Ahorn - Acer

Die unterschiedlichsten Arten des Ahorns faszinieren uns wegen der Form und Farbe der Blätter, aber auch den interessanten Wuchsformen. Die meisten Arten sind recht einfach zu kultivieren und es gibt sie für die unterschiedlichsten Standorte. Durch die Größenunterschiede finden wir vom Alleebaum bis zum kleinwüchsigen Bäumchen für den Vorgarten alles. Die meisten Arten stammen aus China, Japan und dem östlichen Himalaya. In Europa und Nordamerika sind nur wenige heimisch. Die meisten sind laubwerfend, bevorzugen ein kühles, feuchtes Klima und einen Standort, der sie vor zu starken Winden schützt. Ein Platz auf neutralem bis saurem Boden fördert die Herbstlaubfärbung. Die Arten werden durch Samen, die Züchtungen durch Pfropfung vermehrt.

Die wichtigsten Ahornarten aus unserem Sortiment

Acer japonicum – Japanischer Ahorn

Er ist frosthart, hat in der Jugend von silbrigem Flaum überzogene hellgrüne Blätter, die später ins Oliv wechseln. Im Herbst färbt sich nur ein Teil der Blätter schon sehr früh orange bis rot, der Rest bleibt grün. Der Baum wächst langsam und strauchig, verträgt keine austrocknenden Winde und möchte einen feuchten Standort. Eine der schönsten Züchtungen ist Aconitifolium  mit farnartigen, im Herbst karminroten Blättern und eine Weitere Vitifolium mit weinähnlichem Laub welches intensiv scharlach, orange und gelb leuchtet.

 

Acer negundo – Eschenahorn

Er stellt die einzige nordamerikanische Ahornart dar, hat 3- 5fach gefiederte Blätter und zahlreiche Unterarten. Er kann bis 15m hoch werden, ist meist als kleinerer Baum anzutreffen. Elegans, Variegatum und Auro-marginatum gehören zu den Züchtungen mit weiß- oder gold-gerandetem Laub. Aureo-variegatum behält auch im Herbst die breiten gelben Ränder der Fiederblättchen. Flamingo ist ähnlich aber rosa im Austrieb. Der männliche Klon Violaceum ist purpurn im Austrieb und auch die männlichen Blüten sind blass purpurn. Diese Züchtungen werden nur annähernd halb so groß wie die grüne Wildform.

 

Acer palmatum – Fächerahorn

Die wohl in Gärten meistgeschätzten Ahorne werden zwischen 3 – 5 m hoch, Wildvorkommen in Japan können größer werden. Die Kompaktheit und Vielfalt macht sie unentbehrlich in jedem guten Gartenmarkt. Die farnartigen zarten Blätter verfärben sich je nach Sorte zum Herbst in leuchtendes Gelb bis hin zu Orange und tiefstem Blutrot. Sie brauchen Schutz vor austrocknenden Winden und lichten Schatten. Man sollte nicht in der Sonne übers Laub wässern, um Blattverbrennungen vorzubeugen. Die über 300 Züchtungen reichen von Miniaturpflanzen bis zu kleinen Bäumen. Die Vermehrung erfolgt durch Pfropfung um die Eigenheiten der Sorten zu erhalten und ist kostspieliger als die Vermehrung durch Samen.

Atropurpureum ist eine der beliebtesten Sorten. Sie hat eine dichte, breit Krone und ist im Frühjahr dunkelpurpurn, geht im Sommer ins dunkle oliv über und leuchtet im Herbst Scharlachrot. Günstig ist die Vermehrung durch Samen. Ähnlich  in der Farbe ist Atrolineare.

Sangokaku ist beliebt für seine leuchtroten Zweige, die besonders im Winter wirken.

Die Dissectum –Sorten haben tief eingeschnittenes, filigranes Laub. Da sie nach unten wachsen, werden sie gepfropft. Je nach Unterlage entstehen unterschiedlich hohe Kuppelsträucher. Dissectum ist klein, die Herbstfärbung gelb-orange. Dissectum  Viridis, die ursprüngliche grüne Art verträgt mehr Sonne. Dissectum Atropurpureum (Ornatum)  hat sommergrünes Laub, welches purpurn wird. Andere wohlbekannte Züchtungen sind: Bloodgood, Butterfly, Chitoseyma, Koreanum, Osakazuki, Shigitatsu sawa. Crimson Queen und Garnet sind purpurn. Red Pygmy wächst vasenförmig hat im Frühjahr rotes und im Herbst gelbes Laub. Weiterhin beliebt sind: Linearilobum Rubrum, Trompenburg und Hessei sowie Lutescens.

 

Acer shirawasanum gehört zu den Japanischen Arten, wird 5-8m hoch, hat 5- 9fach gelappte Blätter, und ist im Herbst leuchtend gelb. Die Züchtung Aureum (syn. A.japonicum Aureum), auch als Goldahorn bekannt, hat leuchtend hellgrünes Laub, welches im Herbst ins gelb-rot über geht. Er ist frosthart und wächst langsam.

Weitere Ahornarten

Acer buergeranium

Dieser Ahorn wird in seiner Heimat China beträchtlich groß, eignet sich aber hier zum Ziehen eines Bonsais. Er verträgt einen ungeschützten Standort und nährstoffarmen Boden. Das Herbstlaub ist durch rote Flecken auf gelben oder grünen Grund gekennzeichnet, so sind die relativ kleinen Blätter am oberen Ende dreiteilig gelappt.

 

Acer campestre – Feldahorn

Dieser kleine bis mittelgroße Baum ist auch in Europa heimisch, frosthart und lässt sich durch Samen vermehren. Er ist sehr schnittverträglich und für größere Hecken geeignet. Die Herbstfärbung geht ins Gelb-Orange.

 

Acer capillipes

Diese Art ist schnellwüchsig, ist aber kurzlebig , aus Japan (Snakebark – Gruppe) und wächst breit, wird bis 6m hoch. Die dreigeteilten Blätter verfärben sich im Herbst ins Gelb, Orange bis Scharlachrot. Er ist frosthart und mag es sehr sonnig und leicht geschützt.

 

Acer cappadocicum

Seine Blätter haben strahlenförmige dreieckige Lappen, er wird bis 30 m hoch und eignet sich für Parkanlagen und Straßen. Im Herbst ist das Laub leuchtendgelb. Die Sorte Rubrum ist im Neuaustrieb dunkelrot und die jungen Blätter sind erst leuchtendrot, bevor sie grün werden.

 

Acer carpinifolium

Langsam wachsender, schlanker, aufrechter absolut frostharter  Baum aus den Wäldern Japans. Die Blätter sind eher gezähnt als gelappt, Ähnlich denen der Hainbuche, sie haben im Frühjahr einen silbrigen Flaum und sind goldgelb im Herbst.

 

Acer circinatum 

Er stammt aus dem Norden Amerikas und gehört zur gleichen Gruppe wie der Fächerahorn (Acer palmatum).Die fast kreisrunden Blättern ähneln in der Form dem Weinlaub. Er wird bis acht Meter hoch, verzweigt sich an der Basis und ist im Herbst durch sein weithin sichtbares orange- bis scharlachrotes Laub gekennzeichnet. Er ist frosthart, benötigt aber Schutz vor starkem Wind.

 

Acer cissifolium

Diese Art aus Japan hat gefiederte Blätter, untypisch für Acer. Er ist bis 10 m hoch und leicht zu ziehen, aber schwer zu erwerben, da oft fruchtbarer Samen fehlt, auf Grund fehlender männlicher Pflanzen. Die Vermehrung durch Absenker ist möglich. Das Herbstlaub ist gelb bis rot.

 

Acer crategifolium

Diese Art hat buchenblattförmiges Laub, stammt aus Japan, wird bis 10 m hoch und hat eine offene und breite Krone, ist laubwerfend, hat gelbliche Blüten und ist frosthart.

 

Acer davidii

Charakteristisch für diese chinesische Art sind der offene Wuchs und die flache Krone, länglich spitz zulaufende Blätter, meist ungelappt. Die holländische Sorte Serpentine wird schnell 5-10m hoch, überzeugt im Herbst in Goldgelb bis Rot. Acer davidii subsp. grosserie hat breitere, kürzere Blätter mit zwei seitlichen Lappen. Im Sommer ist sein Laub ausschließlich grün, Herbst wie A. davidii . George Forrest ist aufrecht und mittel- bis dunkelgrün und ebenfalls frosthart.

 

Acer x freemanii

Diese Hybride ist frosthart und eine Kreuzung aus Rot- und Silberahorn( A.saccharinum x A. rubrum).Das Blattwerk ist ein Mix beider Arten, sie wird bis 15m und mehr. Die Krone ist rundlich und es gibt etwa ein halbes Dutzend Züchtungen aus dieser Hybride, wie zum Beispiel Autumn Blaze, welche sehr farbenfroh ist.

 

Acer glabrum

In dem Verbreitungsgebiet  Nordamerika-Alaska, den Rocky Mountains bis nach New Mexico gibt es viele Variationen. Es gibt 5 Unterarten. Sie wachsen eher niedrig und strauchartig und kommen auch in höheren Lagen vor. Sie sind frosthart.

 

Acer griseum – Grauahorn

Er benötigt guten Boden und einen geschützten Standort, wird bis 10 m hoch, hat kleine dunkelgrüne Blätter und wird vor allem wegen seiner interessanten Rinde und roten Herbstfärbung geschätzt.

 

Acer macrophyllum

Verbreitungsgebiet ist Südalaska bis Südkalifornien. Meist findet man sie strauchig im Unterwuchs, es können aber auch Bäume bis 30m Höhe werden. Die Blätter sind bis 30 cm breit, die Blüten erscheinen in gelben Büscheln und die Samen erreichen eine Größe bis 10 cm. Er braucht tiefe feuchte Böden und Schutz vor Wind.

 

Acer maximowiczianum – syn. Acer nikoense – Nikko-Ahorn

In Japan kommt er wild in Höhen bis 15m vor, in Kultur erreicht er eine Höhe von max. 5m. Er hat dreiteilig gefiederte, an der Unterseite weißliche Blätter, welche im Herbst gelb werden mit roten Schattierungen.

 

Acer monspessulanum - Felsenahorn

Er ist mit Acer campestre verwandt( Mittelmeerraum) und klein und buschartig. Er hat dunkelgrüne, relativ dicke Blätter mit je drei Lappen. Er eignet sich als kompakter Straßenbaum oder zur Einzelstellung in Rasenflächen, ist frosthart und verträgt zudem Trockenheit. Die Herbstfärbung ist rötlich.

 

Acer oliverianum

Diese Art ist in Zentral- und Ostchina sowie Taiwan heimisch. Er ist frosthart und hat eine ausladende Krone bei einer Größe von 3-8m. Die 5-fach gelappten Blätter ähneln denen von  A. palmatum. Die Herbstfärbung variiert in Gelb-orange-bronze.

 

Acer pectinatum subsp. forrestii

Diese Art stammt aus China, ist frosthart und die dreifach gelappten Blätter verfärben sich von grün nach orange. Sie blüht bräunlichgrün und wird bis 10 m hoch.

 

Acer pensylvanicum ist an der Ostküste Nordamerikas beheimatet, ist frosthart und hat leuchtend goldgelbes Herbstlaub. Erythrocladum hat rote Äste im Winter.

 

Acer pentaphyllum  ist selten und auffällig, aus Westchina, hat zusammengesetzte fingerartige Blätter und ist frosthart mit breiter Krone und einer Höhe bis 10m.

 

Acer platanoides – Spitzahorn

Die Verbreitung reicht vom nördlichen Polarkreis in Skandinavien über Europa bis zum Ural. Der Wuchs passt sich dem Standort an. Der frostharte Baum passt sich Böden und Standortbedingungen an, verträgt aber kein warmes Klima. Noch vorm Laub erscheinen gelbe Blüten. Das Herbstlaub ist gelb bis rötlich-orange. Beliebte Züchtungen sind Oregon Pride(schnellwüchsig), Cleveland, Summershade, und Drummondii (panachiertes Laub). Züchtungen mit purpurnem Laub sind unter anderem Schwedleri, Fassens Black und Crimson King. Columnare hat eine säulenförmige Gestalt. Die meisten Sorten sind eher langsam wachsend und eignen sich auch für kleinere Gärten.

 

Acer pseudoplatanus – Bergahorn

Der kultivierte Baum wird 10-20m hoch, hat eine breite Krone und dunkelgrünes Blatt. Er stammt aus Portugal bis zum Kaspischen Meer und ist frosthart. Er verfügt über keine besondere Herbstfärbung und eignet sich als Park- und Straßenbaum und bevorzugt tiefgründige Böden. Purpureum hat Blätter, die unterseits pflaumenblau oben purpurn sind. Erythrocarpum hat dichte Büschel roter Samen. Brilliantissimum hat im Frühjahr cremefarbenes Laub ins rosa überlaufend, im Sommer sind deutlich die grünen Blattrippen im hellen Laub erkennbar – diese Sorte wächst langsam. Rubicundum hat dunkelrosa gefleckte Blätter, Variegatum hat cremefarben gemustertes Laub.

 

Acer rubrum – Rotahorn

Diese Art stammt aus Nordamerika und fällt besonders durch ihre Herbstfärbung auf. Die Blattunterseiten sind bläulich-weiß oben leuchten sie kräftig rot. In tiefgründigen, schwemmstoffreichen Böden erreichen die Wildvorkommen Höhen bis 30m. Die zunächst schmale Krone wird im Alter ausladender, die Art ist schnellwüchsig. Sie sind frosthart. Beliebte Sorten sind Bowhall, Red Sunset, Schlesingeri, Scanlon und October Glory (grünes Sommerlaub, Herbst scharlachrot).

 

Acer rufinerve

Eine japanische Ahornart, die aufrecht wachsend bis zu 6m hoch wird und frosthart ist und zur Snakebark- Gruppe gehört (ähnelt A. capillipes). Die jungen Triebe sind behaart und bläulich, das Herbstlaub dunkelscharlach.

 

Acer saccharinum – syn. Acer dasycarpum - Silberahorn

Silberahorn kommt vorwiegend in den USA und Kanada vor. Die Höhe kann beträchtlich werden, die Krone breit. Es gibt viele Züchtungen. Beliebt  sind sie wegen des schnellen Wuchses und der guten Frosthärte sowie dem goldgelbem Herbstlaub.

 

Acer saccharum – Zuckerahorn

Das Blatt des Zuckerahorns ist auf der kanadischen Flagge abgebildet. Der frostharte Baum hat wegen seines guten Nutzholzes und des Saftes (Ahornsirup) eine hohe kommerzielle Bedeutung. Seine Verbreitung erstreckt sich über ganz Nordamerika, die ersten zehn Jahre wächst er langsam, erreicht aber auch im Garten Höhen von 10-15m und hat eine breite Krone. Es gibt Unterarten wie A.saccharum subsp. nigrum oder A. saccharum subsp. grandidentatum. Das Herbstlaub hat alle Schattierungen von gelb, orange bis karminrot. Zu den dekorativen Züchtungen gehören: Globosum, Green Mountain, Legacy und Monumentale.

 

Acer sikkimense – syn. Acer hookeri kommt aus dem regenreichen Ost-Himalaya und ist frostempfindlich, sollte nur in milden Küstenregionen angepflanzt werden. Er kann in zehn Jahren bis 6m hoch werden, ist aber eher kurzlebig. Die Blätter sind im Frühjahr bronzegrün im Herbst orange und bleiben oft über Winter am Baum. Er braucht Schutz vor starken Winden.

 

Acer  tataricum kommt wild in Österreich vor- ist aber bis nach Japan und Sibirien zu finden und ist winterhart. Sie wir in 4 Unterarten unterteilt, von denen A. tataricum subsp. ginnala am häufigsten kultiviert wird. Diese Form ist ein großer Stauch bzw. kleiner Baum von 4-10m Höhe. Die Blätter sind spitz zulaufend und unregelmäßig gelappt. Sie färben sich rot im Herbst, fallen dann schnell ab. Die Früchte sind rot. Flame ist eine der Sorten.

 

Acer regmentosum  kommt in Nordostchina und Sibirien vor und ist dementsprechend frosthart. Der Baum wird bis 10 m hoch und ausladend, hat 3-5fach gelappte Blätter, die im Herbst gelb werden.

 

Acer trifolium  kommt aus Nordostchina hat bräunliche abblätternde Rinde und gefiedertes im Herbst blassoranges Laub.

 

Acer truncatum  ist langsamwüchsig und bleibt lange strauchig, kommt aus Ostsibirien und Japan und hat reich verzweigte Kronen mit verhedderten Zweigen.

 

Acer velutinum wird in der Heimat dem Kaukasus bis 35m hoch, kann selbst in Gärten bis 18m hoch werden. Die großen Blätter sind fünffach gelappt und unterseits behaart. A.v. var. vanvolxemii hat noch größere Blätter(bis 30cm) ist allerdings frostempfindlich.