Frühblüher A - F

Anemone coronaria - Kronen-Anemone
Bekannte Schnittblume, bis 40cm hoch
eignet sich für Schattenlagen, windgeschützt und warm, gern in Nähe einer Hauswand, benötigt Winterschutz aus Laubhumus
Kultur: Knollen 6-8 cm tief pflanzen, im Abstand von ca. 10 cm, vorher Knollen 1-2 Tage im Wasser quellen lassen, nach der Blüte Samenstände entfernen, Laub einziehen lassen, nicht grün entfernen
Boden: locker und humos, nicht zu feucht

 

Adonis vernalis

Hat gelbe Blüten mit bis zu 20 Kronblättern und einem Durchmesser von bis zu 10cm und nadelartige, fein geteilte Blätter. Die Pflanze ist giftig. Sie benötigen kühles Klima mit warmen, trocknen Sommern. Ein humusreicher, feuchter und nährstoffreicher Boden in geschützter, vollsonniger  Lage erweist sich als ideal.

Ähnlich und teilweise ebenfalls in Europa kultiviert ist Adonis amurensis. Brenten hat cremefarbene Blüten, Fukujakai blüht extrem früh, Peniflora hat gefüllte Blüten, Ramosa rotbraune. Sie sind frosthart.

In unsere Region gibt es geschützte Wildvorkommen von Adonis vernalis besonders im Raum um Lebus.

www.amt-lebus.de

Anemone blanda

Die sogenannte Berganemone stammt aus Griechenland und der Türkei. Die kleinen Knollen vermehren sich bereitwillig selbst, wenn die Anemonen ungestört im Halbschatten wachsen können. Der Boden sollte leicht feucht und humos sein. Sorten sind White Splendour –weiß, Blue Star – blaßblau, Atrocaerulea – tiefblau, Radar – rosa-weiß.

Anemone nemerosa –Buschwindröschen

Diese in unseren Wäldern heimische Art bevorzugt feuchten, humosen, aber durchlässigen Boden in schattiger Lage, wird 10 cm hoch und hat kriechende Rhizome. Allenii hat blaßviolette Außenseiten der Blütenblätter, Robinsonia lavendelblaue Blüten und Vestal hat gefüllte weiße Blüten. Die Wildform blüht weiß.

Anemone ranunculoides

Das gelbe Windröschen ist ebenfalls bei uns heimisch, hat kriechende Rhizome und wird ca. 15 cm hoch, wächst in Laubwäldern und hat tiefgelbe Blüten.

Bergenia – Hybriden

Es gibt zahlreiche Sorten, die alle anspruchslos sind .Sie gedeihen in Sonne und Halbschatten, auf trocknen wie feuchten Böden, stammen aus Zentralasien und sind Rhizomstauden. Im Winter und zeitigen Frühjahr beginnen sie mit der Blüte, die in weiß und Rosatönen variiert. Das Laub färbt sich rötlich im Winter. Morgenröte ist kleinwüchsig, blüht tiefrosa, Beethoven hat weiße Blüten mit rötlichen Kelchen, Silberlicht erscheint in weiß-blaßrosa, Eroica in dunklem Rosa.

Chionodoxa luciliae

Die als Schneestolz oder Schneeglanz bezeichnete, mit der Hyazinthe verwandte Pflanze stammt aus Kleinasien und zählt zu den ersten Blüten im Jahr, mitunter noch im Schnee. Am wohlsten fühlen sie sich unter sommergrünen Gehölzen, wo sie unbehelligt wachsen kann, normale, durchlässige Erde ist ausreichend. Die Sorte Alba ist weiß.

Corydalis – Lerchensporn

Alle Arten des Lerchensporns sind giftig, dennoch gibt es unter Ihnen, viele für Sammler begehrte Sorten. Sie haben Rhizome oder Knollen. Sonne bis Halbschatten, durchlässiger aber wasserhaltender Boden, der humusreich ist, ist ideal.

Corydalis cashmeriana hat einen knolligen Wurzelstock, im Frühjahr blaue Blüten, wird 20 -30cm hoch, mag feuchten, kalkfreien Boden, und es halbschattig.

Corydalis cava syn Corydalis bulbosa ist der in Europa heimische hohle Lerchensporn. Er blüht im zeitigen Frühjahr in blaßviolett-rosa oder weiß. Zum Sommer sterben die meisten Pflanzen oberirdisch ab.

Corydalis flexuosa blüht blau und ist an Größe und Blütenreichtum kaum zu übertreffen, kommt aus China, wird bis zu 30cm hoch und bevorzugt kühlen Halbschatten mit feuchtem Boden.

Corydalis lutea hingegen wächst nahezu überall, auch in Mauerritzen samt er sich aus, ist pflegeleicht, stammt aus den Alpen, bei waldigem Standort bildet er dichte Polster, blüht aber erst im Frühsommer sattgelb.

Corydalis wilsonii ist eine im Frühjahr blühende, bis 20 cm hohe Sorte mit gelben Blüten und bläulich schimmerndem Laub.

 

Convallaria majalis  - Maiglöckchen

Kommt in den Wäldern Europas, bis nach Sibirien und in Nordamerika vor. Sie breiten sich über Rhizome aus, haben ovale, spitz zulaufende Blätter, die beim Austrieb eingerollt sind und die dünnen Blütenstängel schützen, an denen weiße Glöckchen erscheinen, die später erscheinenden Früchte werden medizinisch genutzt, sind aber giftig. Maiglöckchen wachsen im Halbschatten in nährstoffreichem, feuchtem Boden und können wuchern, bilden aber für Hanglagen oder unter sommergrünen Hecken schöne dichte Teppiche… und eignen sich für Waldböden.

Crocus

Es gibt über 80 Arten. Hier kommen wir zu den frühjahrsblühenden Arten. Die Farben variieren stark, die Blätter sind grasähnlich, mit einem hellen Längsstreifen. Sie eignen sich besonders für kühle Regionen und Sonne bis Halbschatten, nach der Blüte benötigen sie viel Wasser.

Crocus angustifolius syn Crocus susianus blüht im zeitigen Frühjahr, goldgelb mit rötlichen Schattierungen auf den Blütenblattaußenseiten.

Crocus chysanthus beginnt schon im Spätwinter mit der Blüte. Er stammt aus der Türkei und blüht hellorange. Es gibt zahlreiche Hybridkulturformen. Cream Beauty in hellgelb, Dorothy in dunkelgelb, Gipsy Girl in gelb, außen bräunlich und Lady Killer in weiß mit violetten Zeichnungen auf der Außenseite.

Crocus etruscus blüht im Frühjahr, kommt aus Italien und ist lila gestreift.

Am bekanntesten sind die nächsten zwei Sorten:

Crocus tommasinianus ist sehr zierlich, wird gerade mal  10cm hoch, blüht im Spätwinter lavendelblau bis violett unter Laubbäumen und ist pflegeleicht. Ursprünglich kommt er aus dem Balkan.

Crocus vernus ist der holländische Krokus, von ihm gibt es zahlreiche Hybriden in weiß, gelb, blau und violett, auch gestreifte Formen. Er ist recht großblumig und der mit am häufigsten angebaute Krokus.

Cyclamen – Freilandalpenveilchen

Es gibt etwa 20 mehrjährige Arten, die aus dem Mittelmeerraum und Südwestasien kommen. Die Knollen wachsen zumeist über oder direkt unter der Erdoberfläche, die Blüten erscheinen in rosa und weiß, die Blätter sind herzförmig mit silbrigen oder dunklen Mustern. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, gern am Gehölzrand in lockerem, durchlässigem Boden, der mineralienreich sein sollte. Sie sind unterschiedlich frosthart. Während des Wachstums benötigen sie ausreichend Wasser im Sommer eine Trockenruhe. Können sie ungestört wachsen, werden die Knollen größer und die Blüte nimmt von Jahr zu Jahr zu. Vermehren lassen sie sich durch Aussaat im Herbst.

Cyclamen cilicium

Ausgezeichnet durch leicht gezähnte Blätter und eine Höhe von etwa 10cm erfreut uns diese Art vom Herbst an bis ins zeitige Frühjahr mit rosa Blüten, die zur Basis hin dunkler werden.

Cyclamen coum

Dies ist die wohl am meisten im Handel erhältliche Art. Sie hat dunkle herzförmige Blätter mit interessanter heller oder silbriger Marmorierung. Sie blüht sehr üppig im Winter und Frühjahr in hellviolett bis tiefrosa zur Basis hin dunkler werdend.

Weitere sind Cylamen hederifolium mit efeuartigen Blättern und zur Herbstzeit erscheinenden Blüten, Cyclamen libanoticum  blüht im Frühjahr rosa oder weiß, duftet und ist auf der Blattunterseite purpurn.

Cyclamen pseudibericum zeichnet sich durch gemusterte Blätter aus, die gewellt und gezackt sind. Die Blütezeit erstreckt sich vom Winter bis ins Frühjahr. Die Blüten sind tief rosa. Die Sorte Roseum hat kleinere purpurne Blüten.

Cyclamen repandum hat gemusterte, herzförmige Blätter, unterseits purpurn, fühlt sich besonders in Gegenden mit kalten Wintern heimisch und lockt mit duftenden Blüten im Frühjahr in den Farben weiß, rosa und rötlich.

 

Eranthis – Winterling

Diese Knollenstaude ist in lichten Wäldern von Europa bis Asien heimisch, blüht schon ab dem Spätwinter und lockt in strahlendem Gelb. Am liebsten ist dem Winterling ein leicht basischer Boden, feucht, humos und durchlässig, dazu Halbschatten und ein wenig Ungestörtheit dann bildet er über Jahre wachsende Flächen.

Eranthis cilicia hat fein zerteiltes Laub, glänzend grün, kommt aus offenen Kieferbeständen in Asien und wird nur ca. 5 cm hoch.

Eranthis hyemalis  kommt in Europa vor und ist den Meisten wohlbekannt. Er wird bis zu 10 cm hoch und bildet dichte Polster am liebsten unter sommergrünen Laubgehölzen.

Eranthis x thunbergii (Guinea Gold) ist eine sterile Sorte, die am häufigsten angebotene. Sie hat feingeschnittenes Laub, leicht kupferfarben und kräftig goldgelbe Blüten. 

Erythronium – Hundszahn, Zahnlilie

Ihren deutschen Namen verdankt diese Pflanze ihrer Zwiebelform. Sie ist absolut winterhart, aber dennoch nicht ganz einfach zu kultivieren. Sie bevorzugt kühles Klima, humusreiche, durchlässige Böden im Halbschatten und einen Platz wo sie relativ ungestört entwickeln kann. Sie blüht in gelb oder rosa, hat große hellgrüne, sehr zart anmutende Blätter.

Erythronium tuolumnense blüht gelb und ist am ehesten im Handel zu finden. Erythronium americanum  wächst auf sandigen Böden, blüht gelb. Die seltene Erythronium californicum hat mehrblütige weiße Rispen, während sich Erythronium dens-canis durch eine Höhe bis 20 cm und weiß-violette Blüten auszeichnet. Des Weiteren gibt es Erythronium hendersonii und Erythronium revolutum. Nach solch seltenen Kulturen sucht man am besten auf dem Staudenmarkt im Botanischen Garten in Dahlem (Berlin).

Hundszahn – Forellenlilie – Erythronium dens canis

Erythronium dens canis

Ist die einzige bei uns heimische Art,sie verträgt keinen Kalk, möchte einen Platz im Halbschatten unter laubwerfenden Bäumen, die es ihr zur Blüte im März hell genug und im Sommer schön schattig und nicht zu trocken halten, der Boden sollte humos und feucht , aber dennoch durchlässig sein, die Blüten sind pink, die Blätter blaugrüngrau mit bräunlichen Flecken, sie wird etwa 20cm hoch.Zuchtformen: “Frans Hals“, “Pink Perfection“, “Lilac Wonder“ und “Rose Queen“

Ideale Partner sind Schattengräser, Farne, Leberblümchen, Schneeglöckchen, Scilla, Kaukasusvergissmeinnicht, Anemonen und Lerchensporn, kleinere Funkien und Lenzrosen (etwas abseits, weil sie gern etwas Kalk mögen)

Erythronium montanum

Wird 40cm hoch, blüht weiß, benötigt eine Laubschicht als Winterschutz und hat große hellgrüne Blätter

Hybride “Pagoda“

Hat kräftig schefelgelbe nickende Blüten, ist am häufigsten im Handel, gelegentlich auch bei uns zu bekommen, die einzige Sorte bei der es uns gelungen ist, sie hin und wieder zu vernünftigen Preisen aufzutreiben…, die Blätter habe eine bronzefarbene Maserung, sind von leuchtendem Grün und relativ groß…

“Jeanette Brickel“ – Liebhabersorte mit weiß-gelben nickenden Blüten

Erythronium revolutum  “White Beauty“Ist die beliebteste weiße Sorte mit nickenden, relativ stark an Lilien erinnernden Blüten, die zur Mitte hin einen dunkelroten schmalen Rand um den Schlund tragen, sie mögen es besonders gern feucht, wenn sie zu treiben beginnen

Frittillaria – Schachbrettblume, Kaiserkrone

Frittellarien sind alle recht winterhart, bevorzugen sogar Gegenden mit kalten Wintern (blühen dort besser).Sie benötigen nährstoffreiche, organische und durchlässige Erde. Während der Wachstumsphase benötigen sie viel Wasser, im Sommer eine Trockenruhe – sie ziehen dann ein, mögen keine verregneten Sommer. Für eine gute Entwicklung sollte man die Horste einige Jahre in Ruhe lassen, dann kann man sie auch durch Teilung vermehren.

Frittillaria acmopetala hat kleine glockige Blüten, die abwechselnd ein grünliches und braunes Blatt aufweisen. Sie ähneln der Schachbrettblume und haben mattgrünes Laub.

Frittillaria affins syn Frittillaria lanceolata möchte trockene Sommer, wird bis 60 cm hoch und hat blaugrünes Laub und violettbraune Blüten mit gelben Sprenkeln.

Frittillaria glauca Sorte Goldilocks wird nur 8 -10 cm hoch, hat bläuliches Blattwerk und gelbe Blüten.

Frittillaria imperialis - Kaiserkrone

Die wohl bekannteste Frittillarie ist die Kaiserkrone. Sie stammt aus der Türkei und Afganistan und wird bis 1,5m hoch. Charakteristisch sind die etagenartig angeordneten orange, gelb oder rot leuchtenden Blütenglocken und der unangenehme Geruch der gesamten Pflanze, dem man zuschreibt sogar Wühlmäuse zu vertreiben. Sie blüht erst im späteren Frühjahr und eine beliebte Sorte ist Lutea (gelb).

Frittillaria meleagris – Schachbrettblume

Die Schachbrettblume kommt in Europa auch wild vor. Sie blüht im Frühjahr und hat weinrote, weiße, grünliche oder gefleckte (karierte) Blüten, grasartige, leicht bläuliche Blättchen und wächst in feuchter nährstoffreicher Erde unter sommergrünen Laubbäumen.

Es gibt ca. 10 weitere Arten, die aber fast ausschließlich von Sammlern gehandelt werden.