Kletterhortensie als Arrangement mit einer von verschiedenen Clematis überwucherten roten Kletterrose an einer Südwestwand

Schneidet man sie nicht
immer wieder zurück,
bringt sie ihre ganze Umgebung
um Licht und Nahrung.
Es gibt solche Pflanzen
und es gibt solche Menschen...

Richard Katz
über
Blauregen ("Glyzinie")

Kletterpflanzen

Actinidia kolomikta – Flamingo-strahlengriffel / Zierkiwi

Diese wegen ihres bezaubernden Laubes gepflanzte Kletterpflanze stammt aus Ostsibirien, China und Japan. Sie ist ein langsam wachsender Schlingstrauch, erreicht dennoch Höhen von 3-6m. Die Blätter färben sich an den Spitzen, manchmal auch ganzflächig weiß-rosa, im Kontrast zum Grün der anderen Blatteile ergibt sich ein sehr ansprechendes Bild. Im Juni erscheinen weiße duftende Blüten, die relativ unscheinbar sind. Die Früchte ähneln denen der Stachelbeere und schmecken gut – sind also essbar, wie die Bayernkiwi. Sie bevorzugt gleichmäßig feuchte, nahrhafte Standorte in eher sonnigen Lagen. Ein zu dunkler Standort vermindert die Färbung der Blätter, junge Pflanzen färben sich ebenfalls nicht so stark, wie ältere.

Akebia quinata – Akebie

Sie stammt aus Japan,China und Korea und ist wärmeliebend, in der Jugend etwas spätfrostempfindlich, aber gut winterhart. Sie kann bis zu 10 m empor klettern, ist sommergrün, in sehr milden Jahren immergrün und hat fingerförmige grüne Blätter und violettbraunrote Blüten in einer faszinierenden Form, die kleinen männlichen rosa Blüten sind unscheinbar und duften, sie blüht im Mai. Die hellvioletten, gurkenförmigen Früchte werden bis 10 cm lang und sind sogar essbar. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze in geschützter warmer Lage. Sie ist sehr anpassungsfähig und gedeiht auch auf trockeneren Sandböden. 

Campsis radicans - Trompetenblume, Klettertrompete, Amerikanische Trompetenblume

 

Sie stammt aus Nordamerika und ist ein mittels Haftwurzeln kletternder starkwüchsiger Strauch. Ihre Fiederblätter sind kräftig grün und bestehen aus 9-11 Blättchen, sie ist sommergrün und  hat im Juli bis September orange bis hellorange, bis 7cm lange Röhrenblüten. Die Früchte sind schmale, zweiklappig aufgehende Kapsel, die bis zu 10 cm lang werden kann, sie rankt bis zu 10m in die Höhe. Sie bevorzugt eine vollsonnige warme und geschützte Lage, gern an Häusern oder Mauern. Sie toleriert jeden nahrhaften Gartenboden, ist pH-Wert-neutral und erträgt auch sommerliche Trockenheit. Die Sorte "Flava" blüht gelb.

 

Campsis x taglibuana "Mme. Galen"

 

ist eine Selektion aus C. radicans und C. grandiflora. Sie ist auch sommergrün, nicht ganz so starkwüchsig, erreicht nur 8m Höhe und hat größere bis 40cm lange Fiederblätter, die dunkelgrün glänzen und aus bis zu 15 Einzelblättchen bestehen. Sie blüht orangerot. Wie jede Campsis liebt sie einen kühl -feuchten Wurzelbereich.

 

Baumwürger - Celastrus orbiculatus

Kletterpflanze mit erbsengroßen, leuchtend orangegelben Früchten

Springen im November auf und enthüllen den rote Samen, bleiben lang in den Winter am Holz,rundliche Blätter mit gelber Herbstfärbung

Zweihäusig (Männliche und weibliche Pflanzen),unscheinbare, kleinen, grünen Blüten im Juni

lichter Halbschatten, auch Sonne möglich, im Schatten geringe Blüte >Fruchtansatz

humusreichen Boden, nicht austrocknen lassen, ganz wenig düngen, da er so schon zum Wuchern neigt

verträgt starken Rückschnitt am besten im Frühjahr

lässt sich durch Stecklinge im Sommer und durch seine Wurzelausläufer vermehren

Clematis –Waldrebe

 

Diese Gattung ist sehr vielfältig und formenreich – es gibt rund 250 Arten, die weltweit verbreitet sind. Besonders beliebt sind die großblumigen Hybriden mit den tellerförmigen Blüten in weißen, blauen, rosa, roten und violetten Nuancen. Lediglich das Gelb bleibt den Wildformen vorbehalten. Die meisten Arten benötigen eine Rankhilfe und eine Unterpflanzung mit Stauden, die dem Wurzelbereich Schutz bieten.

 

Clematis alpina – Alpenwaldrebe

Sie wächst auf kalkigen bis sauren Böden, humose, aber auch lehm-, stein-, und schotterhaltige Felsböden genügen ihren Ansprüchen. Sie ist sommergrün, hat doppelt dreizählige Blättchen

Und nickende Glockenblüten, in violettblau oder weiß. Sie blüht von Mai bis Juni in großer Fülle, bevorzugt lichten Schatten bis Halbschatten und möchte einen Wurzelschutz.  Die Sorte “Frances Rivis“ wird bis 3m hoch und ist zierlich im Wuchs, die Glockenblüten sind tief blau und ziemlich groß, blüht von April bis Juni.

Clematis montana –Anemonenwaldrebe

 Sorte “Rubens“: Sie ist stakwüchsig und klettert sehr hoch, bis zu 8m. Die dreizähligen Blättchen sind bronzegrün, die Einzelblüten anemonenähnlich, rosarot, heller werdend und erscheinen sehr zahlreich am vorjährigen Holz. Sie ist gut kalkverträglich, bevorzugt aber schwach sauren humosen, nährstoffreichen gleichmäßig feuchten Boden in sonniger bis halbschattiger, geschützter Lage.

Die Sorte “Superba“ ist käftig im Wuchs, hat bronzegrünes Laub und weiße Blüten, die etwas größer sind. 

Clematis vitalba ist die Gewöhnliche Waldrebe, die auch bei uns heimisch ist. Sie gilt als Pionierpflanze und Stickstoffanzeiger und wird bis 40 Jahre alt. Sie wächst in Bäume und kann eine Höhe von 30m erreichen. Die gelblich-weißen Blüten sind nicht größer als 2cm(Sept./Okt.) und die perrückenartigen, silbrigen Fruchtstände haften bis tief in den Winter. Sie bevorzugt kalkhaltige Lehmböden ist mäßig windfest und salzverträglich.

Clematis viticella heißt die Italienische Waldrebe, die in Südeuropa und Kleinasien heimisch ist. Sie wächst feintriebig und zierlich bis 5m hoch, die Grünen blättchen sind ganzrandig bis dreifach gelappt, die Blüten sind aufrecht bis nickend, glocken- bis schalenförmig und purpur bis violett und erscheinen von Juni – September. Sie bevorzugt Sonne, einen geschützten Platz in sandig-lehmigen, humosen neutralen bis stark alkalischen Boden und wird nicht von der Clematis-Welke befallen. Die Sorte “Kermesina“ hat Blüten in Rubinrot bis tief Magenta, die Blüten sind Schalenförmig im Gegensatz zur Wildart.

 

Clematis-Hybriden:

Sie benötigen Rankhilfen und erreichen eine Höhe zwischen 2 und 6 m. Die Blüten der Clematis bestehen nicht aus Kronblättern, sondern umgebildeten Kelchblättern. Sie mögen es sonnig bis halbschattig und am Wurzelfuß schattig, feucht und kühl – Unterbepflanzung mit Bodendeckern und Stauden empfohlen! Keine Staunässe und pH-Werte zwischen 5,5 und 6. Boden: humos, durchlässig, nicht zu trocken und nahrhaft. Man sollte clematis so pflanzen, dass ihnen vorm Winter noch genügend Zeit zum Einwurzeln bleibt. In strengen Winter den Fuß mit Laub mulchen. Ein Rückschnitt empfielt sich im Frühjahr, wobei 40-80cm möglich sind einige langsam wachsende Sorten sollte man nur wenig schneiden.

 

Name-Farbe-Blütezeit

Bill MacKenzie, kleine gelbe Glockenblüten, 7-10,ähnlich der Wildform Clematis tangutica

Großblumige Hybriden:

Comtesse de Beauchaud- rosa-lila,7-9

Dr. Ruppel-pastellviolett mit weinroten Streifen-5/6 und 9

Ernest Markham-purpurweinrot,6-9

Gipsy Queen-tiefviolett,samtig,8/9

Hagley Hybrid-purpurrosa,heller werdend,7/8

Huldine-weiß/silber,7-10

Jackmanii-tiefviolett,6-9

Jackmanii Superba-samtig dunkelviolett,7-10

Lady Betty Balfour-dunkelpurpurblau,8-10

Lasurstern-blauviolett mit gelben Staubgefäßen,5/6 und 8/9

Mme.Le Coultre-weiß,6-9

Nelly Moser-lila-rosa rotgestreift,5/6 und 8/9

Niobe-samtig tief weinrot, 5/6 und 8/9

Perle d´Azur-himmelblau mit rosa-lila Mitte, 7-9

Rouge Cardinal-tief magenta, samtig,7-9

The President -blauviolett, samtig, 7-9

Ville de Lyon-rubin-magenta, 7-9

 

Wie auf den folgenden Bildern zu erkennen hat der Efeu (Hedera helix), die Pflanze des Jahres 2010, keinen ganz einfachen Start ins Jahr.

Hier wird Ihnen erklärt warum es keinen rotblättrigen Efeu gibt:

Efeu - bitte hier klicken

Fallopia baldschuanica (syn. Polygonium baldschuanica) – Schlingknöterich

 

Knöterich ist ein herrlich unkomplizierter aber rasch überhand nehmender schnell wachsender, sommergrüner Schlinger mit Büscheln zarter weißer Blüten im Übermaß im Sommer. Er sollte nach der Blüte geschnitten werden um ihn im Zaum zu halten. Der Boden muss nicht besonders sein, nur nicht staunass. Er wird gut und gerne 12m hoch und macht sich über alles her, was “greifbar“ ist. Sonne bis Halbschatten sind optimal, im Schatten blüht er weniger.

 

Hedera – Efeu

 

Der Efeu gehört zu einer sehr alten Pflanzenfamilie den Araliaceen, die im Tertiär vor 20-50Mio Jahren auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet war. Heute findet man die meisten Arten in den tropischen Wäldern. Zur eigentlichen Gattung Hedera gehören je nach Auffassung 6 bis 15 Arten, vorwiegend in Europa beheimatet.

Es sind bodendeckende oder mit Haftwurzeln kletternde Pflanzen, deren Blätter eine Alters- und Jugendform bilden(Heterophyllie) mit deutlich unterschiedlicher Blattform. Die Blütendolden sind grünlichgelb und erscheinen im Sept./Okt., aus denen erbsengroße rotgrüne Beeren werden, die erst im Folgejahr schwarz und reif werden. Die Pflanzen und Früchte sind giftig(Saponine).

Efeu eignet sich zur Unterpflanzung stark schattender Bäume, zum Begrünen von Mauern, Zäunen und Gebäudefassaden. Er ist immergrün und frosthart. Er ist der einzige heimische Wurzelkletterer. Es gibt über hundert Selektionen, die nicht alle ausreichend frosthart sind. Sie bevorzugen luftfeuchtes Klima, nährstoffreichen lockeren humosen Boden im Schatten oder Halbschatten, passen sich aber auch fast allen anderen Bedingungen an.

 

Hedera colchica “Aborescens“ – Strauchiger Kaukasus-Efeu

 

Blätter mittelgrün mit weißem Adernetz, um 1,5m hoch, weißliche Blüten, schwarze Früchte, bei freiem Stand und Wintersonne und Wind etwas frostempfindlich

 

“Sulphur Heart“ grüngelbe,leicht gewellte bis 15 cm lange Blätter, sonnig, feuchter Boden, frosthart, keine Staunässe

 

“Dentanta“(purpur überlaufene Zweige), “Dentanta Variegata“(weiß geränderte, grau-grün gefleckteBlätter)

 

Hedera helix – Gewöhnlicher Efeu

 

Europa bis Kaukasus, häufig Begleitpflanze für Buchen und Eichen in Mischwäldern, verwildernd auf alten Friedhöfen und in Parks, nahrhafter, humoser kalkreicher (bis schwach saurer) Boden, bis 20m hoch, immergrün (drei- bis fünflappig, weiße Blattnerven, Altersform ungelappt, Herbstblüher (gelbgrün)-blüht erst ab 8-10 Jahren, schwarze Beeren, absonnig bis schattig, wächst auf allen Böden außer reinem Torf (zu sauer/zu trocken), kann über 400 Jahre alt werden, wärmeliebend, Austrieb frostgefärdet, mag hohe Luftfeuchtigkeit, erträgt sommerliche Hitzeperioden    

 

“Aborescens“- Strauchefeu

Nicht kletternd, bis 2m, immergrün, Blätter ungelappt, derb ledrig glänzend grün, Herbstblüher(grünlichgelb), Früchte schwarzblau, sehr frosthart, absonnig-schattig

 

“Goldheart“

In 5 Jahren an einer Ostwand ca. 3m hoch und 4qm bedeckend, immergrün, überwiegend dreilappig, dunkelgrün, Blattmitte leuchtendgelb zum Rand grün überlaufend, sonnig bis absonnig, frosthart, gut kletternd, Boden: s.o., nicht schneiden oder als Bodendecker verwenden, da sonst das Laub in reines Grün zurückschlagen kann.

 

 “Plattensee“

10-15m hoch, immergrün, stumpf dreilappig, dunkelgrün mit silbrig weißer Aderung, unter Sonneneinfluß im Winter braunviolett marmoriert, gut trockenresistent, ausgezeichnet frosthart

 

“Woerner“

Ähnlich Plattensee, aber größere Blätter, frosthart, gut kletternd

 

“Glacier“

Kräftig wachsend, frosthart, hellgrün weiß panachiert, von Natur aus bodendeckend, brauch

Hilfe beim Klettern-anfangs, Sonne sonst vergrünen sie zunehmend

 

Weitere Sorten: “Buttercup“(sonnig, gelbliche Blätter), “Cavendishii“(cremegelb gerändertes Laub), “Pedata“(vogelkrallenförmiges grünes Laub)

 

Hedera hibernica – Irischer Efeu

6-20m hoch, eine Pflanze bedeckt in 4 Jahren bis zu 9qm, mattgrün, hellgrün geadert, Blattstiele violettgrün, typisch leicht nach oben gebogene Blätter, grünlichgelbe Blüten, schwarze Beeren, nicht so frosthart wie H. helix, schattige Bereiche günstiger

 

Humulus lupulus – Hopfen

Man findet ihn in Auenlandschaften, stickstoffliebenden Buchenwäldern und in der Nähe von Siedlungen, die Ursprüngliche Heimat ist nicht mehr feststellbar, da er seit dem 9.Jh. als Bierwürze angebaut wird und so sehr stark verbreitet wurde. Er bevorzugt nasse, oder zeitweise überschwemmte nährstoffreiche, schwach bis mäßig saure Sand-, Ton- und Lehmböden.  Er ist sehr starkwachsend und rechtswindend, er kann bereits nach 2 Jahren je nach Nährstoffgehalt des Bodens zwischen 3 und 6m Höhe erreichen. Er ist sommergrün und hat 3-7lappige, dunkelgrüne Blätter, sie sind rauh und borstig behaart, wie auch die Stiele, und grob gesägt. Die Pflanze ist zweihäusig, die männlichen Blüten sind achselständige unscheinbare Rispen, die weiblichen die typischen papierartigen zapfenähnlichen, erst hellgrünen, später braunen Früchte. Er wurzelt tief und bildet Ausläufer, neigt zum Wuchern, verträgt aber radikalen Rückschnitt im Frühjahr, oder Herbst. Er ist frosthart und wärmeliebend, halbschattig bis sonnig ist er gut aufgehoben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Hopfen

Hydrangea petiolaris – Kletterhortensie

Sie stammt aus den Wäldern in Japan, Taiwan und Korea und ist ein Kletterstrauch der auf dem Boden ein Dickicht bildet oder an Bäumen und mauern empor wächst. Sie kann bis 15 m hoch klettern und braucht ein stabiles Gerüst, da die Triebe ein ordentliches Gewicht zusammenbringen. Sie hat Haftwurzeln an den Trieben (lichtabgewandte Seite). Sie ist sommergrün und hat dunkelgrüne glänzende Blätter, die unterseits etwas heller sind und sich im Herbst gelb färben. Die flachen Schirmrispen erscheinen im Juni und Juli und haben außen etwas größere sterile Randblüten, sie sind cremeweiß und duften süßlich. Die Rispen erreichen einen Durchmesser von bis zu 25 cm. Da sie eine Waldpflanze ist liebt sie kühle feuchte Standorte und bevorzugt Halbschatten. Der Boden sollte sauer bis neutral sein, humos, durchlässig und nahrhaft. Die Kletterhortensie ist kalkmeidend, verträgt aber tiefen Schatten und starke Wurzelkonkurrenz.

Parthenocissus – Wilder Wein, Jungfernrebe

Parthenocissus quinquefolia

Diese Art stammt aus Nordamerika und wächst vor allem an Waldrändern, überzieht dort oft Gehölze völlig. Er ist ein raschwüchsiger Selbstklimmer, der bis zu 20m hoch ranken kann. Er ist sommergrün, hat fünfzählige stumpf dunkelgrüne Blätter (unterseits bläulich), die sich im Herbst prachtvoll brennend leuchtrot bis purpur verfärben, im Schatten orangegelb. Blüte unscheinbar weiß im Juli/August, nachfolgend kleine blauschwarze Früchte. Er wächst auf fast jedem Boden, im salzigen Dünensand bis hin zum feuchten tiefgründigen Lehmböden.

Sorte “Engelmannii“, längere und schmalere Blätter, sehr scharf und regelmäßig gesägt, Herbstfärbung leuchtend dunkelrot bis feuerrot

 

Parthenocissus tricuspidata “Veitchii“

 

Diese Art stammt aus Japan und Korea und ist ein raschwüchsiger Selbstklimmer, dessen Blätter sehr veränderlich sind, ungelappt bis dreizählig, im Austrieb ist er bronzefarben, im Sommer glänzend grün und im Herbst goldorange, scharlachrot bis dunkelkarmin. Anpassungsfähig, bevorzugt nahrhafte Böden(neutral-alkalisch). Er hat gelblichgrüne Trugdolden (Juni/Juli) und schwarze blaubereifte Beeren. Für Sonne-Halbschatten.

 

Sorte “Green Spring“ hat hellgrün glänzende große, dreilappige Blätter, die manchmal dreigeteilt sind,  im Austrieb ist sie braunrot .

Lonicera – Heckenkirsche, Geißblatt,“ Je-länger-je-lieber“

 

Wir möchten uns hier erst einmal nur den Vertretern der Gattung widmen, die wir zu den Kletterpflanzen zählen. Die meisten von ihnen sind sommergrün, Ausnahmen: Lonicera acuminata und Lonicera henryi.

 

Lonicera acuminata – Kriechende Heckenkirsche

Sie stammt aus dem Himalaya und ist ein Schlingstrauch, der bodenaufliegend oder an Zäunen und ähnlichem empor wächst. Sie ist schnellwachsend, bis 3m hoch rankend, halbimmergrün und das Laub ist mittelgrün, die Blüten cremegelb, in 6zähligen Quirlen an den Triebspitzen duften sie im Juni und Juli. Die Früchte sind korallenrote Beeren. Sie mag es absonnig bis schattig und geschützt, der Boden sollte neutral bis alkalisch sein, ansonsten sind die Ansprüche gering.

 

Lonicera henryi – Immergrünes Geißblatt

Es stammt aus China und es kann bis 8 m hoch ranken, die Blätter sind lanzettlich zugespitzt und mittelgrün, leicht glänzend, unterseits hellgrün. Die Blüten sind klein, meist paarig, gelb bis rötlich und erscheinen zwischen Juni und August. Die Früchte sind schwarz, sie gedeiht an absonnigen Standorten bis in den tiefen Schatten. Das Substrat sollte nährstoffreich, feucht, humos und durchlässig sein. Bei Kahlfrösten und trockenen Winden verliert er einen Teil des Laubes, welches nachwächst.

 

Lonicera caprifolium – Echtes Geißblatt

Beheimatet ist es in Mitteleuropa bis Kleinasien, in lichten Wäldern, an Waldrändern…meist auf leicht feuchtem kalkhaltigem Lehmboden. Es wächst mittelstark und ist rechtswindend,  und ist sommergrün. Die dunkelgrünen Blätter sind bei den obersten Paaren rundlich um den Stiel verwachsen. In 6zähligen Quirlen über den Blättern erscheinen von Mai bis Juli gelblich weiße ins Rot überlaufende Blüten, die sich zu orangeroten Beeren entwickeln, die Vögel verbreiten. Sonne-Halbschatten und immer feucht und kühl im Wurzelbereich, benötigt nährstoffreichen Boden, ist kalkliebend  und frosthart.

 

Lonicera x heckrottii

Diese Sorte neigt zum Verkahlen von unten her, sie wird bis 4m hoch und hat purpurrote Jungtriebe, die sommergrüne Pflanze hat blaulichgrünes Laub, Blüte blaurot bis purpur mit heller Mitte, reichblühend, intensiv aber angenehm duftend. Blüht von Juni bis September in milden Jahren bis in den November. Setzt nur ab und an rote Beeren an. Sie ist gut frosthart und toleriert jeden Gartenboden (durchlässig und nährstoffreich). Halbschattig.

Sorte: “Goldflame“ wird bis zu 6m hoch und wächst stärker, dunkel-bläulichgrünes Blatt, Blütenfarbe ähnlich, etwas dunkler, ebenfalls duftend und reichblühend. Es werden keine Früchte angesetzt. Boden neutral bis alkalisch.

 

Lonicera japonica “Aureoreticulata“

Die Wildform stammt aus Japan und China. Sie wird bis 6m hoch,hat dunkelgrünes Laub mit gelber Aderung und weiß-gelbe leicht purpur getönte Blüten. Sie ist sommergrün. Ein geschützter Standoert ist wichtig da sie etwas frostempfindlich ist.

 

Lonicera x tellmanniana

Kräftig wachsende Pflanze, tiefgrünes Blatt mit gelber Herbstfärbung, Blüten gelborange und nicht duftend(Mai-Juli), orangerote erbsengroße Beeren, gedeiht auch auf trockneren Standorten.

 

Wisteria  floribunda – Blauregen, Glycine

 

Der Blauregen ist eine starkwüchsige Kletterpflanze, die aus Japan stammt, sommergrün ist, hellgrünes gefiedertes Laub hat und  violette Blüten in bis zu 50cm langen Trauben im Mai/Juni.Die Trauben öffnen ihre Blüten vom Ansatz zur Spitze und es blühen nie alle gleichzeitig. Das Herbstlaub ist gelb, die Hülsenfrüchte sind giftig. Er mag einen sonnigen geschützten Standort und lockeren, durchlässigen, nährstoffreichen Boden- sauer bis neutral, keine Staunässe.

Er ist frosthart aber etwas spätfrostgefährdet, hat im Sommer einen hohen Wasserbedarf und kann, wenn die Triebe stärker sind Regenrohre und Dachrinnen zusammendrücken, brauch ein stabiles Rankgerüst. Man sollte veredelte Pflanzen kaufen, Sämlinge weniger blühen und das auch erst nach vielen Jahren. Er ist rechtswindend bis 8m hoch.

 

“Rosea“: Diese Sorte hat hellrosa Blüten, mit nem Hauch purpur und sie duften

“Snow showers“: sie wächst besonders schnell, ist starktriebig, hat lange dichte Trauben weißer Blüten und blüht später als die blaue Wildform

 

Wisteria sinensis – Chinesischer Blauregen

 

Der größte Unterschied ist, dass diese Art linkswindend ist und 7-12m hoch wächst. Die Blätter sind ähnlich der von Wisteria floribunda, die Blütentrauben jedoch sind kleiner(15-30cm) und erscheinen vor den Blättern im Mai/Juni , die Blüten einer Traube blühen nahezu gleichzeitig. Die Blüten sind ebenfalls violett-blau und Früchte giftig. Die Standort- und Bodenverhältnisse sind nahezu identisch, Staunässe und Bodenverdichtung werden nicht vertragen und saure Böden bevorzugt. Wie auch bei Wisteria floribunda kommt es bei zu alkalischen Böden zu Eisenchlorosen.

Eigentlich keine Kletterpflanze aber oft so genutzt:

Laburnum anagyroides – Gewöhnlicher Goldregen, Bohnenbaum, Kleebaum (Bezeichnung in den Alpenländern)

 

Der Goldregen stammt aus Südeuropa, kommt dort in Eichen- und Kiefernwäldern, selten in Buchenwäldern vor. Beliebt sind sonnige Hanglagen (Karstwälder) mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden, die nicht zu trocken sein dürfen. Er wächst als hoher Strauch oder Kleinbaum, mit überhängenden Ästen, weshalb er auch zur Begrünung von Pergolen genutzt wird. Er wird bis 7m hoch und graugrüne Jungtriebe, die feinfilzig behaart sind, ältrere sind eher oliv-graugrün. Er ist sommergrün und die Blätter sind dreizählig, oben dunkel- unten graugrün. Die hellgelben im Mai erscheinenden Blütentrauben duften nicht und werden 10-30cm lang. Die seidig behaarten Hülsenfrüchte sind giftig. Er bevorzugt Sonne bis Halbschatten und mittelschweren anlehmigen nicht zu trockenen Boden, der eher alkalisch als sauer sein sollte, er passt sich jedoch relativ gut an, wenn die Verhältnisse nicht optimal sind. Er ist gut frosthart und fast alle Pflanzenteile sind giftig, besonders konzentriert ist der Giftstoff( Alkaloid)Cytisin in den Samen.

 

Laburnum x  watereri “Vossii“

 

Diese Sorte wird bis 6m hoch und hat dickere Triebe, die Blätter sind leicht glänzend dunkelgrün, die Blüten goldgelb. Sie werden in bis zu 50cm langen Trauben ausgebildet und duften. Sie erscheinen im Mai/Juni.

Wenn wir mal nicht mehr weiterhelfen können, dann finden sie besonders seltene Clematissorten bei Oetjengerdes

Diesem besonderen Angebot an Clematis sind wir in Berlin beim Traditionsfest der Baumschule Späth begegnet. Um Ihnen nun noch mehr Möglichkeiten und Anregungen zu geben, hier mal ein kleiner Ausblick...