Einige unserer Besonderheiten stellen wir hier vor:

Araucaria araucara - Andentanne ,Schlangentanne

Die Araucarie stammt ursprünglich aus dem südamerikanischen Raum und ist in Europa als Rarität immer mehr auf dem Vormarsch. Für eine erfolgreiche Kultur ist es unabdingbar, dass soll die Araucarie den Winter unbeschadet überstehen, sie ein gewisses Alter und Größe hat, der Stamm deutlich verholzt ist und ihr Schutz vor den kalten trockenen Winden gegeben ist. Sie benötigt humosen, durchlässigen, feuchten, aber nie staunassen Boden, der leicht sauer sein sollte. Am besten gedeihen Sie in Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Wind, da dieser zu Austrocknungen führt. Gern kann auch die komplette Pflanze beim Wässern benetzt werden, nicht jedoch bei starker Sonneneinstrahlung. Bei uns in Tiefensee jedenfalls fühlt sie sich seit Jahren heimisch.

In jungen Jahren, kann die hier auf einem Spaziergang entdeckte Lösung die perfekte Variante des Winterschutzes sein, allerdings muss bei sonnigem Wetter auch gelüftet werden können.

Arundo donax - Riesenpfahlrohr                                           

Das Pfahlrohr kommt ursprünglich aus den warmgemäßigten Regionen, wie dem Mittelmeerraum ist aber mit etwas Winterschutz gut in unseren Breiten zu kultivieren. Da es zu den Rhizomgräsern gehört, empfiehlt sich ihm Platz zu gewähren oder eine Wurzelsperre zu errichten. Es bildet sehr starke, bambusähnliche Halme, die 4 bis 6m hoch werden können, sich nicht verzweigen und mit schmalen grünen Blättern besetzt sind. Der Boden sollte nie komplett austrocknen, darf eher mal wasserdurchtränkt sein, Sonne bis Halbschatten ist erwünscht. Es eignet sich hervorragend als Sicht- und Windschutz. Im Frühjahr sollte man das Pfahlrohr nach den letzten Spätfrösten bzw. wenn erste Neuaustriebe erkennbar sind, bis auf den Boden zurückschneiden, umso kräftiger treibt es aus. Eine Variante mit cremefarbenen, längsgestreiften Blättern nennt sich Versicolor und ist nicht ganz so wuchsstark.

Arundo donax

Castanea sativa – Edel-, Esskastanie, Marone

 

Die vorwiegend in Südeuropa, Nordafrika und Kleinasien heimische Marone wächst in Mischwäldern, die grasreich sein sollten, auf mäßig trockenen, kalkarmen, humosen, durchlässigen  sandigen-lehmigen Boden. Sie werden große Bäume mit im Alter ausladender Krone – 15 bis 35m hoch und ist sommergrün. Junge Triebe sind rotbraun/oliv , die lanzettlichen grob gesägten Blätter sind über Sommer kräftig grün und glänzend, in der Herbstfärbung gelb. Es gibt auch eine Sorte mit weiß-gelb gerandeten Blättern, die auch nicht ganz so wüchsig ist. Die Bäume sind einhäusig, haben einzelne unscheinbare kleine grünliche weibliche Blüten und Rispen(bis 20cm)von gelblich-weißen Stark riechenden männlichen Blüten. Die Früchte Maronen genannt reifen auch in Norddeutschland bis Oktober voll aus, sie sind in enorm stacheligen Fruchtbechern versteckt und werden 2-3cm groß und sind dunkelbraun. Sie sind essbar, allerdings sollte man die relativ harte braune Schale der Nuss vorm Rösten einschneiden, da sie sonst nahezu explodieren können. Die Ess- oder Edelkastanie ist Tiefwurzler und hat weitreichendes Wurzelwerk. Am besten wächst sie auf nährstoffreichen  sauren Böden, nasse Standorte sollten gemieden werden. Die Bäume werden bis 500 Jahre alt. Sie vertragen sommerliche Hitze und Trockenheit sehr gut, sind lediglich etwas anfällig für Spätfroste und zu milde Winter.

 

Catalpa bignonioides – Trompetenbaum

 

Der Trompetenbaum stammt aus dem südöstlichen Nordamerika wo er entlang von Flußläufen wächst, auf nährstoffreichen, feuchten Böden. Er ist schnellwüchsig, hat meist eine rundliche Krone und ist sommergrün. Ein sehr schönes Exemplar in unserer Region ist der Trompetenbaum am Eulenturm im Haus der Naturpflege in Bad Freienwalde, durch den direkten Stand am Turm läd er quasi zum Aufenthalt in der Krone ein. Die 10-20 cm langen herzförmigen frisch hellgrünen Blätter riechen zerrieben etwas unangenehm und verfärben sich im Herbst in ein leuchtendes Gelb, das Laub fällt ziemlich früh. Die Blüten erscheinen in vielblütigen, aufrechten Rispen, die Einzelblüten sind glockig, weiß und haben innen 2 gelbe Streifen und einen Hauch purpur. Die Früchte sind bis zu 35 cm lang und bohnenförmig. Sie mögen es sonnig bis halbschattig und windgeschützt und sind relativ anspruchslos, gut trockenheitsverträglich und benötigen einen durchschnittlichen Boden, nicht zu trocken aber auch nicht zu nährstoffreich, denn bei zu guter Nährstoffversorgung ist der Austrieb eher spätfrostgefärdet.

Die Sorte “Aurea“, der Goldtrompetenbaum wird etwa bis 10m hoch und ebenso breit, er ist im Austrieb leuchtend gelb, im Sommer gelbgrün und im Herbst wieder schön gelb.  

Die Sorte “Nana“( Catalpa bungei) hingegen bleibt kleiner und wächst langsamer, sie ist kugeliger Form und hat sommergrünes Laub, etwas kleiner als bei den anderen Sorten.

Die rötliche Form Catalpa x erubescens “Purpurea“ ist eine Hybride. Sie wird bis 10m hoch und bis 8 m breit, ist sie im Austrieb noch schwarz-rotbraun, werden die herzförmigen Blätter über Sommer grüner und sind zum Herbst hin unspektakulär. Blütezeit ist Juli-August.

 

Liriodendron tulipifera – Tulpenbaum

 

Der hohe schlank wachsende Baum mit pyramidalem Wuchs stammt aus Nordamerika und bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige, feuchte, aber gut drainierte Böden in sonniger Lage. Er kann 25-35m hoch werden, solch große Exemplare kann man auch in deutschen Parks bestaunen. Er ist sommergrün und hat eine ungewöhnliche Blattform, fast viereckig, dreifach gelappt. Im Herbst sind die Blätter leuchtendgelb, sonst frisch grün. Die Blüten erscheinen im Mai/Juni, ähneln einer Tulpenblüte und sind schwefelig gelb bis gelbgrün, an der Basis orangene Saftmale (Nektarausscheidung).Die Bäumer blühen nach ca.25 Jahren zum ersten Mal.Die Früchte sind 6 -7cm lange spindelartige aufrechte Zapfen. Er sollte wegen der empfindlichen Wurzeln eher im Frühjahr gepflanzt werden. Er ist frosthart, neigt zu Windbruch und liebt Wärme. Er hat wertvolles Holz. Die Blüte ist grün- gelb und fast exotisch.

Liquidambar styraciflua - Amberbaum

 

Er zählt zu den Zaubernussgewächsen und stammt aus Nordamerika. Er wird ein mittelgroßer bis stattlicher Baum der in der Jugend langsam wächst und eher kegelförmig, später wir die Krone rundlicher. Er wird bis 20m hoch. Er ist sommergrün und hat ahornähnliche Blätter, die oben dunkelgrün, unterseits mattgrün sind. Die Herbstfärbung ist mehr als prachtvoll und geht von tief purpur, über violettbraun, gelborange, scharlach und weinrot. Die Pflanze ist einhäusig, männliche aufrechte Ähren und hängende weibliche Kugelblüten im Mai. Früchte erinnern an die der Platanen und haften bis weit in den Winter. Der Standort sollte vollsonnig sein, denn erst dann gibt’s das volle Programm an Herbstfärbung. Es empfehlen sich frische nahrhafte, durchlässige Böden, sauer bis neutral (kalkmeidend - Chlorosen). Jungpflanzen sind etwas frostempfindlich, auch ältere können in sehr starken Wintern Schaden nehmen, treiben aber wieder gut durch und regenerieren schnell. Man sollte ihn im Frühjahr pflanzen und staunasse und zu nährstoffreiche Standorte meiden.

 

 

In der Herbstfärbung sind Amberbaum und Parrotia nahezu unschlagbar.

Parrotia persica – Eisenholzbaum

Der Eisenholzbaum stammt aus dem Iran und Kaukasus und wurde nach dem Botaniker F.W.PARROT benannt. Es gibt nur eine einzige Art, die vorwiegend wegen des Herbstlaubes gepflanzt wird. Er wird bis zu 20m hoch im Alter und kommt wild vor allem in Niederungswäldern vor. Er ist sommergrün und hat zaubernussähnliches Blatt (zählt auch zu den Zaubernussgewächsen). Das Blatt ist ledrig und dunkelgrün, unterseits hellgrün, im Austrieb oft rot gerandet. Die Herbstfärbung hält lange an und die Blätter sind oft mehrfarbig (gelb-orange bis violettbraun und scharlachrot). Die Blüten erscheinen im März (vorm Austrieb) in kleinen Köpfchen, sind rot und von filzigen sternförmigen Hochblättern umgeben. Er sollte sonnig stehen, denn so ist die Färbung im Herbst am kräftigsten. Er bevorzugt tiefgründige, feuchte durchlässige Lehmböden im eher leicht sauren Bereich, toleriert aber auch leicht alkalische Böden, ist anpassungsfähig und frosthart.   

 

Paulownia tomentosa – Blauglockenbaum

 

Der Blauglockenbaum kommt aus China und ist sommergrün, frosthart und wird bis zu 15m hoch, besonders in klimatisch günstigen Regionen mit Weinbauklima. Die jungen Triebe sind anfangs hellbraun und weich behaart. Die drei- bis fünflappigen Blätter erscheinen spät, werden aber bis zu 40cm groß. Sie sind hell- bis mittelgrün und behaart, unterseits graufilzig. Der Laubfall tritt ohne Herbstfärbung ein. Die Blütenstände werden im Spätsommer des Vorjahres angesetzt und verfrieren bei zu strengen Wintern. Es sind aufrechte, kegelförmige Rispen mit duftenden violettblauen Blüten, die im März/April erscheinen. Die Einzelblüten erinnern in ihrer Form an die Fingerhuts(Digitalis). Der Standort sollte sonnig warm und geschützt sein. Er ist insgesamt anspruchslos, erträgt sommerliche Trockenperioden und Temperaturen bis -28°C. Der Boden sollte durchlässig und nicht zu nährstoffreich und feucht sein, da die Triebe sonst schlecht ausreifen, leicht sauer bis stark alkalisch.

Paulownia tomentosa