeln und verformte Blätter, sie ähneln Stubenfliegen und legen ihre Eier an die Blattachseln, nach ein paar Tagen schlüpfen die Larven und bohren sich ins Blatt, ist eine Pflanze vernichtet wechselt sie auf eine gesunde, die zweite Generation im Juli legt die Eier auf den Zwiebelboden. Betroffen sind Zwiebel, Lauch, Knoblauch und Schnittlauch, Gemüsefliegennetze ausbreiten und stark riechende Dünger meiden, zur Bekämpfung kommen nur Pyrethrummittel in Frage.  Spinnen, Raub- und Laufkäfer gelten neben Schlupfwespen als natürliche Feinde.

Zwiebelgelbstreifigkeit: gelbgrüne Streifen auf dem Laub, Laub wellt sich, zwiebeln bleiben klein, weich und faulen leicht, Ursache ist ein Virus der durch Blattläuse übertragen werden kann, zwiebeln, Lauch und Zierlauch sind betroffen, gesundes Saatgut wählen, nicht zu viel düngen und Blattläuse rechtzeitig bekämpfen. Kranke Pflanzen entfernen und verbrennen, nach der Ernte keine Reste liegen lassen, andere Möglichkeiten sind nicht vorhanden.