Eigene Züchtungen

"Goldrausch"

Die wahre Geschichte wie “Golrausch“ nach Tiefensee kam und wie  jeder seine eigene“ Goldrausch“ haben kann – ganz so wie ihr Züchter Helmut Kaliebe es erzählt.

 

“Goldrausch“ ist eine Margerite. Der gültige Gattungsname ist Leucanthemum x superbum. Die frühere Bezeichnung war Chrysanthemum maximum.

Der Sortenname “Goldrausch“ ist der Name auf den das Kind hört und worüber man spricht. Sie hat das Licht der Welt bei dem Pflanzenzüchter Helmut Kaliebe erblickt. Die Freude und die damit verbundenen Erwartungen waren groß, denn eine gelbblühende Margerite stellt etwas ganz besonderes dar. Anlässlich der Bundesgartenschau 2001 in Potsdam hatte sich “Goldrausch“ einem breiten Publikum dargestellt, welches sehr begeistert war. Zudem verliehen die Preisrichter   “Goldrausch“  die Goldmedaillie und machten sie damit zur Goldmarie.

Das Besondere an der neuen, in hellem Gelb erblühenden Margerite, war der hellgelbe Farbton und die fein gefiederten Blütenblätter. Sie ist fachlich gesehen ein Spidertyp. Vor 40 Jahren war der hellgelbe Farbton schon einmal zu sehen, bei der Sorte “Cophan Gold“, die sich jedoch schnell wieder von der internationalen Bühne verabschiedete. Die Natur will es eben so, sie schafft Neues, Anderes, Besseres. So sucht die Attraktivität, die Gesundheit und Frosthärte dieser neuen Gartenstaude ihren Platz in allen geeigneten Gärten dieser Welt.

Durch In-vitro-Gewebevermehrung im Labor können in kurzer Zeit große Pflanzenstückzahlen produziert werden, somit drängt “Goldrausch“ in die Pflanzenmärkte und in ihren Garten.

 

Zur Pflanzung folgende Empfehlungen:

Kaufen sie diese Pflanze im Staudentopf mit dem Originaletikett “Goldrausch“. Diese Sorte unterliegt internationalem Sortenschutz.

Gepflanzt wird sie an einem nicht zu schattigen, freien Platz im Staudengarten, denn volle Sonne ist erwünscht, so bleibt die Pflanze standfest und ihre gelbe Blütenfarbe kommt voll zur Geltung. Da Margeriten allgemein zu den Starkzehrern gehören und zu den durstigen, sollte für ausreichend Wasser und Düngung gesorgt sein. Wir Menschen erfreuen uns vor allem an den Blütenständen, die Schnecken jedoch pflegen andere Gelüste, deshalb sollte man mit handelsüblichem Schneckenkorn vorbeugen. Schwarze Blattläuse sind auch nicht schön, hier helfen Marienkäfer, den Befall in Grenzen zu halten, ohne gleich zur Chemie greifen zu müssen. Die Hauptblühte ist Ende Juli vorbei, deshalb sollte man jetzt schnell die alten, verblühten Triebe bis auf den Boden zurückschneiden und auf die gute Laune unseres “Goldrausches“ setzen, sowie passende Witterung, denn oft remontiert sie und es erscheinen im Spätsommer erneut Blütentriebe.

Schade, dass dann der Winter kommt, denn obwohl “Goldrausch“ absolut winterhart ist, gehen wir keine Experimente ein und decken, die noch grüne Staude, mit einigen Koniferenzweigen zu.

Im März aber wartet “Goldrausch“ auf neue Nahrung, Mulch und eventuell Wasser sowie die steigende Zahl an Sonnenstunden. Die ersten Knospen erscheinen im Juni. Wenn die Hauptknospen (Terminalknospen) Erbsengröße erreicht haben, kann man diese einfach ausbrechen um die Blüte zu fördern, denn “Goldrausch“ reagiert darauf wie die Drachen in Märchensagen und treibt etwa doppelt so viele Knospen am gleichen Stiel. Wir finden es besser so.

Man darf auch ruhig ein wenig stolz sein eine “Goldrausch“ zu besitzen, besonders dann, wenn der Nachbar noch keine hat. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2010 und es ist fast zehn Jahre her, dass sich “Goldrausch“ dem Publikum das erste Mal zeigte. Viele in Deutschland hegen sie in ihren Gärten und es werden mehr… auch in Europa, den USA und Afrika zeigen sie sich ihren Bewunderern.

Besuchen sie uns oder den Gärtner in ihrer Nähe und fragen sie nach “Goldrausch“ und sie werden sehen, wer sie einmal hat, der gibt sie nie mehr her.

 

Viel Spaß dabei, wenn sie ihren “Goldrausch“ erleben!

Es wird immernoch von Helmut Kaliebe Züchtung und Forschung betrieben...hier mal ein kleiner Ausblick: