Helichrysum italicum – Currykraut

Es ist ein Verwandter der Gartenstrohblume, immergrün und sogar ziemlich frosthart. Die Triebe verholzen nach und nach (Halbstrauch). Die nadelartigen silbergrauen Blätter enthalten viel ätherisches Öl. Im  Sommer erscheinen gelbe Blütenköpfchen. Es gibt verschiedene Arten und Sorten. Es mag sonnige trockene Plätze mit durchlässigem Boden. Die Zweige kann man das ganze Jahr über ernten und im Essen mit kochen, besonders beliebt bei Reis-, Fisch- und Geflügelgerichten. Als Tee lindert es Bauchschmerzen und hilft bei Atemwegserkrankungen. Es ist eine schöne Blattschmuckpflanze fürs Staudenbeet.

 

Hypericum perforatum – Johanniskraut

Es wächst an sonnigen Standorten, mit eher magerem trockenem Boden. Ein zu hoher Kalkgehalt führt zum Vergilben der Blätter. Es blüht im Sommer leuchtend gelb. Blätter und Blüten enthalten Hyperizin, welches antidepressiv wirkt. Weiterhin sind ätherische Öle, Gerbstoffe und antioxidative Flavonoide enthalten. Es gibt verwandte Arten, die als Schnittblume und Staude verwendet werden, aber medizinisch nicht wirksam sind. EinTee wirkt bei depressiven Verstimmungen, Unruhe, stärkt den Kreislauf und  regt die Verdauung an. Man erntet in Vollblüte, trocknet oder legt in Öl ein. Das Johanniskrautöl wirkt antiseptisch und entzündungshemmend. Aus den Blüten gewinnt man gelb-orangenen Farbstoff.

 

Hyssopus officinalis – Ysop

Die Pflanze ist strauchartig bis 60 cm hoch, ist wintergrün und breitet sich stark aus. Im Sommer schmückt sich die Pflanze mit nach Honig duftenden, blauen Lippenblüte, die in dichte Scheinähren angeordnet sind und Hummeln und Bienen anlocken. Die Planze enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Es gibt noch weitere Sorten “Rosea“(rosa) und “Alba“(weiß). Er fühlt sich auf trockenen alkalischen Böden in voller Sonne wohl. Man erntet Spitzen und Blätter frisch über die gesamte Saison, sie lassen sich auch trocknen und haben kurz vor der Blüte das intensivste Aroma. Das Kraut macht fette Speisen bekömmlicher, es eignet sich für Fleisch- und Fischgerichte. Er eignet sich für Quark, Kräuteröl und Kräuterliköre. Seine enthaltenen ätherischen Öle wirken desinfizierend und die Abwehrkräfte stimulierend. Er ist ein beliebtes Hustenmittel, da er schleimlösend wirkt.

 

Laurus nobilis – Lorbeer

In seiner Heimat wird Lorbeer ein bis zu 10m hoher Baum, in unseren Breiten eher ein kleiner Busch und ist aufgrund seiner Frostempfindlichkeit als Kübelpflanze zu halten. Er ist zweihäusig und blüht in Kultur selten. Die Blätter sind ledrig, oval, dunkelgrün glänzend und leicht gewellt. Sie duften angenehm würzig, enthalten ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Er mag Sonne bis Halbschatten und humosen, feuchten Boden, der nährstoffreich sein sollte. Man kann ihn das ganze Jahr über ernten, ältere Blätter sind aromatischer. Getrocknet verlieren sie an Aroma. Bei Fischgerichten kommt man an Lorbeer nicht vorbei, nutzt ihn aber auch zu Fleisch, eingelegtem Käse oder Oliven. Lorbeeröl lindert als Einreibung Verstauchungen und Prellungen. Aus den Früchten stellt man Rheumasalben her.

 

Lavandula angustifolia -Lavendel

Ist ein Halbstrauch, der je nach Sorte 40-60cm hoch werden kann. Die Blätter sind schmal und grau behaart, auch sie duften. Die Blüten erscheinen ab Juli in langstieligen Ähren in violettblau. Die Pflanze enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe und Saponinen.

Sorten sind: “Hidcote Blue“ (30cm hoch, violettblau), “Hidcote Pink“ und “Loddon Pink“(rosa), “Grappenhall“ und “Munstead“ (blau), “Nana Alba“(weiß). Der französische Lavendel (Lavandula x intermedia) ist eine Kreuzung aus L. angustifolia und L. latifolia und wird in der Provence felderweise angebaut. Weithin bekannt sind folgende süßlich duftende Sorten:“Dutch“, “Blue Dwarf“ und “Grosso“. Lavendel mag es windgeschützt und vollsonnig  und eher zu trocken als zu nass, Drainage ist genauso wichtig, wie ein neutraler bis alkalischer Boden. Bis zur Blüte nutzt man die Triebspitzen und frischen Blätter, insbesondere dann aber die Blüte, die man trocknet. In der Küche verwendet man ihn an Eintöpfen, Fisch- und Fleischgerichten, ebenso wie an Süßspeisen. Lavendel wirkt als Badezusatz oder Tee beruhigend und entspannend. Er wird als Blattlaus-Vertreiber gern zu Rosen gepflanzt und die getrockneten Blüten im Kleiderschrank sollen Motten fernhalten.

 

Lepidium sativum – Kresse

Die Kresse, auch Pfefferkraut genannt baut man einjährig an. Sie hat ovale bis gefiederte Blättchen und wird etwa 30 cm hoch. Zur Blüte(weiß-rosa) kommt sie im Sommer, meist jedoch wird sie radikal abgeerntet und neu gesät, ehe sie blühen kann. Sie enthält Vitamin C, Mineralstoffe, Senföle(Schärfe) und Karotin. Am wohlsten fühlt sie sich im Halbschatten, der Boden sollte humusreich, locker und feucht sein. Aussaat ab März im Freiland, ganzjährig auf der Fensterbank. Ernte vor der Blüte, meist schon 10 Tage nach der Aussaat möglich. Man verwendet sie ausschließlich frisch für Salate, Quark, Rohkost und auf dem Butterbrot. Sie ist Bestandteil der grünen Soße. Sie ist vitaminreich, wirkt blutreinigend, verdauungsfördernd und harntreibend.

 

Levisticum officinale – Liebstöckel  / Maggikraut

Diese ausdauernde Staude hat tiefreichendes Wurzelwerk und kann bis 2m hoch werden. Die gefiederten Blätter sind relativ groß, duften kräftig würzig und werden im Sommer von grüngelben Blütendolden überragt. Die Pflanze enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, die Öle gaben dem Suppengewürz  Maggi die Grundlage. Die Pflanze wächst sonnig bis Halbschattig und benötigt viel Platz und feuchten, nährstoffreichen, tiefgründigen Boden. Die Blätter erntet man über die ganze Saison, auch die Wurzeln kann man als Würze nutzen.  An fast allen Gerichten und Suppen gibt Liebstöckel ein kräftiges Aroma, sollte daher vorsichtig dosiert werden.  Liebstöckel hilft bei Blähungen und Sodbrennen, Tee ist auch hilfreich bei Erkrankungen der Atemwege. Als Badezusatz wirkt er hautberuhigend gegen Entzündungen und Schweißfüße.

 

Matricaria recutita – Kamille

Oft  wird die Kamille noch unter den alten Namen geführt (Chamomilla recutita oder Matricaria chamomilla). Sie wird bis 50 cm hoch und hat feingefiederte duftende Blätter. Bei der echten Kamille hängen mit zunehmendem Alter der Blüte, die weißen Randblüten um das gelbe Zentrum nach unten. Der Blütenboden ist hol und sie duften sehr stark. Kamillenblüten enthalten Glykoside, Kumarine, Bitterstoffe und ätherisches Öl(wird beim Destillieren blau). Die Römische Kamille (Chamaemelum nobile) wirkt genauso. Als robusten Bodendecker findet man die Teppichkamille (Matricaria caucasica syn. Tripleurospermum caucasica) in vielen Steingärten.

Die Kamille ist anspruchslos, will aber in der Sonne stehenund bevorzugt humusreiche Böden.

Sie wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, und magenberuhigend. Kamillenspühlung hellt blonde Haare auf. Blütentriebe werden frisch oder getrocknet verwendet.

 

Melissa officinalis – Melisse

 Sie ist als Basis für den Melissengeist  berühmt geworden und wegen des Zitronendufts nennt man sie Zitronenmelisse. Sie ist mehrjährig und breitet sich über Rhizome ähnlich wie Pfefferminze aus – sie braucht Platz und wird bis 70 cm hoch. Die gelblich-weißen Blüten locken Hummeln und Bienen an, die schönen hellgrünen Blätter duften intensiv, besonders wenn man sie zerreibt. Sie enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Interessant Sorten sind: “Aurea“(gelbes Laub)und “Variegata“ (gelbbunte Blätter). Die Melisse wächst sonnig bis halbschattig auf durchlässigem humusreichen Boden. Sie lässt sich gut durch Teilung vermehren. Sie passt zu allen Gerichten, die Zitronenaroma vertragen, man sollte sie nicht mit kochen (Aromaverlust). Sie ziert Süßspeisen und ist Bestandteil vieler Cocktails  (http://www.marions-kochbuch.de/index/0362.htm ). Melissentee schmeckt sehr erfrischend und ist beruhigend.  Auch als Badezusatz wirkt Melisse beruhigend und entspannend.

 

Mentha x piperita – Pfefferminze ( Kreuzung aus Wasserminze Mentha aquatica und Grüner Minze Mentha  spicata)

Diese ausdauernde Staude hat kantige Stengel und wird bis 80 cm hoch, dank ihrer Rhizomwurzeln neigt sie zum Wuchern.  Die brennnesselähnlichen Blätter sind kräftig grün, färben sich bei starker Sonneneinstrahlung oft leicht rötlich. Die im Sommer erscheinenden rosa-violetten Blüten bilden keine Samen. Hauptbestandteil ist mentholhaltiges ätherisches Öl.  Die Sorte “Mitcham“ hat blaugrünes Blatt und intensiven Duft.  Es gibt Sorten mit Zitronen- und Orangenduft, dazu an anderer Stelle mehr. “Spearmint“-grüne Minze hat den höchsten Mentholgehalt. Sie gedeiht am besten im Halbschatten auf feuchten nährstoffreichen humosen Böden. Man kann sie die ganze Saison über ernten und auch kurz vor der Blüte zum Trocknen abschneiden.  Sie wird als Dekoration von Speisen, für Suppen und Fisch- und Fleischgerichten verwendet oder als Tee. Dieser wirkt krampflösend und beruhigend und hilft bei Übelkeit, als Dampfbad löst er Schnupfen.

 

Nepenta cataria – Katzenminze

Sie kann zwischen 0,30 m und 1m hoch werden und hat brennnesselähnliches Laub. Im Sommer erscheinen weiße  Blüten. Die Blätter duften nach Zitrone und Minze und wirken auf Katzen. “Citodora“ ist als alte Bauernpflanze bekannt und für Tee beliebt. Die Blauminze (Nepenta x faassenii) übt auf Katzen eine magische Anziehung aus. Sie hat blaugraues Blatt und ist mit ihren zahlreichen blauen Blüten(“Six Hills Giant“) eine beliebte Staude, “Snowflakes“ blüht weiß. Schneidet man nach der Blüte zurück remontiert sie bis in den Spätherbst. Sie wächst sonnig bis halbschattig und auf feuchten, lehmigen Böden. Man kann aus den Blättern Tee bereiten, der erfrischt und  entspannt und kleine Mengen bringen Pepp in Salate. Sie wirkt krampflösend, schweißtreibend und fiebersenkend.

 

Ocinum basilicum - Basilikum

Ist einjährig und kann bis 40 cm hoch werden. Es ist reich an ätherischen Ölen und es gibt viele Sorten.“ Ararat“, “Dark Opal“ und “Purple Delight“ haben rotes Laub. “Siam Queen“ eignet sich als Terassenpflanze und blüht rosa. Es gibt verschiedene Duftnoten (Zitrone, Zimt, Anis) und das kleine Basilikum (O. tenuiflorum) hat kleinere Blätter und ist zarter im Geschmack. Sonne und Wärme sowie durchlässiger humoser Boden sind unabdingbar. Geerntet wird am besten immer frisch und vor der Blüte. Es gehört fest in die mediterane Küche, zu Pasta und Tomaten /Mozzarella und macht schweres Essen bekömmlicher. Ein Tee löst Krämpfe und regt den Appetit an.

 

Origanum majorana – Majoran

In der Heimat wächst er ausdauernd, hier meist einjährig. Die Blätter sind eiförmig und grau behaart, die Stängel rötlich und er wird bis zu 50cm hoch. Im Sommer blüht er weiß, rosa oder lila. Ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe sind Hauptbestandteile. Eine Kreuzung aus Majoran und Oregano ist Origanum x majoricum und er ist winterhart. Sonne, Wärme und trockener durchlässiger Boden sind erwünscht. Das Grün erntet man frisch vor der Blüte, man kann es trocknen oder in Öl einlegen. Es passt mit dem herben Aroma zu Suppen, Eintöpfen, Kartoffeln und Fleischgerichten. In Wurstwaren und Pizzagewürz ist es enthalten. Er fördert die Verdauung und macht fettes Essen leichter bekömmlich. Als Tee stärkt er Nerven und Magen.

 

Origanum vulgare – Oregano

 Diese Staude wächst buschig und wird bis 50 cm hoch, sie ist winterhart und hat auch enormen Zierwert. Die Stiele verholzen im unteren Bereich und im Sommer erscheinen rosalila Lippenblüten in Trugdolden. Neben Gerb- und Bitterstoffen enthält Oregano ätherisches Öl mit Thymol. Er duftet würzig, besonders beim Zerreiben der kleinen ovalen Blätter. Er wird auch Dost genannt, es gibt viele Sorten: “Album“ (blüht weiß), “Aureum“ (hat gelbes Laub), “Thumbles Variety“ eignet sich für Halbschatten, “Compactum“ wird nur 20cm hoch und fungiert als Bodendecker. Er bevorzugt nährstoffarmen, trockenen Boden in voller Sonne und verträgt keine Staunässe. Blätter kann man bis zum Herbst zupfen, möchte man ihn trocknen, dann schneidet man am besten zur Blüte. Er hält lange das Aroma. Er ist Bestandteil im Pizzagewürz und bei den Kräutern der Provence. Er schmeckt leicht bitter, herb und passt gut zu Suppen, Fleisch und Nudelgerichte. Als Tee regt die Gallentätigkeit an, hilft bei Durchfall, Blähungen und festsitzendem Husten. Er gilt als beliebte Bienenweide und Rabattenstaude.