Thuja – Lebensbaum

 

Sie entwickeln sich zu gleichmäßig gewachsenen, meist kegelförmigen Bäumen und man kann sie auf den ersten Blick kaum von den Scheinzypressen unterscheiden. Sie bevorzugen luft-feuchte Standorte und sind windfester und frosthärter, als die meisten Scheinzypressen und man unterscheidet nur 6 Arten innerhalb der Gattung. Sie zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Heckenpflanzen.

Übersicht:

Thuja occidentalis – Abendländischer Lebensbaum (ist heimisch auf kalten, sumpfigen Böden in Nordamerika und Kanada, mittelhoher Baum, kegelförmige Krone, 15-20m hoch, immergrün, Nadeln: schuppenförmig, dachziegelartig angeordnet, Zapfen gelbgrün, später braun (bis 1cm), flach wurzelnd, reich verzweigt, sonnig bis halbschattig, ausreichend Feuchtigkeit, kalkliebend – gedeiht auch auf sauren Böden, nährstoffreich, sandiger Lehm, frosthart, windfest, schattenverträglich, Nässe vertragend, kann über 1500 Jahre alt werden.

Thuja occidentalis “Brabant“ (stark wachsend,mittelhoch-20m, frischgrüne Nadelschuppen, locker aufgebaut, viele Zapfen bildend im Alter, gut frosthart, für Hecken)

Thuja occidentalis “Columna“ – Säulenlebensbaum (schmal, gleichmäßig, dicht, fächerförmige Zweige, bis 8m, immergrün, Nadelschuppen behalten auch im Winter die dunkelgrüne Farbe, sonnig-halbschattig, feuchte, nahrhafte Böden, gut schnittfest)

Thuja occidentalis “Danica“ (flach kugelig, dicht, Zwergform, extrem langsam wachsend(20 Jahre – 50cm), immergrün, schuppenförmige frischgrüne Nadeln, im Winter bräunliche Färbung, Sonne-Halbschatten)

Thuja occidentalis “Holmstrub“ (schlank aufrecht, langsam wachsend, sehr dicht und kompakt, kegelförmig, bis 4m, immergrün, kräftig grüne Nadelschuppen auch im Winter, wind- und frostfest, robust, schnittverträglich)

Thuja occidentalis “Recurva Nana“ (Zwergform, kugelig, bis 2m hoch u breit, langsam im Wuchs, immergrün, matt grüne Nadelschuppen im Winter bräunlich, robust)

Thuja occidentalis “Rheingold“ (Kleinform, bis max. 4m, erst gedrungen kugelig im Alter fast säulenförmig, sehr unterschiedliche Wuchsformen annehmend, immergrün, schuppenförmig bis nadelartig, feine filigrane Zweiglein, im Sommer leuchtend goldgelb, im Winter bronzefarben, frosthart)

Thuja occidentalis “Smaragd“ (wohl schönste und gleichmäßig wachsende Form, schmal kegelförmig und dicht, relativ langsam wachsend, bis 6m-Jahreszuwachs in der Höhe etwa 10cm, immergrün, frisches kräftiges Grün auch im Winter, schuppenförmige, dicht anliegende Benadelung, frosthart, anspruchslos, schnittfest)

Thuja occidentalis “Sunkist“ (kegelförmig, dicht verzweigt, etwas muschelförmig gedreht, erst langsam, dann rascher wachsend, immergrün, Austrieb leuchtend gelb, dann goldgelb, im Winter bronzefarben. )

Thuja occidentalis “Tiny Tim“ (breit kugelige Zwergform, max. 1m hoch (8-10 Jahre=30cm), dunkelgrün im Winter bräunlich, gut frosthart)

Thuja occidentalis “Aurea“ (schmal säulenförmig, fächerförmig dicht verzweigt, langsam wachsend, intensives Goldgelb, auch über Winter, sonnig, vor Wintersonne schützen!, nicht 100% frosthart, junge Pflanzen brauchen Schutz!)

Thuja plicata “Atrovirens“ (Südalaska-Nordkalifornien, feuchte meist leicht saure Böden, schnellwüchsig, erst spitz, dann breit kegelförmig, bis 15m, tiefgrüne glänzende Nadelschuppen, sonnig bis absonnig, bodenneutral, optimal auf tiefgründigen Böden, schnittverträglich, frosthart)

Thuja plicata “Aurescens“ (mittelgroß, 12m, spitz kegelförmig, raschwüchsig, Triebspitzen leicht überhängend, im Austrieb grünlichgelb, später weißlich gestreift, glänzend, Sonne-Schatten, feuchter, nahrhafter, durchlässiger Boden, frosthart, liebt hohe Luftfeuchte, schattenverträglich, braucht ausreichend feuchten Boden auch im Winter!)

Thuja plicata “Exelsa“ (mittelgroß, locker kegelförmig, ältere Äste leicht hängend, derbe dunkelgrüne Zweige, grober als bei der Wildart, pH-Wert-neutral, Boden s. o., gesund, winterhart, schnittverträglich)

Thuja standishii (kleinbaum, bis 10m, gelbgrün)

 

Thujopsis dolabrata – Hibalebensbaum

Unterholz in feucht-kühlen Gebirgswäldern Japans. Langsam wachsend, Baum oder Strauch, bis 20m, Stamm dünn, bis zum Boden beastet, oft nur als Strauch im Handel, immergrün, schuppenförmige Nadeln, breit und dunkelgrün, unterseits weiß gefleckt, tiefgründige Sand-Lehmböden, völlig frosthart, braucht hohe Luftfeuchtigkeit.

Tsuga – Hemlocktanne

 

Tsuga canadensis – Kanadische Hemmlocktanne

Sie stammt aus Nordamerika, wächst dort in kühlen Schluchten im Schatten, auf humosen, tiefgründigen, durchlässigen Böden. Sie sollten nicht zu schwer und kalkfrei sein, denn sie ist kalkempfindlich. Mittelhoher bis großer Baum, oft mehrstämmig, elegant überhängende Zweige, bis 20m hoch, Nadeln dunkelgrün mit 2weißen Stomabändern auf der Unterseite. Die Zapfen sind max. 2cm groß, eiförmig und hellbraun. Sie hat eine tiefe Hauptwurzel, bildet im Alter aber ein eher flaches Wurzelsystem. Sie ist frosthart, verträgt Hitze und Trockenheit eher schlecht. Sie möchte sonnig bis halbschattig und vor Winden geschützt stehen, der Boden sollte feucht sein. S verträgt Vollschatten und ist gut schnittverträglich.

“Nana“ – Zwergform, niederliegende waagerecht ausgebreitete Äste, überhängend, bis 1m hoch, langsam wachsend, dicht stehende dunkelgrüne Nadeln, glänzend.

“Pendula“ – Hängeform, bis 3,5m hoch, stark überhängende Äste im Alter kaskadenförmig, dunkelgrün glänzende Nadeln, Sonne bis Halbschatten.

Tsuga diversifolia – Nordjapanische Hemlocktanne

Großstrauch mit kegelförmiger Krone, Äste überhängend, bis 10m hoch, junge Triebe gelblich-orange, Nadeln sehr dicht, glänzend dunkelgrün mit unterseits zwei Stomabändern. Immergrün, Zapfen, 2cm, dunkelbraun. Standort schattig kühl und feucht auf nährstoffreichen durchlässigen Böden, kalkfeindlich, sehr frostharte und windunempfindliche Art.

Tsuga heterophylla – Westamerikanische Hemlocktanne

Bedeutender Waldbaum, bis 25m hoch, Stamm gerade, Gipfeltrieb überhängend, dunkelgrüne Nadeln mit fein gezähntem Rand, 2 Stomabänder unterseits, Zapfen bis 3cm, braun oder rotbraun, absonnig in der Jugend schattig, kühl und feucht und absolut windgeschützt. Trockenheit, Hitze und Luftverschmutzung werden nicht vertragen.

Tsuga mertensiana – Berghemlocktanne

In hohen Gebirgslagen Nordamerikas zuhause. Schmal kegelförmiger Kleinbaum, bis 10m hoch, im Alter unregelmäßig etagenförmig wachsend. Immergrün, Nadeln graublau bis grau, rings um den Trieb, zedernähnlich, Zapfen 5-8cm, jung blaupurpurn, reif braun, sonnig bis halbschattig, liebt Lagen mit hoher Luftfeuchte und feuchtem, tiefgründigem, durchlässigem saurem Boden. Gut frosthart und windfest, etwas schattenverträglich.

“Glauca“  - blaue Form, schlank kegelförmig wachsend, Seitenäste oft schleppenartig, bis 8m hoher Kleinbaum. Zapfen wie bei der Art, Nadeln blauweiß bereift, wirkt wie eine Zeder. Sonnig bis halbschattig, gern luftfeucht, tiefgründige durchlässige saure Böden, gut frosthart und schattenverträglich.