Blütengehölze fürs ganze Jahr

Philadelphus  - Pfeifenstrauch, Falscher Jasmin

 

Der Philadelphus gehört wegen seiner Blütenfülle und Anspruchslosigkeit schon seit hunderten von Jahren zur Gartenkultur und ist heute eine der beliebtesten Gartenpflanzen. Benannt wurde er nach dem Ägyptischen König Ptolomaeus Philadelphus. Die heute erhältlichen Hybriden, an deren Entstehung LEMOINE einen großen Anteil hat spielen eine weit größere Rolle, als die Wildformen. Alle Philadelphusarten sollten regelmäßig nach der Blüte ausgelichtet werden. Eine Düngung sollte im März/April erfolgen.

 

Philadelphus coronarius – Europäischer Pfeifenstrauch

 

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südeuropa bis zum Kaukasus. Er wächst straff aufrecht und wird 2 bis 4m hoch, im Alter können die Zweige leicht überhängen. Er ist sommergrün, mit spitz-ovalem, leicht rauhen Laub, und weißen, stark duftenden, einfachen Blüten, die in Trauben von bis zu 9 Einzelblüten angeordnet sind und ab Mai erscheinen. Er kann sonnig bis halbschattig stehen und wächst in jedem Gartenboden. Allerdings bevorzugt er gleichmäßige Feuchtigkeit. Er ist frosthart.

 

Sorten:

 1. Belle Etoile ist ein kleiner gedrungen wachsender Philadelphus . Er wird bis 1,5m hoch, hat

mittelgrünes Laub und hat offene weiße Blüten mit rosa-lila Basisfleck. Die Einzelblüte kann einen Durchmesser von 5 bis 6cm erreichen, duftet und erscheint ab Juni.

2. Dame Blanche ist ebenfalls eine langsam und gedrungen wachsende, dicht verzweigte Sorte. Sie ist sommergrün, mit dunkelgrünem Laub, hat weiße einfache bis halb gefüllte Blüten, die sehr stark duften und etwas kleiner sind, dafür ist sie sehr reich blühend von Juni- Juli.

3. Erectus wächst straff aufrecht, wird bis 2m hoch und hat relativ kleine dunkelgrüne Blätter. Er blüht sehr reich in mittelgroßen Trauben mit starkduftenden, dicht gefüllten Einzelblüten.

4. Grandiole wächst langsam und aufrecht, wird bis 2m oder höher und ist gekennzeichnet durch mittelgrüne Blätter und rahmweiße, dicht gefüllte große Blüten, welche leicht duften und ab Juni erscheinen.

 

Philadelphus var. grandiflorus – Großblütiger Pfeifenstrauch

 

Diese Art stammt aus Nordamerika, aus Gegenden, die eher feuchten Boden aufweisen. Sie wächst sehr schnell, erst aufrecht, dann malerisch überhängend(3 – 5m hoch). Die Blüten sind weiß und groß, das Blatt dunkelgrün. Sie sitzen einzeln oder in Trauben bis zu 9 Blüten an den Zweigen, verströmen aber keinen Duft. Sie ist frosthart und anspruchslos an Boden- und Lichtverhältnisse.

 

Sorten:

1. Lemoinei ist eher klein mit bis 1,5m Höhe und wächst langsam und aufrecht. Das Laub ist mittelgrün und die Blüten sind weiß,  einfach und stark duftend und erscheinen ab Juni. Sie verträgt Sonne und Halbschatten und nahezu jeden Boden, wenn er einigermaßen feucht ist.

2. Manteau d´Hermine ist wächst breitbuschig und teilweise überhängend. Die Blätter sind wellig verdreht und leicht ledrig. Die Blüten sind schneeweiß, locker bis dicht gefüllt und duften wenig.

3. Schneesturm wächst rasch und hat aufrechte Haupttriebe und gebogene  Seitenzweige. Er ist sommergrün mit dunkelgrünen Blättern und schneeweißen stark gefüllten Blüten in dicht besetzten Trauben, sie duften und blühen ab Juni.

 

 

Photinia villosa – Scharlach-Glanzmispel.

Sie stammt aus Japan, Korea und China wo sie bis hoch in die Gebirge vorkommt, sie wächst schnell und wird bis fünf Meter hoch und breit. Sie jedoch ist nur sommergrün. Die Blätter sind schmal elliptisch, dunkelgrün und unten gelbgrün behaart. Herbstfärbung ist gelb-orange, hält lange, setzt aber schon früh ein. Die weißen Blüten ähneln dem Weißdorn, auch ihr Geruch, die dicken, lang haftenden roten Kernäpfel sind sogar essbar. Sie ist gut frosthart und toleriert alle nicht zu trockenen und nährstoffarmen Böden sofern sie sauer bis neutral sind.

Physocarpus opulifolius – Blasenspiere

Ihre Heimat sind die felsigen Ufer in Nordamerika. Sie ist ein sommergrüner, starkwüchsiger Strauch, dessen Triebe im Alter überhängen, sie wird 3m hoch und hat schneeballähnliche 3-5lappige Blätter in einem mittleren Grün. Im Herbst färben sie sich gelb bis braun. Die Blüten erscheinen im Juni/Juli in Form von vielblütigen Doldentrauben in weiß bis rosa. Die Früchte sind rötliche, blasig aufgetriebene Balgfrüchte. Sie kann sowohl sonnig als auch schattig stehen und ist mit nahezu allen Böden zufrieden. Sie ist frosthart, robust, windfest, gut verpflanzbar und hat ein hohes Ausschlagsvermögen. Die Sorte „Diabolo“ hat purpurne unterseits grünliche Blätter und weiße bis rosa Blüten, im Herbst färbt sie sich rotbraun bis braungelb. Ein noch leuchtenderes Rot kann die „Lady in Red“ aufweisen, „Darts Gold“ und „Luteus“ hingegen bezaubern in gelbgrün.

Potentilla – Fingerstrauch

Der Fingerstrauch umfasst etwa 300 Arten, überwiegend Stauden. Hier widmen wir uns den strauchigen Vertretern, wo der wichtigste Potentilla fructicosa ist. Sie gehören zu den dankbarsten Kleinsträuchern da sie sich durch bodenbedeckenden Wuchs, Anspruchslosigkeit und eine lange Blütezeit auszeichnen. Mit ihrem filigranen Laub und den einfachen leuchtenden Blüten passen sie nahezu in jeden Garten.

 

Potentilla fructicosa – Fünffingerstrauch

Diese Art wird maximal 1,5m hoch und kommt auf der gesamten Nordhalbkugel vor, auf feuchten wie trocknen Böden. Er blüht sehr voll, die gelben Schalenblüten sind einfach und erscheinen von Juni bis Oktober. Die Blättchen sind 3-7zählig und kräftig grün und filigran. Sonne bis Halbschatten verträgt er gut, er toleriert jeden leichten, durchlässigen Boden und erst bei zu hohen pH-Wert drohen Blattchlorosen. Potentilla gelten als lichthungrig und blühen nur bei ausreichend Licht optimal, auch eine übermäßige Düngung schmälert die Blühfreudigkeit. Sie sind frosthart und relativ frei von Krankheiten, einige Sorten sind anfällig für echten Mehltau.

 

 Sorten:

 

Abbotswood: aufliegend breit und dicht buschig wachsend, bis 1m, hellgrüne Blätter, weiße Blüten, blüht oft schon ab Mai, beste weiße Sorte, nicht mehltauanfällig

Dart´s Golddigger: niederliegender Zwergstrauch, bis knapp 1m, Blatt hellgrün, Blüte dunkelgelb und relativ groß und zahlreich

Elizabeth: niedrig, um 0,80m,bläulichgrünes Blatt, hellgelbe Blüten, etwas mehltauanfällig

Farreri: dünntriebig, 0,60-1m,zierliches leicht graugrünes Laub, kleinere goldgelbe Blüten, etwas mehltauanfällig

Goldfinger: straff aufrecht bis 1m, dunkelgrünes Blatt, goldgelbe große Blüten,Spitzensorte, nicht mehltauanfällig, blühwillig und witterungsbeständig

Goldstar: eine der großblumigsten, bis 1m,graugrünes Blatt, Blüte leuchtend gelb und groß, freie Lage erwünscht, da mehltauanfällig

Goldteppich: nur knapp 0,70m hoch, Zwergform, graugrünes Laub und leuchtend gelbe Blüten, kein Mehltau, Bodendecker, frühe und langandauernde Blüte (Mai-Okt.)

Hachmanns Giant: 0,70m hoch, hellgrünes Laub zu leuchtgelben Blüten, schon ab Mai, in freien lagen verwenden, aufgrund möglichen Mehltaubefalls

Jackman: bis 1,50m, silbriggraugrünes Blattwerk, dunkelgelbe Blüte, kein Mehltau

Klondike: bis 1m, dunkelgrünes Blatt, hellgelbe Blüte, mehltauanfällig

Kobold: um 0,70m, hellgrüne Blätter, leuchtende gelbe Blüten ab Juni

Potentilla var. mandschurica

Eine Zwergsorte, die maximal 0,80 cm hoch wird. Sie hat graugrünes Laub und weiße mittelgroße Blüten, blüht ab Juni und bevorzugt nahrhaften Gartenboden, bei Mangel vergilben die Blätter, treibt sehr zeitig aus und ist daher etwas spätfrostgefärdet

Princess: die Grundtriebe liegen am Boden auf, feintriebig, bis 0,80 cm hoch, rosa Blüten, im Sommer hellrosa, dunkelgrünes Laub  

Red Ace: nur knapp größer als einen halben Meter, die Blätter sind hellgrün und zierlich, die Blüten rotorange im Frühjahr im Sommer deutlich heller ins orangegelb, etwas hitze- und trockenheitsempfindlich, liebt feuchte und kühle Winter und hohe Luftfeuchtigkeit

Prunus - Vielfalt ohne Ende

Prunus – Eine Gattung mit wahnsinnig vielen Fascetten

 

Hier möchten wir uns den Zierkirschen und –Pflaumen, sowie Mandelbäumchen zuwenden.

 

Prunus sargentii  “Accolade“:

zierlicher Baum, Großstrauch(5-7m), leuchtend rosa Blüten, leicht gefüllt und sehr früh (April), Sonne, sandig-lehmiger Boden, leicht feucht

 

Prunus avium – Vogelkirsche:

mittelgroßer Baum( um 15-20m), weiße einfache Blüten im Mai, bittersüße kleine schwarzrote Kirschen – essbar, die gefüllt blühende Sorte “Plena“ hat den größeren Zierwert setzt aber kaum Früchte an

 

Prunus cerasifera “Nigra“ – Blutpflaume:

dunkelbraunrotes Laub, bis schwarzrot, Kleinbaum oder Strauch (5-7m), einfache leuchtendrosa Blüten vorm Blattaustrieb, Sonne bis Halbschatten, toleriert alle Böden, bevorzugt lehmige, neutral bis alkalisch, trägt mitunter auch Früchte –essbar, rund dunkelrot und süß und saftig

 

Prunus cistena (Prunus cerasifera x Prunus pumila) – Zwergblutpflaume:

breitbuschiger langsam wachsender Strauch, oder Stämmchen (bis 3m),dunkelbraunrotes Blatt, Blüte im Aufblühen leicht rosa, später weiße einfache kleine Blüten in großer Zahl ab Mai, Früchte dunkelrot und essbar

 

Prunus sargentii – Scharlachkirsche:

Sie wird 6-12m hoch, hat im Austrieb bronzefarbenes Laub, im Sommer grün und zum Herbst orange bis scharlachrot, einfache rosa Blüten in Trugdolden in großer Fülle, kleine purpurschwarze bittere Kirschen, sonnig und windgeschützt, nährstoffreiche sandig-lehmige Böden bevorzugt

 

Prunus serrula – Mahagoni-Kirsche:

Rinde glänzt mahagonibraun und hat helle Querrillen, bis knapp 10m hoch, dunkelgrünes Laub, im Austrieb gelblichbraun, einfache weiße Blüten ab April, Sonne bis Halbschatten und sandig-lehmige Böden (neutral-alkalisch), enorme Sortenvielfalt

 

“Amanogawa“:  4-7m, hellrosa leicht gefüllte Blüten, sehr zahlreich und duftend ab April, Sonne

“Kanzan“ (Nelkenkirsche): eine der meist angebotenen Zierkirschen, trichterförmig und schnell wachsend bis 10m, Laub im Sommer glänzend grün, Austrieb leicht bronzefarben, Herbstfärbung gelborange, rosa dicht gefüllte große Blüten, reich blühend ab Mai

“Kiku-shidare-zakura“ (Hängende Nelkenkirsche): 3-6m hoch, bogig überhängende Zweige, dicht gefüllte rosa Blüten, sehr zahlreich in dichten Büscheln ab Ende April

“Pink Perfection“: bis 8m,Herbstfärbung orangerot, tiefrosa Blüten an sehr langen Stielen, April-Mai

Shiro-fugen“: 5-8m, breiter als hoch, Austrieb kupferfarben, Herbstlaub gelb bis orangerot, Blüten reinweiß gefüllt (Knospe rosa), im Verblühen kehrt der Rosaton zurück, blüht erst ab Ende Mai

Shirotae“:  4-6m, leuchtendgelbe Herbstfärbung, bronzefarbener Austrieb, weiße leicht gefüllte Blüten, Anfang Mai

“Tai Haku“:  trichterförmig wachsend und starkwüchsig, 4-7m hoch, Austrieb rötlich-bronze, Herbstlaub gelb bis orange, Blüten einfach, sehr groß und schneeweiß, Knospen rosa, Ende April

 

Prunus subhirtella

 

“Autumnalis“: bis 5m, Herbstfärbung gelborange bis violettbraun, weiße bis leicht rosa Blüten, halbgefüllt, Blütezeit: März/April, bei milder Witterung schon im November/Dezember vereinzelte Blüten

Autumnalis rosea“: Siehe Autumnalis, Blüte etwas mehr ins Rosa-besonders Blütenmitte, Kelch rötlich

“Fokubana“: 4-6m, dunkelgrünes Laub, tiefrosa Blüten (Rand tief eingeschnitten, gekraust), April

“Pendula“: 3-5m, langsam wachsend , kaskadenförmig hängende Zweige, rosa einfache Blüten in großer Fülle im April

“Plena“: 4-6m, Herbstfärbung gelb bis rötlich, sommertags kräftig grün, Knospen rosa, Blüte weiß, gefüllt in Büscheln und sehr reichlich, ab April

 

Prunus tenella “Fire Hill“ – Russische Zwerg-Mandel

Kleinstrauch, bis 1.5m, weit  verzweigt, im Alter breit niederliegend, Ausläufer bildend, dunkelgrün glänzendes Laub, rosarote kleine Blüten in großer Zahl, April Mai vorm Blattaustrieb, sonnig, windgeschützt in der Blütezeit, kalkliebend, sandig-lehmige Böden

 

Prunus triloba – Mandelbäumchen

Strauch, seltener Stämmchen, bis 2m, dunkelgrünes Laub im Herbst gelblich, rosettenartig gefüllte rosa Blüten, dicht an den Vorjahrestrieben etwa Anfang Mai, sonnig geschützt, sandig-lehmige Böden (schwach sauer bis leicht alkalisch)

 

Prunus x yedonensis – Tokyo- Kirsche

Kleiner Baum oder Großstrauch(5-8m), frischgrünes Laub, im Herbst gelb-orangerot, die Knospen sind rosa die Blüte dann strahlend weiß, einfach und in Trauben oft schon ab Ende März, selten schwarze erbsengroße Früchte, sonnig geschützt, feuchte nahrhafte lehmig-sandige Böden

Ribes aureum“ Pursh“ – Goldjohannisbeere

Sie stammt aus dem westlichen Nordamerika und ziert mittlerweile zum Beispiel Autobahnmittelstreifen, Parks und Gärten, besonders beliebt wegen ihrer Anspruchslosigkeit, sie ist salzverträglich, toleriert alle nicht zu trockenen Böden, ist  lediglich kalkempfindlich. Sie wächst in der Sonne und im Halbschatten und wird etwas über 2m hoch, ist sommergrün und frosthart und sie wächst straff aufrecht. Die Blätter sind hellgrün und im Herbst rötlich-violett. Die goldgelben Blüten erscheinen in lockeren Trauben ab April, sie duften angenehm.

 

Ribes sanguineum  Atrorubens – Blutjohannisbeere

Ebenfalls aus Nordamerika stammend wächst sie aufrecht und dicht und wird bis 2m hoch, ist frosthart. Die Blätter sind dunkelgrün, unterseits  hellgrün, weiß filzig und sie duften nach schwarzen Johannisbeeren. Die dunkelroten Blüten erscheinen vorm Laub an bis zu 6cm langen Trauben. Die schwarzen, blau bereiften Beeren sind nicht giftig. Sie mag es sonnig warm und hat kaum Ansprüche an den Boden, er sollte nicht zu trocken sein, zu nasse und kalte Böden sind aber auch ungeeignet.

Ribes sanguineum  King Edward VII

Sie wächst langsamer und gedrungener, wird bis 2m hoch und hat reinrote Blüten. In allem anderen gleicht sie Atrorubens.

 

Sambucus – Holunder

Da Holunder im Allgemeinen kräftiges Wachstum zeigen sollte man sie im Frühjahr ca. um ein Drittel zurückschneiden

 

Sambucus canadensis “Aurea“ – Goldholunder

Mittelhoher Strauch sparrig verzweigt, sommergrün, gefiederte Blätter, Spitzen gelbgrün nach innen zunehmend dunkler, rahmweiße Blüten im Juli/August, sonnig, anspruchslos, hohes Ausschlagvermögen

 

Sambucus racemosa  “Plumosa Aurea“

Hat feingefiedertes Laub in gelbgrün und ist ähnlich anspruchslos und sehr wüchsig.

 

Sambucus nigra  “Guincho Purple“ hat tief grünlich purpurnes Laub

 

Spirea - Spierstrauch

 

Das weite Feld der Spirea ist so umfangreich, dass wir uns vorerst auf ein paar Standard-Sorten beschränken, die sie auch bei uns erhalten.

 

Spirea x arguta – Brautspiere

Sie wächst locker aufrecht und sehr verzweigt ältere Triebe hängen elegant über, wird bis2m, sind sommergrün und haben zierliches hellgrünes lanzettliches Blattwerk, welches zum Herbst gelblich verfärbt. Die weißen Blüten erscheinen in Doldentrauben an kurzen Stielen noch vorm Blattaustrieb im  April und duften stark. Sie mag es sonnig und stellt an den Boden keine besonderen Ansprüche. Sie ist frosthart, schnittverträglich und trockenheitsverträglich.

 

Spirea betuifolia

Sie ist sehr kompakt und breitbuschig, bis max. 1m hoch, so frosthart, dass sie in Finnland viel gepflanzt wird. Die sommergrüne Pflanze hat kleine mittelgrüne Blätter und weiße Blüten, die ab Juni in bis zu 6cm breiten Dolden erscheinen. Zudem ist sie schattenverträglich und hat ein gutes Ausschlagsvermögen.

 

Spirea x bumalda – Rote Sommerspiere

 

“Anthony Waterer“: halbkugelig, vieltriebig wachsend, schwachwüchsig, bis 0,80 cm hoch, sommergrün, im Austrieb rötlich, dann hellgrünes Laub, Blüten malvenfarben bis rubinrot in flachen Schirmrispen, sonnig bis absonnig, toleriert alle Gartenböden, bevorzugt aber frische bis feuchte Standorte, frosthart, schnittverträglich, blüht am einjährigen Holz

“Dart´s Red“: rundlich und dichtbuschig wachsend, 0,60-0,80cm hoch, die Blüten sind blaurot bis rubinrot und von großer Leuchtkraft, sie erscheinen in flachen Schirmrispen von Juli bis September

Froebelii“: rundlich dichtbuschig wachsend, 0,80-1,2m hoch, sommergrün, blaurote Blüten in Schirmrispen von Juli bis September, Blüten werden stark von Insekten besucht

 

Spirea japonica – Japanspiere

 

“Albiflora“: buschiger Zwergstrauch, zierlich, langsam wachsend, 0,50-0,80cm hoch, bis 2m breit, hellgrünes Laub, weiße Blüten in Schirmrispen, sehr zahlreich (Juli-Sept.), nicht zu nährstoffarme Böden, sonnig, frosthart, anspruchslos, blüht am einjährigen Holz

Little Prinzess“- Rosa Zwergspiere: rundlich kompakt, gedrungen, langsam wachsend, dunkelgrünes Blattwerk, rotlila Blüten in flachen Doldentrauben, sonniger Standort, normaler Gartenboden, frosthart, blüht am einjährigen Holz

“Shirobana“:etwas stärker im Wuchs als “Little Prinzess“ aber sonst ähnlich, 0,60-0,80cm hoch, hell- bis dunkelgrünes Laub, Farbe der Blüten wechselt innerhalb der Dolden, oft auch mehrfarbig( weiß, rosa, blaurot), Juli-August

 

Spirea nipponica – Japanische Strauchspiere

 

Trichterförmig, breitbuschig wachsender Strauch bis 3m hoch, dunkelgrüne, unterseits bläulichgrüne Blätter, weiße Blüten in großen Doldentrauben, Blüte Mai/Juni am vorjährigen Holz, Sonne bis Halbschatten, bevorzugt nahrhaften feuchten Boden ist aber sehr tolerant, frosthart, schattenverträglich, anspruchslos

 

“Halward´s Silver“: 1m, Mai/Juni weiße Blüten in Doldentrauben, dunkelgrünes Blatt

“Snowmound“: bis 2m, dunkelgrünes Laub, reichblütig, weiß, kleine Einzelblüten, Mai/Juni

 

Spirea thunbergii – Frühlingsspiere

 

Langsam wachsender Kleinstrauch, gut 1m hoch, Blätter fein, grasähnlich, frischgrün, unterseits grau behaart, Herbst: gelb-orange, reiche Blüte ab März, 5 Einzelblüten pro Dolde, Sonne – Halbschatten, kalkverträglich, nahrhafte durchlässige Böden, spätfrostempfindlich

 

Syringa – Flieder

Es gibt etwa 30 Arten, die vorwiegend aus Südosteuropa und Asien stammen. Sie sind laubwerfende Sträucher, zum Teil auch Bäume und erfreuen sich großer Beliebtheit. Markant und bezeichnend ist ihr Duft und die Zeit zu der sie blühen, denn sie sind zum traditionellen Schmuck an Himmelfahrt geworden, die Fliederblüten.

Syringa x chinensis – Chinesischer Flieder / Königsflieder

Breitbuschiger Strauch mit überhängender Bezweigung.  Er wird bis 5m hoch, er hat dunkelgrüne Blätter und süßlich duftende, leicht hängende, lila-rosa Blütenrispen in großer Fülle im Mai. Er bevorzugt geschützte, warme Lagen mit tiefgründigem, möglichst etwas lehmhaltigem, durchlässigem und nährstoffreichem Boden. Er mag Kalk, zu schwere und nasse Böden sind ungeeignet. Eine sommerliche Trockenperiode verkraftet er gut, ist winterhart und blühfreudig.

Die Sorte “Saugeana“ blüht rot-lia.

 

Syringa x hyazinthiflora – Hybride aus Syringa oblata und Syringa vulgaris

“California Rose“wird bis 4m hoch, hat dunkelgrüne im Herbst bronze bis purpurfarbene Blätter und rosa-hellrosa einfache Blüten und einen süßlichen Duft, er blüht früher als Syringa vulgaris.

“Pocahontas“blüht dunkelviolett, “Josee“ ist kleiner, max. 2,5m hoch und hat auch kleineres Laub und kleinere Blütenrispen. (Syringa microphylla ). Er blüht schon als junge Pflanze reich, rosa bis lila-rosa, ist frosthart und remontiert nach Schnitt der 1.Blüte unter optimalen Bedingungen mitunter.

 

Syringa josikaea – Ungarischer Flieder

Er wird bis 4m hoch, hat dunkelgrünes, im Herbst gelbes Laub und schmal pyramidale hell-lila Blütenrispen, die im Mai/Juni erscheinen und stark duften. Er bevorzugt frische bis feuchte, nahrhafte und durchlässige Böden. Er ist relativ gut schattenverträglich.

 

Syringa meyeri “Palibin“ – Zwergduftflieder

Der bis 1,2m hoch werdende Strauch hat dunkelgrüne, am Rand leicht gewellte Blätter. Er blüht im Juni in Hell-lila und hat zahlreiche Blütenrispen mit starkem, aber angenehmen Duft. Sonne.

 

Syringa persica – Persischer Flieder

Dieser Flieder bleibt klein, bis 1,5m hoch, hat fein gefiederte Blättchen in hellem Grün und zartrosa kleinen stark duftenden Blütenrispen. Die Blüten erscheinen zahlreich am Triebende im späten Frühjahr.

 

Syringa x prestoniae “Redwine“

Er wird bis 4m hoch, hat derbes dunkelgrünes Laub und duftende malvenpurpurfarbene Blütenrispen, die in der Knospe noch dunkler erscheinen.  Er blüht im Mai/Juni und ist die am intensivsten rötliche Sorte. Er mag es sonnig, ist kalkmeidend, sonst aber anpassungsfähig an unterschiedliche Bodenverhältnisse.

 

Syringa vulgaris – Gewöhnlicher Flieder

Er wird bis 6m hoch und bis 4m breit, der Jahreszuwachs beträgt etwa 20 cm. Er ist sommergrün, seine Blätter sind frischgrün und zeigen nahezu keine Herbstfärbung.  Seine Blüten sind violett, duften stark und erscheinen im Mai/Juni in bis zu 15 cm langen Rispen. Er mag es warm und sonnig und bevorzugt sommertrockene Lehmböden. Optimal sind sandig-humose, nährstoffreiche Böden mit Kalk, aber er ist sehr anpassungsfähig.

Hybriden – Sortenauswahl

 

“Andenken an Ludwig Späth“ – große Rispen, dunkelpurpurrot, einfach

“Charles Joly“ – purpurrot gefüllt

“General Pershing“ – purpurrosa, halbgefüllt

“Katherine Havemeyer“ – kobalt-lila mit rosa Hauch, halb- bis dicht gefüllt

“Michel Buchner“ – lila, innen weiß, gefüllt

“Mme Lemoine“ – reinweiß gefüllt

“Nadesha“ – lavendel-hellblau gefüllt

“Primerose“ – hellgelb, einfach, selten im Angebot

“Schöne von Moskau“ – schneeweiß, gefüllte Blüten

“Sensation“ – purpurrot mit weißem Rand, einfache Blüten

 

 

Tamarix parviflora – Frühlingstamariske

 

Sie stammt aus dem Mittelmeergebiet und ist ein Großstrauch mit dünnen überhängenden Trieben, schnell wachsend, 3- 5m hoch, Rinde rotbraun im Winter fast schwarz, sommergrün, hat feine zugespitzte Blätter und rosa Blüten an den Vorjahrestrieben im Mai/Juni in schmalen Trauben. Sie erträgt Überflutungen, Rohböden und Salzstandorte und ist nahezu tockenheits- und hitzeresistent und sehr windfest

 

Tamarix ramosissima

 

Sie stammt aus Südosteuropa und hat aufstrebende Grundtriebe, die überhängen. Sie wird 2-3m hoch, die Triebe sind grün im Winter gelblichbraun, die kleinen Blättchen sind graugrün (im Herbst gelblich), die Blütenrispen sind hellrosa und erscheinen von Juni- September, mag es sonnig und gedeiht auf armen, trockenen und sandigen Böden, toleriert viele andere Standorte

 

“Pink Cascade“: 3-4m, sommergrün, blaugrüne Blättchen, rosa Blüten in Doppeltrauben von Juli-September, Sonne, mäßig nährstoffreicher Boden, anspruchslos, frosthart, hitze-, trockenheits- und  salztolerant, windfest

Rubra“: breit aufrecht, wenig verzweigt, rasch wachsend, bläulich grünes Blatt, dunkel-rosa-rote Blüten (Juli-Sept.) ähnlich anspruchslos wie “Pink Cascade“

Virburnum – Schneeball

Eine Gattung mit vielen Arten. Hier eine Übersicht:

 

Sommergrüne:

 

V. x bodnantense „Dawn“ – Winterschneeball / Duftschneeball – siehe winterblühende Gehölze

 

V. x carlcephalum – Großblumiger Duftschneeball

Mittelgroßer Strauch, bis 3m hoch und fast ebenso breit. Langsam wachsend mit stumpfgrünen Blättern, beidseitig behaart, im Herbst gelb bis orangerot. Die Blüten erscheinen im Mai, Knospen rosa, Blüte weiß, duftend, kugelige Trugdolden. Der Standort sollte sonnig gewählt werden, durchschnittlich feuchter Boden, nährstoffreich, gut durchlässig, pH-Wert zwischen schwach sauer und leicht alkalisch. Er blüht regelmäßig und viel.

 

V. x carlesii – Korea-Duftschneeball

Langsam und breit wachsend, bis 1,5m hoch. Graugrüne Blätter, die auf der Unterseite etwas heller sind und dicht behaart, im Herbst orange bis rötlichbraun verfärbend. Blüten erst leicht rosa, dann verblassend, süßlich duftend, erscheinen im April / Mai in flachenTrugdolden. Geschützt pflanzen, an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Eher feucht und nährstoffreich sollte der Boden sein, aber gut durchlässig, pH-Wert sauer bis neutral.  Frosthart, verfrühter Blattfall bei zu trockenem Standort.

Sorte „Aurora“  wird bis 2m hoch, hat dunkelgrüne Blätter, die sich im Herbst rot färben, Knospen sind rosarot, Blüte weiß in flachen Trugdolden mit süßlichem Duft. Soerte ist kräftiger und gesünder als die Art.

 

Virburnum x „Eskimo“

Diese Sorte bleibt relativ klein, um 1m hoch, hat leicht cremeweiße Blütenbälle mit besonders großen Einzelblüten und oval-längliche dunkelgrüne Blätter, eine relativ neue, beliebte Sorte.

 

V. farreri – Duftschneeball

Er stammt aus Nordchina und wird bis 3m hoch. Die Blätter sind lanzettlich, mittelgrün, der Stiel rot, im Herbst werden sie rot bis dunkelviolett. Blüht vereinzelt schon Ende Oktober, Hauptblüte ist aber März / April. Die Knospen sind rosa, aufgeblüht ist die Blüte weiß. Ein sonniger Standort und ein durchschnittlicher frischer bis feuchter Boden, sauer bis schwach alkalisch sind optimal. Er bildet mitunter Ausläufer.

 

V. lantana – Wolliger Schneeball

Diese Art ist auch in Europa heimisch. Er ist ein viel verzweigter Großstrauch und wird bis 5m hoch und auch sehr breit. Die Blätter sind länglich eiförmig, graugrün und runzelig, Herbstfärbung meist gelb. In der Jugend wächst er schnell, später stagniert er. Streng duftende Blüten in weiß, flache Schirmrispen, später leuchtendrote in der Vollreife schwarze Früchte. Wächst auf nahezu allen Böden, liebt Kalk und mag keine Staunässe.

 

V. opulus – Gewöhnlicher Schneeball / Wasserschneeball

In Europa und vielen Teilen der Welt weit verbreitete Form. Breit ausladend wachsender Großstrauch mit bis 4m Höhe. Er hat grüne 3-5fach gelappte Blätter, fast ahornähnlich, im Herbst werden sie weinrot bis orangerot. Er hat rahmweiße, tellerförmige Schirmrispen, die einen Kranz steriler Randblüten als Abschluß haben. Die dicken roten Früchte zieren oft den ganzen Winter hindurch den Strauch und sind nicht giftig, wurden früher sogar zu Marmeladen verarbeitet.

Er bevorzugt einen sonnigen luftigen Standort, auf frischem bis nassem Boden, der schwach sauer bis stark alkalisch sein sollte und nährstoffreich. Er liebt Kalk. Er verträgt trockene Sommer schlecht, toleriert dafür aber Überschwemmungen. Sorten: „Compactum“ ( bis 1,5m, dicht buschig, Blüten weiß und tellerförmig, reicher Fruchtansatz, helleres rot als beim Typ), „Roseum“ (bis 4m hoch, Herbstfärbung weinrot, überreiche Blütenfülle, ballförmige Blütenstände grünlich im Knospenstadium, weiß in der Blüte, leicht rosa überlaufen im Abblühen – Mai/Juni)

 

V. plicatum – gefüllter Japanschneeball

Er wird bis 3m hoch und wächst breit, langsam und kompakt. Er hat dunkelgrüne, breit eiförmige Blätter, die im Herbst weinrot bis violett werden und ein sehr schönes Farbspiel liefern, besonders bei sonnigem Standort. Er blüht sehr reich und  in ballförmigen Trugdolden, die weißen bis 10 cm großen Bälle werden im Verblühen leicht rosa. Er benötigt feuchten, humosen, nährstoffreichen Boden, der sauer bis schwach alkalisch sein kann. Er blüht von Mai bis Juni. Sorten: „Mariesii“ (Jap. Etagenschneeball – bis 2m hoch und 3m breit, hellgrünes Blatt im Herbst weinrot bis violettbraun, Blüte in Cremeweiß, flache Rispen, Mai- Juni), „St. Keverne“ (breit, rundlich, bis 4m hoch, flache Schirmrispen in Weiß mit sterilen Randblüten, dunkelgrüne stumpfe Blätter, im Herbst leuchtend weinrot)

 

V. plicatum f. tomentosum – Japanschneeball

Bis 3mhoch werdender Strauch, mit etagigem Wuchs, dunkelgrüne stumpfe Blätter mit markanter Aderung, aparte Hersbtfärbung in weinrot-violett, flache Schirmrispen mit sterilen Randblüten in Weiß, sonnig bis leicht halbschattig, nährstoffreiche, humose Böden, feucht, sauer bis alkalisch. Sorte: „Watanabe“ (Japanischer Zwergschneeball, zierlich, feintriebig, sehr langsam wachsend, mittelgrünes Blatt, unterseits behaart, rauh und heller, Herbst weinrot, Schirmrispen mit sterilen Randblüten, weiß ,spätfrostgefärdet.)

 

Immergrüne / Wintergrüne: - siehe immergrüne Gehölze

 

V. x burkwoodii –

 

V. davidii – immergrüner Kissenschneeball

 

V. „Pragense“ – Prager Schneeball

 

V. rhytidophyllum – Immergrüner Großblatt-Schneeball

 

V. tinus – Mittelmeerschneeball

 

Weigela florida – Liebliche Weigelie

 

Nordchina und Korea, starkwüchsig, mittelhoch, aufrecht bis überhängend, bis 4m hoch, Blüte rosaweiß mit blauroten Einfärbungen, wird im Verblühen dunkler, hellgrünes Laub, unterseits behaart, Sonne bis Halbschatten, toleriert alle Gartenböden, frosthart, robust, gut zu verpflanzen, schattenverträglich, kaum krankheitsanfällig

 

"Purpurea": klein, langsam wachsend, 1,5m hoch, braunrotes bis rotgrünes Laub, Blüten dunkelrosa innen heller, Juni-Juli

"Nana variegata": breitbuschig, kompakt, eher schwach  wachsend, sie wird knapp 2m hoch und breit überhängend, das Laub ist cremeweiß bis grünlich gerandet und lässt diese Sorte auch außerhalb der Blütezeit(Mai-Juli) leuchten, die Blüten sind weißrosa bis malvenrosa und verhältnismäßig klein

"Newport Red": mittelhoch, kräftig wachsend, im Alter weit überhängend, bis 3m, karminrote bis violettrote Blüten, die relativ groß sind und Im Juni und Juli erscheinen

"Styrica": rasch wachsend, aufrecht bis 2,5m,hellgrüne Blätter, Blüten groß, im Aufblühen rosa im Verblühen dunkelrosa, Mai/Juni, trichterförmig flache Blütenform

 

 

 

 

     GEHÖLZE                Stauden                ROSEN  

 

 

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