Seltene und spezielle Stauden, die nicht jeder hat ...

Acanthus – Stachelähre, Bärenklau

 

Es gibt etwa 30 Arten. Sie sind beliebt wegen ihres interessanten Blattwerkes mit den tief gelappten und gezähnten Blättern und den etwas eigentümlich anmutenden großen Blütenähren. Nach der Blüte im Sommer können die Blätter absterben, treiben aber bald wieder neu. Die Pflanzen sind etwas frostempfindlich, daher empfiehlt sich ein geschützter sonniger bis halbschattiger Standort. Sie benötigen einen gut drainierten Boden, der im Winter und Frühjahr ausreichend feucht ist und nährstoffreich.

Acanthus hungaricus (syn. Acanthus balcanicus)

Diese Art stammt aus dem Balkan und hat weiche ziemlich schmale Blätter in mittelgrün. Die Blütenstände werden bis zu 1,5 m hoch und haben senkrechte Reihen weißer Blüten, die zwischen den dunkelrosa Tragblättern fast verborgen bleiben. Im Sommer mag sie es heiß und sonnig.

Acanthus mollis

Sie kommt eher in Wäldern vor und stammt aus dem Mittelmeerraum. Sie möchte kräftigen, tiefgründigen und feuchten Boden  und einen eher halbschattigen geschützten Standort. Das Blatt ist glänzend dunkelgrün. Die Blüten können bis 2m hoch werden und sind rosa-weiß. “Candelabrus“ ist eine bekannte Sorte.

Acanthus spinosus

Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet und hat deutlich geteilte dunkelgrüne Blätter. Sie sind grob gezähnt und an den Spitzen stachelig. Die Blüten werden bis 1m hoch und ähneln denen von Acanthus mollis.

 

Stokesia – Kornblumenaster

 

Diese Gattung mit nur einer Art (Stokesia laevis = Stokesia cyanea) wurde nach dem Engländer Dr. Jonathan Stokes benannt. Sie stammt aus dem Südosten der USA und ist eine sehr reizvolle spätblühende Staude, die um 50 cm hoch wird. Man sollte Verblühtes immer gleich entfernen, so treibt sie bis in den Spätherbst Blüten nach, die sich auch bestens als Schnittblumen eignen. Sie bevorzugt Sonne und durchlässigen, fruchtbaren Boden. Sie ist sehr frosthart und hat immergrüne Rosetten lanzettlicher Blätter, die kornblumenähnlichen Blüten gaben ihr den deutschen Namen. Sie sind recht struppig und wachsen an aufrechten, verzweigten  Stielen. Das Schönste an ihr sind die hellblauen großen Blüten, die schon aus der Ferne eine ungeheure Leuchtwirkung erzielen.

 

Gunnera - Mammutblatt

 

Eine Gattung die aus etwa 45 Arten von Rhizomstauden besteht, die vorwiegend aus afrika, Australien und Südamerika stammen. Sie wachsen auf feuchten Böden und in unseren Breiten ist ein guter Winterschutz unerläßlich, immer sollte man auch bedenken, dass der frische Austrieb sehr spätfrostgefährdet ist. Sie mögen die Feuchtigkeit an einem Bachlauf oder Teichrand, der Boden sollte nährstoffreich aber gut durchlüftet sein. Man sollte sie vor zu starker Sonne (Blattverbrennungen), Wind und Schneckenfraß schützen. Im Handel findet man vorwiegend 2 Arten.

Gunnera manicata (syn. Gunnera brasiliensis)

Die knapp 2m hohen Blätter entfalten sich im Frühjahr zu bis zu 2,5m großen rhabarberähnlichen, derb runzeligen Blättern und zählen somit zu den größten überhaupt. Im Sommer erscheinen große Ähren grünlich-roter Blüten. Die ruhenden Rhizome benötigen starken Winterschutz.

Gunnera tinctoria (syn. Gunnera chilensis)

Sie stammt aus Chile und ist die zweitgrößte ihrer Art, leider noch frostempfindlicher. Die rostroten Blüten werden bis 60cm hoch, die Blätter erreichen einen Durchmesser von bis zu 1,5m.

Eigene Züchtungen : Gelbe gefüllte Stauden-Magerite