Salix – Weide

Das erste Gehölz das den Bienen zahlreich Nahrung bietet. Viele Arten kommen wild in unseren Breiten vor, andere zieren unsere Gärten. Sie sind ein  unerschütterliches Symbol für Frühling.

Weiden zählen zu den ältesten voreiszeitlichen Blütenpflanzen und sie sind einmalig in ihrer Vielfalt. Es gibt 300-500Arten, von denen immerhin noch 37 in Mitteleuropa heimisch sind.

Die wohl bekannteste Weide im Gartenbereich ist die Kätzchenweide (Salix caprea “Mas“), sie wächst als Großstrauch oder kleiner Baum und wächst recht schnell. Sie wird bis 8m hoch, männliche große gelbe Kätzchen erscheinen ab März, sie blüht reich und duftet zudem zart. Sie wächst auf allen trocknen bis nassen Böden(stark sauer bis schwach alkalisch)und ist sonnenliebend.

 

Praktischer für kleine Gärten ist die Hängekätzchenweide (Salix caprea “Pendula“). Sie ist ein kleinkroniger Zierbaum, dessen Zweige bis zum Boden herabhängen können. Sie ist je nach Veredlungshöhe 0,80-2,50m hoch und hat unspektakuläres graugrünes Laub, ein Blickfang ist sie ab März/April, wenn an den Vorjahrestrieben goldgelbe männliche Blüten erscheinen, die zart duften und zahlreiche Insekten anlocken.

 

Die Zierweide Salix integra “Hakuro nishiki“ (Harlekinweide/Japanweide) ist als Strauch, meist jedoch Stamm mit unterschiedlicher Veredlungshöhe und rund geschnittener Krone erhältlich. Ihre zarten grünweißen Blätter und der an sonnigen Standorten rosa Austrieb lassen sie wirken als blühe sie das ganze Jahr. Ihre hohe Schnittverträglichkeit und einfache Pflege machen sie zu einem beliebten Gehölz auch für kleine Gärten. Sie hat keine besonderen Ansprüche an den Boden, sollte aber weder austrocknen noch staunass stehen.

 

Die Korkenzieherweide (Salix matsudana “Tortusa“) wächst sehr stark, als Strauch oder Baum bis 4m Höhe, ganz alte Exemplare auch höher. Sie findet in der Floristik und Ostersträußen Verwendung und ziert besonders im Winter mit den gedrehten gelblichen Zweigen und ist sehr schnittverträglich.

 

Die Japanische Drachenweide (Salix sachalinensis “Sekka“) kennt man mit ihren gedrehten und kurios abgeflachten Zweigen fast ausschließlich als Schnitt, in Sträußen und extravaganten Gebinden. Sie ist frosthart und wächst eher strauchig. Ihre Kätzchen lösen die Deckschuppen schon im November und lassen die Kätzchen silbrig glänzen. Sie blüht im März/April.

 

Die Trauerweide (Salix alba “Tristis“) ist ein malerisch anmutender Baum, der bis 15/20m hoch werden kann. Die gelblich-braune Rinde und die noch gelber leuchtenden Triebe machen sie zu einer weithin leuchtenden Winterschönheit unter deren tief hängenden Zweigen sich manch Gärtner eine natürliche Laube für den Rückzug vor der Sommersonne sucht. Sie blüht unscheinbar gelbgrün im April zusammen mit dem hellgrünen Austrieb-das Herbstlaub ist gelblich. Sie bevorzugt leicht feuchte Böden, verträgt auch trockene Standorte, bildet jedoch ein weitläufiges oberflächliches Wurzelsystem, was ein Unterpflanzen und die Kultur auf kleinen Flächen.

 

Die heimischen Weiden unterscheidet man nach der Blütezeit in zwei Gruppen. Frühlings-(blühen vorm Blattaustrieb) und Sommerweiden(blühen während oder weit nach dem Blattaustrieb).Alle heimischen Weiden sind getrenntgeschlechtlich zweihäusig, also entweder männlich oder weiblich.

Frühlingsweiden: Salweide, Ohrweide, Grauweide, Kriechweide, Reifweide und Korbweide.

Sommerweiden: Silberweide, Bruchweide, Lorbeerweide, Trauerweide.

 

Buchtip: Die Weide – Baum und Strauch für Tier und Mensch von Helmut Hintermeier http://www.helmut-hintermeier.de/