Abies – Tannen

 

Sie haben einen regelmäßigen, kegelförmigen Aufbau und einen geraden Stamm. Die Nadeln sind bei den meisten Arten flach, oberseits glänzend grün und unterseits mit weißen Stomabändern versehen. Einige weisen auch silbrig graue bis blaue Nadeln auf. Die Zapfen stehen aufrecht und zerfallen zur Reifezeit bis auf die aufrechte Zapfenspindel, die noch einige Zeit am Baum verbleibt. Ihre volle Pracht kann eine Tanne nur in völligem Freistand erreichen, wenn Licht von allen Seiten vorhanden ist, da sie dann besonders gleichmäßig wächst.

 

Die Weiß-Tanne – Abies alba ist der anspruchsvollste Nadelbaum unserer Wälder. Der tiefgehende Pfahlwurzler braucht tiefgründigen, guten Boden, mäßig feuchten Untergrund, mildes Klima und Schatten. Der Stamm der Weiß-Tanne wird bis zu 2m dick. Sie ist der heimische Baum, der die größte Höhe erreichen kann mit bis zu 70m. Allerdings machen ihr Umweltgifte und mangelnde Luftreinheit das Leben schwer. Sie hat sehr hohe Ansprüche ist empfindlich gegenüber Spätfrösten, Trockenheit und Luftschadstoffen. Sie hat dunkelbraune, unreif grünliche Zapfen. Ihre Nadeln sind unterseits hellgrün und oberseits dunkelgrün, sie haben zwei weiße Stomabänder auf der Unterseite.

 

Abies balsamea “Nana“ – Zwergbalsamtanne(= Abies balsamea nana globosa)

Sie wird bis 1m hoch und etwa doppelt so breit, hat sehr kurze dicht stehende Nadeln, die oberseits dunkelgrün sind und sie haben zwei weiße Stomabänder auf der Unterseite. Sie wurzelt flach, mag es sonnig und benötigt sauren bis leicht alkalischen, nahrhaften, eher feuchten Boden.

 

Die Colorado-Tanne (Abies concolor), auch bekannt als Amerikanische Silber-Tanne, ist ein dekorativer Nadelbaum für Parks und große Gärten. Seine derben Nadeln sind blaugrün, an der Unterseite blassgrün. Sie ist ein beliebter Weihnachtsbaum für alle, die das Besondere mögen und einen Baum suchen, der nicht so schnell nadelt. Viel anmutiger und schöner jedoch ist ihr gleichmäßiger Wuchs im Garten bei freiem Stand. Der Boden sollte sandig-lehmig bis lehmig sein und mäßig feucht, der Nährstoffgehalt  gering bis normal bei schwach saurem  bis alkalischem pH-Wert. Sie ist empfindlich gegenüber Bodenverdichtung und Staunässe, verlangt hohe Luftfeuchtigkeit, ist gut frosthart, sehr rauchhart und verträgt Stadtklima. Sie hat sehr schöne hellbraune Zapfen. Ob sie eher flach oder tief wurzelt ist von den Bodenverhältnissen abhängig.

 

Abies homolepsis – Scheiteltanne,Nikko-Tanne (=Abies brachyphylla)

Sie wird bis 30m hoch, wächst pyramidal und kommt aus den sommerfeuchten Gebieten Japans. Die Nadel stehen schräg aufrecht sind oben dunkelgrün unten silbrig-weiß, die Zapfen erst violettgrün dann braun. Sie mag frische bis feuchte saure bis neutrale Böden und ist anpassungsfähig. Spätfröste, Trockenheit und Hitze können sie schädigen.

 

Die Küsten- oder Riesentanne (Abies grandis) ist die höchste Tanne überhaupt. Sie ist sehr schnellwüchsig und wird bis zu 100m hoch. Die bis 6cm langen Nadeln riechen angenehm. An der Unterseite sind zwei weiße Stomabänder. Die Zapfen sind mit 6-8cm relativ klein. Sie hat sehr hohe Ansprüche, liebt regenreiche Lagen, ist mäßig kalkliebend, außerordentlich kräftig auf verschiedenen Böden. Sie bevorzugt feuchten humusreichen und vor allem tiefgründigen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Sie ist ein Tiefwurzler bzw. Pfahlwurzler.

 

Abies koreana – Koreatanne

Die Korea-Tanne ist ein kegelförmiger, langsam wachsender Nadelbaum mit besonders dekorativen Zapfen. Seine derben, an der Unterseite kalkweißen Nadeln sind radial angeordnet. Er ist sehr gut für kleinere Gärten geeignet. Die Äste wachsen etagenförmig und Sämlinge sind schneller im Wuchs als veredelte Exemplare. Vor der Reife sind die zapfen violettpurpur, stahlblau oder grünlich, später dann braun. Der Boden sollte sandig-lehmig bis lehmig-tonig sein, der Nährstoffgehalt  normal bis hoch, der Boden-pH- Wert schwach sauer bis alkalisch zudem sollte der Boden frisch bis feucht sein.

 

Abies nordmanniana – Nordmanntanne / Kauksaustanne

Die Nordmanntanne ist ein schnellwüchsiger Nadelbaum, der bis zu 30m hoch wird. Die Nadeln sind dunkelgrün, bürstenförmig angeordnet. Sie wird gern in Parkanlagen gepflanzt und ist der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen.  Sie ist etwas empfindlich gegenüber Bodenverdichtung; verträgt aber schwach alkalischen Boden, sie ist sehr frosthart und bevorzugt Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die jungen Pflanzen sollten gegen Ostwind und Wintersonne geschützt werden, schneiden muss man nicht. Sonnig bis halbschattig pflanzen.

 

Abies procera “Glauca“

Sie benötigt feuchte, tiefgründige und nährstoffreiche Böden, die kalkfrei sein sollten. Oft sehr malerisch wachsende Bäume, die durch unregelmäßige Anordnung der Äste und  sehr breiten Wuchs einen unverwechselbaren Wuchscharakter entwickeln. Sie können bis 25m hoch werden, oft werden jedoch kleiner bleibende Sorten angeboten. Sie hat prachtvolle blauweiße Nadeln und ist die langlebigste aller Tannen, kann bis 700 Jahre alt werden. In der Jugend steht sie halbschattig am besten, während sie mit zunehmendem Alter immer mehr Licht wünscht.

 

 

http://www.w-w-w.de/Tannen.html

Spanische Tanne im Botanischen Garten Berlin-Dahlem