Frühblüher G - P

Galanthus – Schneeglöckchen

In Europa und Asien sind ca. 19 Arten heimisch. Sie läuten mit ihren duftenden Blüten den Frühling ein, blühen oft schon in letzten Schnee und eignen sich zum Verwildern im Rasen oder unter laubabwerfenden Gehölzen. Für kleine Vasen sind sie eine hervorragende Schnittblume.

Galanthus elwesii

Das große Schneeglöckchen hat fast tulpenähnliche Blätter, die graublau wirken, kommt aus der Türkei und dem Balkan und wird 25 -30cm hoch und hat relativ große Blüten.

Galanthus ikariae

Das Kaukasus-Schneeglöckchen zeichnet sich durch ein relativ hellgrünes Laub aus, wird gerade mal 15 cm hoch und hat wesentlich zierlichere Blüten.

Galanthus nivalis

Das gewöhnliche Schneeglöckchen kennt fast jeder, es hat schmales, blaugrünes Laub und wird etwa 15 cm hoch, blüht im Spätwinter. Es gibt mittlerweile zahlreiche Zuchtformen. Eine gefüllte Sorte zum Beispiel heißt Flore pleno.

Hepatica nobilis – Leberblümchen

Das Leberblümchen ist neben Nordamerika und Asien auch in Europa heimisch, wächst hier vor allem in Laubwäldern und steht unter Naturschutz. Es hat leicht behaarte Blätter und Stiele, die Blüten in Blauviolett erscheinen vorm frischen Laub im zeitigen Frühjahr. Den Namen haben sie von der Form ihrer Blätter. Sie sind zwar nahezu immergrün, dennoch empfiehlt es sich altes, krankes Laub vor der Blüte zu entfernen. Leberblümchen wollen ungestört wachsen, in humoser, nährstoffreicher, feuchter, aber durchlässiger Erde. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung oder Samen. Obwohl sie giftig sind finden sie auch Verwendung in der Medizin. Es gibt zahlreiche Gartenvarianten, die auch in weiß, rosa oder zweifarbig blühen. Besonders begehrt sind unter Sammlern die gefüllt blühenden Sorten (oft steril), für die Höchstpreise gezahlt werden.

Sammlern empfehlen wir Stauden Peters. www.alpine-peters.de

Hyazinthoides – syn Endymion – Hasenglöckchen

Das Hasenglöckchen ist eine winterharte Zwiebelpflanze, welche in weiß, violett und rosa blüht. Sie fühlt sich überall dort wohl wo wenig im Boden gearbeitet wird – Steingärten, Rabatten unter Laubbäumen, also eher halbschattig, dort vermehren sie sich leicht.

Hyazinthoides hispanica – syn Scilla hispanica ist einfach zu kultivieren, wird bis 30cm hoch und blüht im zeitigen Frühjahr. Im Allgemeinen in blauviolett, die Sorte Azelea in rosa.

Hyazinthoides non-scripta blüht ebenfalls früh im Jahr, hat glockige, duftende lavendelfarbene, blaue oder rosa Blüten wird 30cm hoch und hat glänzendgrüne, streifenartige Blätter.

Hyazinthus orientalis – Hyazinthe

Die aus Zentral – und Kleinasien stammenden Hyazinthen setzt man im Herbst. Die Zwiebel sollten etwa 10 cm tief gesteckt werden, am besten in die volle Sonne. Die Üppigkeit der Blüte nimmt mit dem Alter der Zwiebel ab, es werden vermehrt Blätter gebildet. Sie werden oft schon im Winter in Töpfen und Gläsern angeboten, unter anderem auch wegen des Duftes. Sortenbeispiele sind King oft he Blues (blau), City of Haarlem(cremegelb), Columbus (cremeweiß) und Lady Derby(hellrosa), es gibt auch rötliche und Apricottöne.

Muscari – Traubenhyazinthe

Die Muscarin stammen aus dem Mittelmeerraum und Westasien, haben eine kurze Sommerruhe und treiben oft schon im Herbst die Blätter, im Frühjahr erscheinen die traubenartigen Blüten in weiß, creme oder blau. Es gibt etwa 30 Arten. Sie benötigen humosen, nährstoffreichen,  durchlässigen Boden und wirken am besten in Gruppen im Halbschatten. Sie bevorzugen kühleres Klima und sollten ungestört wachsen können, dann vermehren sie sich willig und schnell.

Muscari armeniacum ist die bekannteste, blüht blau oder weiß wird bis 20 cm hoch. Sie haben einen leichten Moschusduft. Sorten: Heavenly Blue (blau) und Blue Spike (blau mit weißem Rand)

Muscari aucheri syn Muscari tubergenianum  wird häufig kultiviert, die ungeöffneten Blüten sind blass, die offenen tief dunkelblau, sie wird 20cm hoch.

Muscari azureum stammt aus der Türkei, ist schwer zu vermehren, blüht blau, hat üppiges Blatt. Die Sorte Album blüht weiß.

Muscari botrytoides – die kleine Traubenhyazinthe stammt aus Mittel- und Südeuropa, max. 20cm hoch und mit grasähnlichem Laub blüht sie hellblau oder weiß (Album)

Muscari comosum  ist die Schopftraubenhyazinthe, sie wird bis 60 cm hoch stammt aus Nordamerika. Sie hat Püschel blauer steriler Troddeln, darunter unscheinbare bräunliche fruchtbare Blüten. Sie ist sehr selten.

Muscari macrocarpum  stammt hauptsächlich aus Griechenland, hat graugrüne Blätter und violette Blütenknospen, die sich zu gelbgrünen Blüten öffnen. Wichtig für die Blüte sind trockene, heiße Sommer.

Muscari neglectum hat hellgrünes Laub, tiefblaue bis schwarzblaue Blüten und kommt von Europa bis Nordafrika vor.

Dem viel zu komplexen Thema Narcissus wenden wir uns gesondert zu.

 

Oxalis – Sauerklee

Es gibt rund 500 Arten mit Knollen, Wurzeln, oder Rhizomen, die meist aus Südamerika und Südafrika stammen. In gemulchtem, durchlässigem, leicht feuchtem Boden in halbschattiger Lage fühlen sie sich am wohlsten und vermehren sich selbst, wenn sie ungestört sind.

Oxalis ocetosella ist hier heimisch und verbreitet sich kriechend, blüht vom zeitigen Frühjahr bis in den Frühsommer in schattigen Waldlagen in weiß mit leicht hellvioletten Adern und ist frosthart. Es gibt rosa Zuchtformen.

Oxalis adenophylla kommt aus den Anden, ist frosthart und verfügt über einen ausgeprägten Wurzelstock, wird 10 cm hoch und eignet sich mit seinen violettrosa Blüten für Steingärten.

Es gibt viele weitere Arten, welche nicht frosthart sind, aber zum Teil als Zimmerpflanzen gehandelt werden.

Primula – Primel

Hier gibt es rund 400 Stauden, vor allem auf der nördlichen Hemisphäre heimisch, die sich durch Rhizome und grundständige Blattrosetten auszeichnen. Die Blüten sind je nach Art verschieden. Sie gedeihen überwiegend im Halbschatten auf durchlässigem, fruchtbarem Boden und benötigen ausreichend Wasser, Verblühtes sollte man entfernen.

Primula allionii ist frosthart, blüht zeitig im Frühjahr in weiß und rosa und hat klebrige, graugrüne, behaarte Blätter.

Primula alpicola kommt aus Tibet, wird 40 -60 cm hoch und blüht weiß, gelb oder violett in hängenden Dolden.

Primula auricula, auch als Gartenaurikel bekannt ist eine beliebte Pflanze für Sammler. Es gibt unzählige Sorten in fast allen Farben (auch schwarz, silber und grün), mit einfachen und gefüllten Blüten. Die ursprüngliche Art blüht gelb. Sie kann in Töpfen und im Beet gezogen werden. Ein reichhaltiges Angebot finden sie bei Peters Stauden.

Primula beesiana – Etagenprimel

Diese Art kommt aus China. An den bis zu 60cm hohen Stielen erscheinen etagenweise Büschel rötlich-violetter Blüten. Sie ist keine ausgesprochene Sumpfpflanze benötigt aber sehr viel Wasser.

Primula bullejana  gehört zu den Etagenprimeln, zieht über Winter komplett ein und blüht in gelb, orange und rosa. Nur die rötlichen Mittelnerven ihrer Blätter unterscheiden sie deutlich von der P. beesiana

Primula cockburiata ebenfalls eine Etagenprimel, 30- 40cm hoch mit orangeroten Blüten und winterhart. Ebenfalls etagenartige Blütenstände haben: Primula polyneura, Primula polyfera und Primula pulverulenta.

Primula capitata subsp. Mooreana ist eine aus Indien stammende Kopfprimel mit trommelschlägelförmigen veilchenfarbigen Blüten.

Primula denticulata – Kugelprimel

Diese Art kommt aus dem Himalaya ist frosthart, wird bis 30cm hoch und blüht im Frühjahr in rosa, violett, lila oder weiß in einer kugelförmigen Anordnung der Einzelblüten.

Primula elatior – Waldschlüsselblume

Sie ist in Europa heimisch, frosthart, bis 30 cm hoch, hat pro Stiel viele gelbe bis orangefarbene Blüten in einer Dolde.

Ähnlich vom Wuchs, aber aus China ist Primula flaccida mit veilchenfarbenen Blüten, sowie Primula florindae , die bis 90 cm hoch wird, gelbe Blüten hat und in der Nähe zu Gewässern wächst.

Primula japonica ist eine beliebte Sorte im Handel. Sie hat blaßgrüne  Blätter,wird bis 60 cm hoch und blüht bis in den Frühsommer. Ihre Blüten sind karmesinrot, violett, rosa oder weiß mit jeweils andersfarbigem Auge. Sie wachsen in Etage. Diese Primeln lieben feuchte halbschattige Standorte.

Primula juliae heißt die im Kaukasus heimische Teppichprimel von der es viele Gartenformen gibt. Sie hat leuchtend rot-violette Blüten.

Primula marginata ist frosthart, hat bemehlte und gezähnte Blätter, 3 – 10cm lange Blütenstiele sind mit bis zu 20 leicht duftende lila-violett-rosa Blüten.

Primula Polyanthus – Gruppe: Kreuzungen aus P.vulgaris, P. elatior und P.veris, bis 30 cm hoch, zum Teil nur einjährig

Primula rosea – Rosenprimel

Die Rosenprimel blüht am frühesten, meist noch vorm Laubaustrieb. Sie kommt aus dem Himalaya und wird 15 bis 20 cm hoch, bevorzugt feuchten, humosen Boden und hat leuchtendrosa Blüten.

Primula veris – Echte Schlüsselblume, Wiesenschlüsselblume

Sie ist auf Wiesen und in lichten Wäldern Europas heimisch und trägt Büschel goldgelber Blüten an ca. 15cm hohen Stielen. Es gibt noch andere Primelsorten mit ähnlicher Blütenform. Dazu gehören Primula siboldii, Primula sinopurpurea und Primula suffrutescens.

Primula vialii – Orchideenprimel

Diese Art ist etwas Besonderes, denn sie trägt ihre Blüten in Form einer Ähre, die von unten nach oben aufblüht. Durch die unterschiedliche Farbe von Knospen (karminrot) und Blüte(violett) entsteht der Eindruck der Zweifarbigkeit. Sie kommt aus China und hat hellgrünes Laub, liebt kühle feuchte Standorte in humosem Boden.

Primula vulgaris – Gewöhnliche Kissenprimel

Sie ist in Europas Wäldern heimisch, die Wildform blüht blaßgelb und will es feucht und kühl. Die Gartenformen gibt es in fast allen Farben.

Primula „Wanda“ ist eine kleine, im Winter einziehende Sorte, die max.10 cm hoch wird und im zeitigen Frühjahr magentarot bis violett blüht und deren stark gerunzelte Blätter erst während der Blüte stärker wachsen.

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